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Llogara-Pass - Orikum

Wie geht es weiter? Fahren wir südlich die „Riviera-Küste“ Richtung Griechenland und mit der Fähre nach Italien, so wie eigentlich geplant? Oder kraxeln wir den Llogara-Pass rauf und planen in der Folge die Heimreise über Kroatien? Gut, das albanische Passdiplom war schon mehrfach bestanden, also Richtung Pass. Die Zufahrtsstraße war ordentlich ausgebaut, aber immer wieder Hindernisse in Form von Geröll, Erdreich und umgestürzten Bäumen, alles gut passierbar.

Dann schraubten wir uns den Pass rauf, bis in die Wolkendecke, ein dichter Nebel mit einer Sichtweite teilweise unter 5 Meter machte das Fahren nicht einfach. Erstens die Fahrbahn erkennen, zweitens immer auf Geröll achten, drittens, wann kommt die nächste Kehre? Da half ein wenig das Garmin und zeigte die extremen 180 Grad Kehren an. Hin und wieder auch Gegenverkehr, die alle mit Warnblinker fuhren. Das Bimobl hatte fast alles an, was leuchtet, auch zwei Scheinwerfer am Alkoven, somit waren wir hoffentlich gut zu erkennen. Das Ganze oft im ersten und im zweiten Gang, maximal mit 20 km/h, das schraubte den Dieselbrauch vorübergehend auf über 28 Liter herauf. Kaum waren wir über den Pass, besserte sich schlagartig das Wetter, denn hier ist auch eine Wetterscheide, wie im Reiseführer nachzulesen war.

Endlich konnten wir wieder die interessante Landschaft betrachten, es wurde immer wärmer, bis zu 26 Grad Außentemperatur. Unterwegs immer wieder „Stellplatzrestaurants“, die mit dem Reisemobilsymbol oder mit Fotos von Reisemobilen warben. Also scheint diese Spezies von Touristen hier nicht so selten aufzutreten. Aber in dieser Zeit haben wir nur drei Reisemobile gesichtet. 

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In Orikum beginnt ein langgezogener Sand- und Kieselstrand mit vielen bereits geschlossenen Tavernen und kleinen Hotels. Das Richtige für eine Mittagspause, wir stellten uns an den Strand hinter einem kleinem verwaisten Restaurant. Dachten wir zumindest, kaum standen wir, kam eine ältere Frau mit einem Kind und einen Zettel, sie wollte 10 Euro gegen Quittung des „Bar-Restorant“ für „Kamping“ kassieren, wir bedeuteten „No Camping“. Ach so, aber man kann es ja mal versuchen, sie verschwand wieder. 10 Euro nur für das Parken, ohne jegliche Leistung? Nee... Aber eigentlich könnten wir in dieser Bucht bleiben, so fuhren wir die Strandstraße ab. Vor einigen noch geöffneten Restaurants wollten uns winkende Männer, mit neckischen Fes auf dem Kopf, auf ihre Parkplätze leiten. Einmal haben wir gefragt, für das Übernachten wurden 1.500 Leke verlangt. Schließlich fanden wir eine Möglichkeit zum Parken direkt am Strand. Puh war das warm, erst einmal in das angenehme klare Meer gehüpft, erfrischend, einfach herrlich. Eine kleine Kuhherde wurde auf die kleinen Wiesen getrieben, das Bimmeln der Glocken weckte heimische (nein, an bayrische Almen erinnere) Gefühle. Freundlich angesprochen wurden wir auch, woher? Germania! Gutes Wetter und eine freundliche Verabschiedung, irgendwas, wie eine gute Zeit.

Am späten Nachmittag wollten wir noch einen ruhigeren WOMO-Tipp in Orikum am Stadtstrand erkunden, aber die Zufahrt dort hin war wegen einer Baustelle gesperrt. Das sahen wir aber erst nach knapp 2 Kilometer hoppeln auf eine Schlaglochpiste, also zurück an den Strand nahe der Straße. Ein herrlicher Blick von der Sitzgruppe auf das Meer bis in die Dämmerung war entspannend, gut zu sehen wie ein Fischer im Tretboot (!) seine Netze auslegte. Die vorbei fahrenden Auto waren gar nicht so störend, mehr die herrenlosen Hunde, die frühmorgens ihre Kommunikation kläffend in allen Tonlagen aufnahmen.

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