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Gjirokasta - Saranda - Küste - Himara 

Ach ist das schön, endlich wieder gut ausgebaute Straßen, ein Geschwindigkeitsrausch erfasste den Bimobiol-Piloten, 80 km/h waren mal wieder möglich. Ein Parkplatz in Gjirokasta, eine Stadt auf der Liste des Weltkulturerbes, war in der Nähe des Zentralplatzes schnell gefunden.

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Durch die touristische Hauptgasse schauten wir zunächst nach rechts, nach links und orientierten uns dann zur Festung. Puh, das war auch bei 21 Grad ein wenig schweißtreibend. Das Eintrittsgeld betrug 200 Leke pro Person. Zunächst schlenderten wir durch riesige Gewölbe (Kasematten) mit einer schummrigen bedrohlich wirkenden Ausstellung von Kriegsgeräten aus dem zweiten Weltkrieg. Dann in den Außenbereich mit umwerfender Sicht auf die Stadt und auf die Landschaft. Die Festung mit ihren imponierenden Ausmaßen ließ ahnen, welch hohe Bedeutung ihr einst zukam.

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Das hier ausgestellte amerikanische Jagdflugzeug aus den 50er Jahren musste mal in Albanien notlanden, ein Propagandaerfolg für die kommunistische Führung, denn das wurde „siegreich“ dargestellt.

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Noch ein kleiner Einkauf, eine kurze Mittagspause und dann ging die Fahrt weiter. Das Navigationsgerät wollte uns immer wieder auf Nebenstrecken locken, aber wir warteten den Wegweiser nach Saranda ab. Ach wie schön, es kurvte sich wieder bergauf, bergab, aber die Straße war fast gut, wir kamen gut voran. Kurz vor der Stadt war die Richtung unklar, „Frau Garmin“ wollte nach rechts, keine Schilder, der Pilot traute auch diesmal der Dame nicht. Schon waren wir mitten in der Stadt. Das war nicht so gut, diesmal hatte die Dame in der schwarzen Kiste recht. Daher irrten wir durch die Einbahnstraßen, bis wir wieder den „Ausgang“ gefunden hatten. Dann sausten wir auf der gut ausgebauten Straßen Richtung Himara. Aber auch hier aufpassen, das gestrige Unwetter hat überall Sand oder ein wenig Geröll auf die Straße gespült. Aber auch war die neue Straße bereits an einigen Stellen abgesenkt, Steine markierten die Gefahrenstellen. Vorsicht und runter mit der Geschwindigkeit. Irgendwann führte die Straße auch in Küstennähe, mit Blick auf das Meer.

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In Himara schauten wir uns zunächst den Campingplatz an, einige Pkws mit deutschen Kennzeichen waren dort abgestellt. Aber die niedrigen Olivenbäume waren für unser hohes Mobil nicht so einladend, dafür 2.000 Leke bezahlen? Ein wenig herum gekurvt, die Strandlokale hatten sich schon auf den Winterschlaf eingerichtet. Da, ein kleines Hotel mit Taverne, ein Mann kam auf uns zu. Ja, Essen gibt es, Übernachten gegenüber am Strand? „No Problem“. Wein, Salat mit Schafskäse und bestens gegrillte Dorade samt türkischen (oder war es griechischer?) Mokka erfreuten uns für 3.000 Leke. Herrlich, einschlafen mit dem leichten Wellenschlag des Meeres.

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Das Aufwachen war barbarisch, gegen 4:30 Uhr begann ein gewaltiges Gewitter mit Starkregen. Die Blitze leuchten taghell in unmittelbarer Reihenfolge, in so schneller Folge haben wir das noch nie erlebt. Gut das unser Mobil einen faradayschen Käfig bildet, außerdem waren in unmittelbarer Nähe Strommasten... Wenn das Gestern bereits ein Unwetter war, dann war das Gewitter in dieser Nacht noch eine deutliche Steigerung. Erst eine Weile dem Naturschauspiel zugeschaut, bis die Augen „verblitzt“ waren. Dann den Reader eingeschaltet und gelesen. Irgendwann wurde es ruhiger, aber der Regen prasselte noch längere Zeit auf das Mobil. Morgens haben wir gesehen, unter dem Mobil hat sich ein breiter Zufluss des Regenwassers in einen tieferen Bereich des Kiesstrandes gebildet. Keine Gefahr...

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