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Kroatien - Halbinsel Peljesac

Wieder über die Grenzen von Montenegro, Bosnien-Herzeogowina nach Kroatien, die Pässe wurden eingescannt, die grüne Karte wurde verlangt, Flugs ein Stempel in den Reisepass, schon konnten wir jeweils problemlos einreisen. Wunderschöne Berglandschaften begleiteten uns, die kroatische Küstenstraße bot bei Sonnenschein herrliche Ausblicke auf das Meer, eine Traumstraße. Nach ca. 280 Kilometern erreichten wir die Halbinsel Peljesac. Zunächst in Ston ein Blick auf die gewaltigen Befestigungsmauern der Burg geworfen, waren hier die Chinesen Vorbild? Schnell Kuna am Bankomat gezogen und weiter nach Brijesta, ein verschlafenes Nest an der Küste auf der anderen Seite der Halbinsel.

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Das kleine am Kieselstrand gelegene Auto-Camp Zakano mit 70 Plätzen war noch geöffnet, der ganz ordentlich deutsch sprechende Besitzer erwartete uns bereits. Im WOMO-Führer 2011 steht, „ein bescheidener Obolus“ für die wenigen Stellplätze. Na ja, die Zeiten ändern sich schnell, umgerechnet ca. 13 Euro werden verlangt. Aber mit warmen Duschen, Toiletten und sogar WLAN. Sein Restaurant hatte nicht mehr geöffnet, wir könnten aber Fisch oder Muscheln für den nächsten Abend vorbestellen. Er wäre auch Wein- und Mandarinenbauer, der Rote wurde verkostet und hat gemundet. Die Literflasche sollte 40 Kuna kosten, in Ordnung, es soll ja auch was verdient werden. Der Rotwein passt doch auch gut zum Salat und Spagetti in Olivenöl mit Knoblauch... Seine Mandarinen haben wir auch zum probieren bekommen, kernlos, saftig und lecker, wenn auch noch ein wenig säuerlich. Ganz alleine stehen wir hier, schnell wurde es dunkel, absolute Stille breitete sich aus, herrlich. So war auch die Nacht.

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Ein schöner Tag brach an, ein wenig die Umgebung erkundet, ansonsten auf der Terrasse des Restaurants gesessen, gelesen und immer wieder auf das Meer geschaut, Entspannung pur. Der nette Campingplatzbesitzer wusste viel zu erzählen, vor allen Dingen war er gespannt was morgen in seinen ausgelegten Fischernetzen zu finden ist. „Chefe“ Peric hat am Abend für uns beiden einsamen Touristen gekocht, zwei Doraden gegrillt, Mangold und Bohnen, Brot und Wein, alles bestens. Dann noch ein wenig geplaudert, einen Verdauungsschnaps getrunken, dann „durfte“ er Feierabend machen.

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Der nächste Tag brachte ein paar Wolken und eine Fahrt in einen Ort mit einem kleinen Supermarkt. Hier war der Plavac Rotwein um einiges günstiger... Am Nachmittag traf einer der Stammgäste auf dem Campingplatz ein, ein Wohnwagen mit Doppelachse von beträchtlichen Ausmaßen. Ganz schön knapp das Rangieren unter dem Olivenbäumen, die das Dach fegten.

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Die nächsten Tage plätscherten so vor sich hin, das Wetter war fast wolkenfrei. Am Sonntagabend in Ston ein nettes Restaurant aufgesucht, die gemischte Fischplatte war sehr gut. Zurück im Finsteren, da konnte das Bimobil seine Zusatzbeleuchtung ausspielen. Völlig untypisch für uns, bereits fünf Tage am gleichen Ort. Ein Abend mit den netten Stammgästen aus Thüringen, „Chefe“ kochte für uns Cevapcici, Bohnen, Zucchini und reichlich Zwiebeln. Als „Nachtisch“ gab es gegrillte Sardinien, puh was waren wir satt. Zu fünft gingen auch ein oder zwei oder … Flaschen Rotwein aus den Weinbergen von „Chefe“ über den Tisch. Insgesamt ein unterhaltsamer Abend. 

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Orebic

Ein wenig von der Halbinsel wollten wir auch noch sehen, also fuhren wir nach Orebic, von hier gehen die Fähren zur Insel Korcula. Die kurvige, aber gut zu befahrende Straße ließ zum Teil beeindruckende Blicke auf das Meer zu. Der Pkw-Parkplatz an der Promenade von Orebic war von drei Reisebussen belegt, wir stellten uns an den Rand. Hoppla, was war denn das für ein Schild neben uns, weiß, roter Rand und ein Wohnmobil! Na ja, zu dieser Zeit fuhr sogar die Polizei unbeeindruckt vorbei. Herrliches Wetter, nette Gassen und stille Nachsaison, fast alles geschlossen. Die kleine Kirche, das bemalte große Ei davor, alles sehr entspannend. Aber ein Kiosk hatte sogar eine deutsche Zeitung vom Vortag, so ein dicke, wo ein kluger Kopf hinter steckt... Der gut bestückte Konzum am Ortsrand ergänzte unser Vorräte, am Nachmittag waren wir wieder in Brijesta.

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Neun Tage haben wir es in Brijesta ausgehalten, völlig ungewöhnlich für die „MobilLoewen“. Zwischendurch waren wir wieder in Ston, Miesmuscheln essen, die hervorragend gemundet haben. Bei der Abrechnung war der Campingplatzbesitzer großzügig, Gebühren, Internet, Olivenöl, Essen, Wein... Wir haben den Campingplatz abgeschlossen!

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