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Spätsommer 2017 Südalbanien - Nordgriechenland, Strand und Meer

Es war mal wieder soweit, am 22. August starteten wir unseren übliche Route Richtung Italien, leider mit einem heftigen Stau, der uns rund zwei Stunden kostete, so das unserer geplantes Ziel Müllheim (kurz vor der Schweizer Grenze) ausfiel. Daher auf dem gut belegten Stellplatz in Emmendingen, wie schon oft, eine Übernachtung eingelegt. Ein Bummel durch die Stadt, schade, die uns bekannte gute Pizzeria hatte Betriebsferien. Eine Alternative war schnell gefunden, Flammkuchen taten es auch. Dann am nächsten Tag über 750 Kilometer durch gerauscht, über die Schweiz (Gotthard Tunnel) staufrei (!), bis Fano. Der uns bekannte Stellplatz nahe der Innenstadt war überfüllt, dennoch noch eine Lücke gefunden. Selbst Dauercamper scheuen den Parkplatz nicht, von mehreren italienischen Wohnwagen, bis zum deutschen Wohnmobil mit Campingleben, kostenlos halt. Wie auch immer, einige Stückchen Pizza in der Stadt gegessen, dazu ein 1/4 Rotwein, schönes Wetter, was will man mehr. Eine halbwegs ruhige Nacht schloss sich an. Eine Ver- und Entsogung konnte am nächsten Morgen nach einer Wartezeit auch noch erledigt werden, bevor wir nach Ancona starteten. 

Gegen 12 Uhr waren wir am Terminal, unser Schiff der Minon Lines hatte Verspätung, statt 14 Uhr, war 17 Uhr angekündigt. Na toll, bei 30 Grad wartet man doch gerne im Hafen. Als kleinen Ausgleich gab es einen Gutschein für einen Snack, der stellte sich als eine Dose Tunfischsalat mit Gemüse und eine kleine Flasche Wasser heraus, naja.

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Aber dann, mit fast "pünktlicher Verspätung" legte die "Cruise Europa" an, es folgte eine stressfreie Einschiffung in die nicht ausgelastete Fähre. Schließlich die Kabine bezogen und gemütlich im Selfservice gegessen, gut keine 5 Sterne Küche, aber mit dem 30% Nachlass dieser Camperpassage zu völlig akzeptablen Preisen. Anschließend an Deck noch die letzten Sonnenstrahlen genossen.

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Abstecher nach Albanien

Durch die Verspätung legte die Fähre zu christlichen Zeiten in Igomenitsa an, sogar ein kleines Frühstück war vor dem Ausschiffen noch möglich. Bald schlichen wir durch den verstopften Ort Richtung albanischer Grenze, die nur etwa 70 Kilometer entfernt ist. Nach kurzer Wartezeit am Zoll fuhren wir auf zum Teil holprigen Straßen nach Ksamil, "die" Touristenstadt für Albaner. Der Ort ist nicht sonderlich attraktiv, viele Neubauten, dazwischen immer wieder Bauruinen. Einmal durch den Ort gequält, Camping (?) Paradiese erwies sich als Parkplatz an einem kleinen Strand, mit vielen Sonnenschirmen und Liegen samt Strandbar und Restaurant. Das sprach uns nicht an. Schließlich landeten wir auf dem Campingplatz Sunset am Ortsrand, der kürzlich die Preise von 10 auf 15 Euro mit Strom erhöht hat, den Strom konnte man nicht abwählen.

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Aber immerhin standen wir mit schöner Aussicht, erhöht auf einer etwas holprigen Fläche, mit Blick auf das Meer und die kleine Bucht. Das bescheidene, noch unfertige neue Sanitärgebäude, wurde nicht sonderlich gepflegt. Immerhin war eine halbwegs zweckmäßige Ver- und Entsorgungsmöglichkeit vorhanden, WLAN funktionierte rund um das Restaurant ganz gut. Das zum Campingplatz gehörige Restaurant war nicht die reine Freude, einmal haben wir gegrillte Dorade gegessen, die recht teuer war, aber soweit in Ordnung. Einmal gegrilltes Fleisch, sehr mäßig zubereitet. Eine Reklamation brachte, außer ein Sorry, nichts, ein Trinkgeld gab es dann auch nicht.

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Über die an sich schöne Promenade, mit vielen Laternen, die zum Teil eingestürzt waren, gelangte man zum Hauptstrand, voller Strand, viele Sonnenschirme und Liegen zum mieten, Bars und Restaurants. Sogar ein Autoskooter lockte. Aber auch überall kleine Stände, von Obst, gegrillte Maiskolben, bis hin zu billigen Souvenirs wurde alles mögliche von fliegenden Händlern angeboten. Irgendwie eine eigenartige Atmosphäre, nach drei Tagen zog es uns weiter, 45 Euro ohne Rechnung bezahlt... An einem Abend wurden wir mit traditioneller albanischer Musik beglückt, die Veranstaltung war nicht sonderlich gut besucht, aber schnell wurde ein Kreis gebildet und die albanischen Gäste tanzten zu den Klängen und Gesängen.

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Die nahe Ausgrabungsstätte des antiken Butrint haben wir entgegen unserem Vorhaben nicht besichtigt, obwohl der Ort schon vor mindestens 20.000 Jahren besiedelt war. In den letzten Jahrzehnten haben wir in vielen Ländern etliche Ausgrabungsstätten besichtigt, jetzt müssen wir nicht mehr jeden alten Stein umdrehen. So haben wir Banausen eine der bedeutendsten archäologische Stätte (laut Reiseführer) im Mittelmeerraum nicht gesehen.  

So fuhren wir auf ordentlicher Straße nach Himara-Livadh an den Strand, hier schloss sich der Kreis unserer Tour von 2013. Der seitdem neu angelegte Campingplatz Kranea, direkt am Strand, bot uns einen angenehmen Platz im der ersten Reihe. Hier konnte man den Strom (3 Euro) abwählen, 15 Euro wurden für einen schönen, zum Teil schattigen Stellplatz verlangt.

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Die Sanitäranlagen waren um Welten besser und gepflegter, als auf dem Sunset Campingplatz. Denise, der sehr freundliche und hilfsbereite Chef sprach sehr gut deutsch. In seiner Taverne/Restaurant konnte man ausgezeichnet zu moderaten Preisen essen. So konnten wir auch schmackhafte Spezialitäten genießen, wie mit Hackfleisch, gut gewürzte gefüllte Auberginen, oder Blätterteig, gefüllt mit Tomaten.

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Auch hier blieben wir nur drei Tage, dann zog es uns zurück nach Griechenland. Unterwegs sahen wir immer wieder mal Esel, die traditionell von ihren Besitzern mit Lasten aller Art geritten wurden.

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