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Tale

Sollen wir Durres besichtigen? Warum nicht, es gibt in Golem vor Durres ein Hotel und Camping „Mali i Robit. Gefunden haben wir den Platz schnell, aber ringsherum alles trostlos geschlossen, gegenüber auf der Straße lag viel Müll herum. Der als „Kamping“ ausgewiesene Platz war zwar zugänglich, lag aber unter hohen Kiefern. Das war überhaupt nicht einladend. Wir schauten uns an, nix wie weg!

Nächstes Ziel die Ortschaft Tale. Aber zunächst durch Durres die richtige Straße finden, da konnten wir uns mal wieder nicht auf das Garmin verlassen, ein Blick auf die Karte zeigte, wenden und zunächst auf die Schnellstraße Richtung Tirana. Eine Auffahrt haben wir gefunden, aber in die falsche Richtung. Gut das hier eine Polizeikontrolle statt fand, wir bedeuteten falsche Richtung und der Pilot macht das Zeichen zum drehen. Prompt stoppte die Polizei den Verkehr und wir konnten über die durchgezogene Linie in die Gegenrichtung fahren, vielen Dank!

Gegen Mittag passierten wir mal wieder die berüchtigten Kleinbunker, die der kommunistische paranoide Diktator Enver Hoxhas zu Tausenden im ganzen Land errichten ließ, um sich vor Invasoren zu schützen. Sie haben genützt, das Land wurde nie angegriffen...

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Der an ein Restaurant angegliederte Campingplatz „Spiranca“ war wie im WOMO-Führer beschrieben bereits geschlossen, der ganze Strand wirkte samt den Strandbuden und Restaurants ein wenig trostlos.

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Aber der freundliche Wärter winkte uns auf das ruhige Gelände. Damit er auch auf uns aufpasste, wechselte ein 500 Leke Scheinchen den Besitzer. So standen wir allein herrlich mit Meerblick und ließen den warmen Nachmittag bis zum Sonnenuntergang an uns vorbeiziehen. Der Wärter sprach ein wenig italienisch, eine minimale Kommunikation war damit möglich.

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Nach einer ruhigen Nacht mit einigen Regentropfen wurden vor unserem Reisemobil von einer älteren Frau Schafe gehütet, die sie aber eilig weg scheuchte, als der Pilot hinter dem Steuer saß. 

Wir haben wir uns entschlossen nochmal den Campingplatz „Lake Shkordra Resort“ anzufahren, der ganz zu Beginn unserer Tour einen positiven Eindruck hinterlassen hat. Das ganz angenehme Wetter lud zum relaxen ein. Das Restaurant hat selbst für die drei Camper geöffnet, heute gab es gegrillten Fisch.

Bleiben wir noch einen Tag? Warum nicht! Leider war der nächste Tag bis in den Nachmittag verregnet. Unsere freundlich Bedienung im Restaurant meinte, morgen scheint die Sonne. Sie hatte recht, dennoch haben wir uns entschlossen nach Kroatien zu fahren.

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Kleines Fazit Albanien

Umwelt

Die Albaner sind diesbezüglich (noch ?) nicht gut organisiert. Wilde, manchmal brennende, Müllkippen sind nicht selten zu sehen, in den Dörfern wurden die Flüsse als Müllkippen missbraucht. In den Orten stehen dessen ungeachtet fast überall Müllcontainer bereit, dennoch fliegt der Müll durch die Gegend. Das ist für unser Auge unschön, da hilft die dunkelste Sonnenbrille nichts. Alles anlog der Türkei oder Nordafrika. Schade, schade....

Menschen

In erster Linie zurückhaltend und abwartend, grüßt man, dann wird freundlich erwidert. Es ist alles zu sehen, traditionell schwarz gekleidete ältere Frau und schicke jungen Frauen. Elegant gekleidete Männer in Tirana, aber auch flapsig gekleidete Jugendliche. Zwischendurch immer wieder deutlich auch an der Kleidung erkennbar, verarmte Menschen. 

Bauboom

Überall im Land wir gebaut, schöne Häuser wechseln sich mit noch nicht fertiggestellten ab. Aber auch einige Bauruinen verschandelten die Landschaft. Dennoch, irgendwie hat man das Gefühl, dieses Land einwickelt sich stetig. Allerdings die Mietskasernen in den größeren Städten machten oft einen heruntergekommenen Eindruck. 

Navigation

Das Garmin Navigationsgerät war ohne Zweifel hilfreich, insbesondere beim Auffinden der Stellplatztipps des WOMO-Führers. Aber nicht jeder Routenempfehlung durfte man folgen, die Abkürzungen waren oft Pisten, auf die wir gerne verzichtet haben. Auch war die Kartensoftware nicht immer auf dem neusten Stand, so sausten wir schon mal auf relativ neuen Schnellstraßen im Niemandsland. Also immer mitdenken...  

Straßenverkehr 

Vorsicht ist geboten, Geschwindigkeitsbegrenzungen werden allenfalls als Empfehlung angesehen, durchgezogene Linien animieren erst recht zum Überholen. In den Ortschaften fährt man vom Straßenrand in aller Ruhe los, ohne den rückwärtigen Verkehr zu beachten. Radfahrer und Fußgänger kreuzen seelenruhig die Fahrbahn. Man muss immer mit allem rechnen, daher immer schön aufpassen und gelassen bleiben. Immer wieder asphaltiere brutale Geschwindigkeitsaufhökerungen, die weder angekündigt und fast nie farblich gekennzeichnet sind. Rücksicht auf uns Touristen haben wir fast nie erlebt, im Gegenteil, es wurde durch abdrängen, zum Beispiel im Kreisverkehr, gezeigt wer der clevere Fahrer ist. 

Albanien als Reiseland?

Uns hat Albanien gefallen, tolle Landschaften und für Reisemobile unproblematisch, mal abgesehen von einigen Straßen. Aber es hat nicht „gezündet“, gesehen und kein Reiz das Land öfters zu besuchen. 

Copyright Bernd Loewe

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