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Istrien, Porec und Vrsar

Bald erreichten wir Slowenien, Schilder wiesen auf eine Maut hin. Nur verkaufen wollte man uns keine Vignette, über 3,5 Tonnen wäre frei? Na gut, nix wie weg. Später haben wir gelesen, es wird nach gefahrenen Kilometer abgerechnet, nur auf der Autobahn? Die letzten Tage vor der Abreise beanspruchte das neue Reisemobil viele Gedanken und viel Zeit, da ging die Klärung der Maut vorab durch die Lappen, wie man so schön sagt. Einfach durch, die kroatische Grenze war schnell erreicht.

Kroatien hat über 4,4 Millionen Einwohner und gehört seit dem 1. Juli 2013 der EU an. Faszinierend, die Küstenlänge mit 6.278 Kilometern, einschließlich der Inseln und Klippen- und Riffküsten. Schließlich nimmt Kroatien fast die gesamte adriatische Küste ein.

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Nach Porec auf der istrischen Halbinsel war es nicht weit, der dortige Großparkplatz kostet normalerweise unverschämte ca. 5,50 Euro die Stunde, die Übernachtung ist allerdings auf ca. 16 Euro begrenzt. Heute waren die Schranken des Parkplatzes und für den Reisemobilparkplatz mit Ver- und Entsorgung geöffnet. Auf dem Stellplatz war allerdings ein Parkkur aufgebaut, die „Rally Croatia“ fand an diesem Wochenende statt. Die aufgemotzten Kleinwagen dröhnten testweise durch den Verkehr, Runde um Runde, da gab es was auf die Ohren. Dann durch die touristische Altstadt geschlendert, sogar historische Trümmer gesichtet. Jetzt noch Geld tauschen, für einen Euro gab es 7,54 Kuna. Im DM-Markt (!) noch schnell was vergessenes gekauft.

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Am Hafen ein Eis geschleckt und entspannt in der angenehmen Sonne gesessen und auf das Meer geschaut. Wann waren wir das letzte Mal hier, wirklich vor 38 Jahren? Nur nicht darüber nachdenken... 

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Quallen im Hafenbecken - wie Spiegeleier.

Trotz kostenloser Übernachtungsmöglichkeit wegen der geöffneten Schranken sind wir weggefahren. Der an der Straße und Kreisverkehr gelegene Parkplatz war uns zu laut, außerdem kannten wir nicht die Abläufe der Rally. Nur ca. acht Kilometer weiter sind wir nach Vrsar gefahren, dort ein großer Parkplatz in grüner Umgebung am Hafen. Gut 20 Reisemobile fanden sich bis zum Abend ein. Am nächsten Tag fand ein Fischerfest statt, deswegen der Auflauf? Gebühren wurden nicht erhoben, ein Vorteil der Nachsaison.

Natürlich schlenderten wir durch die Altstadt des auf einem Berg gelegen Ortes. An zwei Aussichtspunkten bot sich ein wunderschöner Blick über die vorgelagerten Inseln, leider verschwand die Sonne teilweise hinter den Wolken. Ein Restaurant am Hafen verwöhnte uns mit gegrillten Fisch zu moderaten Preisen, der Chef samt Personal sprachen prima deutsch, fast alle Gäste auch... aber der gegrillte Fisch war in Ordnung, der Sliwowitz auf Kosten des Hauses sorgte für eine gute Verdauung.

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Es schloss sich eine ruhige Nacht an.

Der belgische Kollege nebenan mit seinem gewaltigen Morello stand quer über viele Parkplätze. Der Eigner saß am nächsten Morgen auf einem alten Holzschemel vor dem Mobil und putzte Gemüse. Trotz viel Sonnenschein am vorigen Tag und nach führender Solaranlage wurde danach der 2000er Honda angeworfen, der vor sich hin brummte. Gewisse Eigenschaften als „alter“ Camper legt man auch nicht mit einem Morello ab...

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