Banner_2_Reisemobil-fahren.de

Venedig

Es lief fantastisch, so dass wir nach rund 650 Kilometern am späten Nachmittag Venedig erreichten. Schnell noch tanken... puh ist das teuer. Zunächt ab zum Stellplatz Giuliano, den wir wegen nicht nachvollziehbaren Umleitungen verpassten. Also doch erst mal einen Schluck tanken, dann zum Stellplatz am Hafen Tronchetto. Hoppla, die nehmen es aber vom Lebendigen, die ersten 12 Stunden 21 Euro, für die folgenden jeweils 12 Stunden 16 Euro. Strom war möglich, Frischwasser tanken auch, aber entsorgen ist nicht vorgesehen. Wir fügten uns...

Am nächsten Morgen rumpelte die Müllabfuhr gegen 6:30 Uhr, um die Container des Großparkplatzes zu entleeren, die freundlicherweise direkt neben dem Stellplatz standen. Ein Wecker war daher auch heute nicht erforderlich. Die öffentlichen Linienschiffe des Actv verkehren regelmäßig zum Plazza St. Markus, ein Tagesticket für 12 Stunden kostete 18 Euro. So konnten wir alle Schiffe des Actv nutzen und gegen Mittag zurück zum Reisemobil schippern, um die Füße hochzulegen. Am späten Nachmittag wieder in die Stadt, durch den Kanal de Grande, sehr schön anzusehen, der rege Schiffsverkehr, die ehrwürdigen, manchmal auch maroden, Paläste.

Insgesamt haben wir Venedig nur eine Stippvisite gegönnt, mit Tausenden von Touristen schlenderten wir durch die Altstadt. Natürlich bis zur Rialtobrücke und ein Souvenir gekauft, das zu den „Loewen“ passte, eine Nachbildung des geflügelten Löwen auf der Säule des Markusplatzes, Made in China... zu spät gesehen. 

Überall waren die Hochwasserstege für den Fall eines Falles gelagert, kein so schöner Anblick. Das Hochwasser ist allerdings ein großes Problem für Venedig. In der Zukunft sollen Fluttore, genannt „Mose“, die Stadt vor Hochwasser schützen. Der Nutzen ist sehr umstritten, zumal maximal 60 Zentimeter Hochwasser gestaut werden können. Außerdem wird befürchtet, dass der Austausch mit Meerwasser in der Lagune nicht mehr funktionieren könnte. Dafür werden 5 Milliarden Euro veranschlagt... man kennt das ja, am Ende steht das Doppelte auf der Rechnung. 

P1030230
P1030178 P1030182
P1030186 P1030196
P1030202
P1030194
P1030212
P1030203
P1030223
P1030214
P1030247
P1030245
P1030257
P1030248 P1030263

Am frühen Abend kehrten wir in einer Nebengasse in ein gut frequentiertes Lokal ein, die Pizzen waren preislich, wie von der Qualität ordentlich, der ½ Liter Hauswein „Vino Rosso“ kostete 5,95 Euro, da konnte man in Venedig nicht meckern. Ganz im Gegensatz zu den Kaffeepreisen am Vormittag in den Cafes auf dem Markusplatz, 8,50 Euro. Nein Danke, aber drei leckere Kugeln Eis auf die Hand waren für 3 Euro zu haben.  

So, am Abend die Parkgebühren durchgerechnet, also gegen 6 Uhr den Platz nach der zweiten Nacht verlassen, um weitere 16 Euro zu vermeiden. Daher „nur“ 53 Euro für zwei Nächte bezahlt, der teuerste Stellplatz in unserer langjährigen Reisetätigkeit. Ach ja, tanken müssen wir auch noch, das Navigationsgerät zeigte mehrere Tankstellen an, aber zu dieser frühen Zeit nur Automaten. Bingo, Euroscheine kein Problem, wenn wir 10er, 20er, oder 50er Scheine im Portmonee hätten... Aber an der dritten Tankstelle wurde gerade das Bistro geöffnet, freundlicherweise wurde ein Hunderter gewechselt. Endlich tanken, für diese Region sehr günstige 1,599 Euro der Liter.

Müssen wir Autobahn fahren? Nein, ab auf die Landstraße, nach dem gefühlten dreiunddreißigsten Kreisverkehr haben wir aufgegeben. Nach einer Frühstückspause und Einkauf in einem Supermarkt, ab auf die Autobahn. Siehe da, die dritte aufgesuchte Raststätte bot eine „verwunschene“ Entsorgungsanlage an, die Toilette und das Abwasser waren schnell entleert.

Nach oben

Zurück

Weiter

 

 

Zurück zur Übersicht Reiseberichte Deutschland - Europa - Welt