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Kruja

Nach einer Ver- und Entsorgung wollten wir am Vormittag in Shkodra die Rozafa-Festung besichtigen, die wir schnell gefunden haben. Was wir nicht gefunden haben, einen Parkplatz, der kleine Busparkplatz war zugeparkt, also nix wie weg.

Auf fast immer besten Straßen erreichten wir gegen Mittag in Fushe Kruja das Restaurant „Vllaznia“, ein wie ein Kastell gebautes Gebäude. Dahinter kann man mit dem Reisemobil übernachten, selbst akzeptable Toiletten sind zugänglich. Da die Zufahrt teilweise von einer Baustelle zugestellt war, wurden erst mal Platz für uns geschaffen. Als Parkgebühr wurden 5 Euro kassiert, im WOMO-Führer waren 8 Euro beschrieben.

Wenig später saßen wir im Linienbus Richtung Tirana, am Abzweig nach Kruja direkt am Taxistand konnten wir aussteigen. Ein Taxi brachte uns für 1.000 Leke die ca. 12 km in die Stadt, hoch am Berghang gelegen, bis unmittelbar vor dem Burggelände. Der temperamentvolle Fahrer des Ford Galaxy liebte seine Hupe und schimpfte regelmäßig auf seine Landsleute.

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Eigentlich hatten wir nur ein paar alte Steine erwartet, aber hier oben herrschte Fremdenverkehr pur. Busse karrten die Leute heran, die zunächst durch den touristischen Basar geschleust wurden, voller Angebote für die Besucher, vom Kunstgewerbe bis hin zu einigen „Antiquitäten“. Dann der Aufstieg zur Festung, schlichte 100 Leke Eintritt wurden verlangt. Sehenswertes? Na ja, ganz nett mit einer herrlichen Aussicht auf die Stadt und in die Ferne. Allerdings haben wir das Museum geschwänzt. Der Autor des WOMO-Führers schreibt: „Keine Albanien-Tour ohne Kruja zu besuchen.“ Na ja... Das bezieht sich in erster Linie auf die Burg, die von den Albanern als absolutes „Nationalheiligtum“ angesehen wird, aus der Zeit des 15. Jahrhunderts. Der noch heute verehrte Volksheld Skanderbergs hat seinerzeit hier 15 Jahre lang die Osmanen in Schach gehalten. 

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Später liefen wir erwartungsvoll durch die Stadt, haben wir die falsche Straße genommen? Nur einige Geschäfte, Baustellen und eine Mischung der Bauten zwischen modern und renovierungsbedürftig. Also suchten wir einen Furgon, was nach einem längerem Fußmarsch auch gelang, der uns für 200 Leke wieder runter nach Fushe Kruja brachte. Der Fahrer des voll besetzten älteren Ford Transit heizte den Berg hinunter, es wurde sportlich überholt, als galt es einen neuen Rekord aufzustellen. Selbst einige Einheimische hielten sich etwas verkrampft fest. Dann wieder ein Taxi genommen, 500 Leke waren für die Fahrt bis zum Restaurant „Vllaznia“ zu bezahlen. Natürlich wieder ein Taxi ohne Schild, ohne Taxameter... Der Preis wird mit einem Geldschein vorher gezeigt, wenn man fragt. Einsteigen und ab ging die Fahrt mit einem ehrwürdigen Mercedes 200 D.  

Natürlich besuchten wir am Abend das durchaus vornehme und nett eingerichtete Restaurant „Vllaznia“. Zunächst einen großen gemischten Salat als Vorspeise, zwei Pizzen und eine Flasche albanischen Weißwein, zwei ordentliche Espresso, dann gab es noch etwas Obst als Nachtisch. Die Rechnung wies auf den Punkt 2.000 Leke aus, das sind etwa 15 Euro. Dieser Teil des Lebens in Albanien ist für uns Touristen angenehm. 

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