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Divjaka

Es geht weiter, bald erreichten wir Vlora, „Frau Garmin“ lotste uns über eine innerstädtische Nebenstrecke, die war abenteuerlich. Steil und mit tiefen ausgewaschenen Rinnen versehen, das Bimobil schlich wankend über die bis zu 40 cm geschätzten tiefen Furchen. Die höhere Bodenfreiheit war an dieser Stelle willkommen. Die Beifahrerin hielt sich plötzlich krampfhaft fest... Durch die Stadt hieß es gelassen bleiben, der dichte Verkehr mit forschen albanischen Autofahrern verlangte auch mal stur zu bleiben und auf das Gehupe nicht zu reagieren. Hinter der Stadt Richtung Fier begann eine bestens ausgebaute Autobahn, schon befanden wir uns im „Garminschen“ Niemandsland, welch ein Entzücken mal wieder einfach nur so dahinzugleiten. 

Das Kloster Ardenica aus dem 13. Jahrhundert und heute noch betrieben stand als Ziel fest. Aber das klappte leider nicht, von der neuen Schnellstraße lotste uns das Navigationsgerät auf eine schon normal enge Straße, die mit Baustellenschildern und Schildern einer Verengung versehen waren. Lieber nicht... also zurück.

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Nächstes Ziel, die Lagune von Divjaka, die als die bedeutendste Albaniens gilt. Zunächst führte uns die schlaue Dame des Navigationsgerätes auf eine einspurige gute Straße, die bald in eine üble Piste überging, also schon wieder drehen. Einige Kilometer weiter gab es noch eine weitere halbwegs akzeptable „offizielle“ Straße. Ein ganz ordentlich bestückter Supermarkt auf dem Weg war willkommen, Mineralwasser, Brot und Käse waren schnell gekauft. So erreichten wir gegen Mittag das touristische Gebiet des kleinen Ortes Divjaka durch einen schönen Pinienwald. Der Campingplatz hatte wie beschrieben bereits geschlossen, aber der dreihundert Meter breite feinsandige befahrbare Strand bietet sich für eine Übernachtung an. Wenn man sich so umschaute, gewisse Assoziationen zu einer Wüste kamen auf. Wo waren die Kamele? Da hinten... nein, nur einige Pferde! Der Samstagabend endete in einem schönen Restaurant in Sichtweite, wo wir überraschend gut und günstig verpflegt wurden.

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Der Strand ist auch Straße, immer wieder sausten Mopeds oder Autos vorbei. Aber die Nacht war ruhig, nur bereits in der Frühe waren die ersten Mopeds knatternd zu hören. Das Wetter war angenehm, also bleiben wir noch einen Tag an dem „wilden“ Strand. Ein wenig am Wasser spazieren gehen, in der Sonne sitzen, lesen und relaxen. Ein steuernder Hund ließ sich bei uns nieder, der Schatten des Reisemobils war auch ihm willkommen. Das angenehme Restaurant verwöhnte uns auch am heutigen Sonntagabend.

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