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Santorini - wenig Text, viele Bilder

Zurück zum Campingplatz Koula und Tickets für die Fähre nach Santorini (pro Person 22 Euro) gekauft und am nächsten Vormittag mit gepackten Taschen zur Fähre der Bluestar Ferries „Delos“ gelaufen, die über Naxos nach Santorini fuhr. Ein dichter Menschenstrom ergoss sich in den kleinen neuen Hafen, ob unser Plan aufgeht mal eben ein Zimmer zu bekommen? Im Reiseführer hatten wir eine Empfehlung gelesen, die kleine „Villa Koronios“, etwas außerhalb des Ortes, abseits von den hochpreisigen Hotels an der Caldera (Kraterrand). Viele Reisende wurden abgeholt, eifrig wedelten die Fahrer mit den Schildern des Ziels.

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Da, ein Mann mit dem Schild „Villa Koronios“, er holte ein junges Paar ab, die vorher gebucht hatten. Flugs wurde im Hotel angerufen, ja ein Zimmer für eine Nacht wäre frei. Na gut, erst mal ein Bett.

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Ein super freundlicher Empfang an der Rezeption, ein nettes Haus. Das Zimmer für 50 Euro mit Frühstück im Erdgeschoss mit direktem Zugang zum Swimmingpool gefiel uns.

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Schnell ein wenig frisch gemacht und los. Knappe 10 Minuten gelaufen, vorbei an vielen Autobussen, vorbei am Busbahnhof, standen wir bald mitten im Ort. Am späten nachmittag lässt der Touristenstrom nach, es geht alles ein wenig beschaulicher zu. 

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Beeindruckend und gewaltig, die Kraterwände steigen bis zu 300 Meter aus dem Meer hinauf, unten schaukelten Kreuzfahrschiffe. Wir flanierten auf dem Touristenpfad mit weitem Blick auf die Caldera (Kratersee), staunten immer wieder über diesen fantastischen Ausblick des weißen Häusermeeres an der Abbruchkante des Kraters.

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Dieses einzigartige Phänomen im Mittelmeer entstand vor rund 3.500 Jahren, als eine gewaltiger Vulkanausbruch den Kegel aufgerissen hat. Im Jahr 1956 erneut ein schweres Erdbeben, ein Neuaufbau begann.

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Die Einmaligkeit der Landschaft hat Santorini zu den meistbesuchten Inseln des Mittelmeeres gemacht, das internationale Publikum läuft einem ständig über die Füße, Amerikaner, Chinesen, Japaner, Franzosen, Italiener und so weiter. Dem entspricht das Angebot, unendliche viele Lädchen mit Souvenirs der Kykladen, aber auch edler Schmuck, feinste Klamotten und Restaurants in allen Preisklassen. 

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Wir schlendern bis zum nächsten Ort, Firostefani und genießen immer wieder die tolle Aussicht. Die Taverne „Stani“ im Gassengewirr, mit einer hoch gelegenen Terrasse und weitem Meeresblick, mit noch zivilen Preisen, ließ uns den Sonnenuntergang genießen.

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Beim angenehmen un dreichhaltigen Frühstück draußen auf der Terrasse am Swimmingpool eine gute Nachricht, wenn wir umziehen, können wir eine weitere Nacht bleiben. Dankend nahmen wir das Angebot an. Flugs wurde ein Leihwagen geordert, der kleine Toyota kostet 35 Euro für 24 Stunden und stand rund 20 Minuten nach dem Anruf zur Abfahrt bereit. Prima Service. 

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Erstes Ziel war Oia, oh je, mindestens 20 Reisebusse standen dort, die Passagiere der Kreuzfahrschiffe füllten die nett anzusehenden Gassen und die Flaniermeile am Kraterrand. Einmal geschaut und nix wie weg.

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Dann fuhren wir östlichen Seite der nicht allzu großen Insel, bis zum „Cap Akroini“, fanden ruhige Strände mit dem hier typischen schwarzen Sand.

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Besichtigt haben wir auch die ehemalige Inselhauptstadt Pyrgos, hier war vom Massentourismus wenig zu spüren. Den Strand „Read Beach“ fanden wir nicht so aufregend. Immerhin 94 Kilometer sind wir gefahren, als wir das Hotel wieder erreichten, dass wegen dem Einbahnstraßengewirr erst im dritten Anlauf erreicht wurde. Erst mal ausspannen, am Abend wieder durch die Gassen geschlendert und die Tickets für die Rückfahrt nach Paros gekauft. In einer laut Beschilderung Familientaverne im ersten Stock eingekehrt, das Essen war aber ganz ordentlich und preiswert.

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Sogar “unser Wappen” war an einer Hauswand zu finden, natürlich mit Heiligenschein und Flügel...

Da die Fähre am nächsten Tag erst um 15:30 Uhr fuhr, haben wir noch das prähistorische Museum Thira besichtigt. Alle der rund 500 präsentierten Exponate stammen von Santorini, von beeindruckender Keramik und Bronzewerkzeugen, bis zu Fragmenten von herrlichen Wandmalereien. Die erst 1999 gefundene, nur 11 cm lange kleine goldene Ziege, wurde besonders herausgestellt. Ein Schmuckstück...

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Sogar ein Tonofen zum Mitnehmen war ausgestellt und viele weitere Exponate.

Gegen 14 Uhr fuhr uns der Hotelbesitzer zum Hafen, prima, da brauchten wir uns nicht mit dem Gepäck zum Busbahnhof schleppen. Als die Fähre pünktlich einlief, staunten wir wieder über die Tausende von Menschen, die zu dieser Jahreszeit in den Hafen strömten. Die „Delos“ ist für 2.500 Passagiere zugelassen, es entstand der Eindruck, das Schiff war voll. Am frühen Abend erreichten wir Paros, fanden unser Reisemobil auf dem Campingplatz wohlbehalten vor.

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