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Benja-Schwefelquellen

Schon während des Frühstücks versuchte die Sonne zwischen den Wolken hervor zu dringen. Einige Kilometer weiter erneut ein wenig Regen, am Mittag immer wieder Sonne, immerhin bis zu 22 Grad brachte der Tag. Und die Straßen, puh, es sind schon einige elende Kurven dabei, denn auch Pässe waren mal wieder zu bewältigen. Die Fahrbahn war überwiegend im miserablen Zustand, also auch heute schön langsam. Landschaftlich boten sich immer wieder phantastische Aussichten, insofern hat sich die geruhsame Fahrt gelohnt.

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Gegen Mittag erreichten wir die zu dieser Zeit verwaisten schwefelhaltigen Thermalquellen von Benja. Das letzte Stück bis kurz vor der alten Bogenbrücke war extrem holprig, der Allradantrieb unterstützte die Durchfahrt durch eine trockene Furt. Trotz warmer Außentemperaturen konnten wir uns nicht dazu entschließen uns in einen dieser angeblich bis zu 30 Grad warmen Kolks zu legen. Die Regenfälle der letzten Tage hat das Wasser in eine gelbbraune Brühe verwandelt. Also die Bogenbrücke besichtigt und die herrliche Landschaft angesehen. Die Quelle/Fluss/Toilette haben wir nicht benutzt, ist die nicht genial konstruiert? Aber dahinter sollte man in der Saison nicht baden gehen... 

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Die Fahrt führte uns weiter mit einem nicht gewollten Schlenker an die griechische Grenze, dann zurück über einen weiteren Pass. Mal fast Piste, mal einigermaßen asphaltiert. Wieder herrliche Ausblicke, gewaltige Berge, Täler, Wälder. Plötzlich vor uns ein Lkw, es ging es nicht weiter. Ein VW Transporter blockierte fast in der Mitte die schmale Straße, eine aufwendige Reparatur an der Vorderachse war in Gange. Pkws kamen so gerade eben vorbei, Klein-Lkws auch, die bretterten eben durch die Büsche. Der Bimobil-Pilot weigerte sich, dem nachzueifern. Die Männer bedeuteten einen anderen Weg, einer ließ sich einen „Stilo“ geben und zeichnete auf seiner Hand den Weg... Dort über die für 8 Tonnen zugelassene Flussbrücke würden wir auch nach Permet gelangen, wie viel Tonnen wir hätten? 5 Tonnen! Also Rückwärtsgang einlegen und die wenigen hundert Meter zurück. So nahmen wir die konstruktiv etwas abenteuerliche wirkende Brücke und die ca. 5 Kilometer Piste auf der anderen Flussseite. Aber selbst hier kann man sich kurz verfahren, eine schöne verführerische Asphaltstraße endete im nächsten Dorf, also wenden. Nur das klappte nicht, erst nach einem Kilometer rückwärts fahren fanden wir eine Gelegenheit zum drehen. Wieder auf der Piste winken die Männer auf der gegenüberliegenden Flussseite uns in die richtige Richtung.

 Gut, das war jetzt auch uns klar, eine Alternative gab es nicht, aber nett war es doch. Die dann folgende Piste war auch nicht wesentlich schlechter als teilweise die „richtige“ Straße. Kurz vor der Stadt Permet ein sehr steiler Anstieg mit Schlaglöchern, also nochmal auf “allen Vieren” den Berg hoch kraxeln. Geht doch!

Alles in allem waren die Strecken der letzten beiden Tage ohne größere Probleme zu bewältigen. Man muss sich halt Zeit nehmen und mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 15 bis 25 km/h leben können. In aller Ruhe auch mal um die Schlaglöcher kurven und den wenigen einheimischen Autos mit ihrer oft ambitionierte Fahrweise Platz machen. 

Später erreichten wie „Gryka e Kelcyres“, einige Hotels und am Fluss ein etwas unebener Parkplatz, der nach einigen Rangieren ein halbwegs ebenes Übernachtungsplätzchen bot. Heute Abend bleiben wir Zuhause... gut so, später brach ein heftiges Gewitter über uns herein, der kräftige Regen prasselte auf das Mobil.

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