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Garagano - Peschici   

Wir erreichten die Ausläufer des Gargano. Der Sosta Camper San Elia am Lido di Torre Mileto war noch geschlossen, im Ort war nichts los. Nix wie weg... Über den Damm des Lago die Yarano fuhren wir über Rodi Garganico nach Peschici. So langsam wurden die Straßen immer kurviger, an einigen Stellen wurde es bei Gegenverkehr recht eng. Einmal unaufmerksam, schon kratzte ein Stein am Straßenrand Striemen in den unteren gebogenen Bereich der Schürze. Fällt aber fast nicht auf, Glück gehabt.

In Peschici gibt es einige Area Camper, zunächst haben wir uns den am Meer angesehen, aber der alte niedrige Baumbestand, sowie enge Wege, boten nicht genügend Raum zum rangieren für unser Mobil. Der nur mit 15 Stellplätzen ausgewiesene Stellplatz „Area Camper Dattoli“ nahm uns für 13 Euro (Gebühr ohne Strom) auf. Der freundliche Senior des Platzes schenkte uns sechs frisch gepflückte Zitronen. 

Grafik Wikipedia Gargano

Gargano

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Die mittelalterlichen Städtchen auf der Halbinsel Gargano üben ihren besonderen Reiz aus.

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Schneller Wetterwechsel? Nein, dieses Bild entstand einige Tage später “von der anderen Seite”.

In den alten Stadtkern von Peschini, das auf einem wuchtigen Felskopf sitzt, hat man im Bereich der alten Festung einen wunderbaren Blick auf die Bucht und auf das Meer. Aber das Wetter spielte nicht so recht mit, die Sonne ließ sich kaum blicken.

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Am Abend gehört der alte Kern nur den Fußgängern, Einheimische und die noch wenigen Touristen tummelten sich in den Gassen. Bei einem Glas Weißwein und einer reichlichen Portion Bruschetta schauten wir außerhalb der Altstadt dem dortigen bunten Treiben zu.

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Vieste

Klasse, ein Stellplatz direkt am Strand, mit direktem Blick auf das Meer. Der „Sosta Camper Arizona“ ist an dem gleichnamigen Campingplatz angegliedert, die Gebühren betragen 16,20 Euro mit Strom, Dusche und Kurtaxe. Ein „Stellcampingplatz“ mit allen Sanitäreinrichtungen, alles gepflegt, sogar sehr warme Duschen. 

Stellplatz Vieste Meerblick

Die etwa 3 Kilometer vom Stellplatz entfernte Altstadt von Vieste thront hoch über dem Meer auf einem gewaltigen Felsen. Die Küste mit fast weißem Felsen fällt steil zum Meer ab. Es schließt sich ein langgezogener Sandstrand von etwa drei Kilometern Länge an. Hier ragt am Strand die markante Felsnadel „Pizzomunno“ aus weißem Kalkstein, ein besonderes Wahrzeichen von Vieste.

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Eine Pizzeria mit moderaten Preisen hoch oben in der Altstadt mit Blick über das Meer ließ uns an einem Tag den Übergang in die Dunkelheit gemütlich erleben.

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Selbst die Fahrräder standen noch an Ort uns Stelle, als wir die Rückfahrt antraten.

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Die nächsten Tage vergingen mit relaxen bei fast optimalem Wetter um 25 Grad, nur morgens zogen einige Wolken durch.  

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Eins der Wahrzeichen der Halbinsel Gargano ist das am „Torre San Felice“ gelegende eindrucksvolle Felsentor im Meer, etwa 6 Kilometer von Vieste an der kurvenreichen Küstenstraße gelegen. Da muss man selbst mit einem E-Bike ordentlich strampeln. Sicherlich eins der meist fotografierten Naturattraktionen auf dem Gargano.

Torre San Felice kl

Der vierte und wärmste Tag in Vieste, sogar einige Runden schwimmen im Meer war möglich. Aber zunächst musste man etliche Meter laufen, von dem flach abfallenden Strand ins Wasser, bis das Wasser Brusthöhe erreichte. Ein angenehm warmer Abend, mit Pizza nach „Napoli Art“, wieder mit Blick auf das Meer, diesmal auf der anderen Seite der Altstadt. Im Hintergrund Musik der 50er Jahre, irgendwie völlig relaxend. 

Strand von Vieste kl

Das ist doch ein herrlicher Anblick, aber nur in der Vorsaison so schön leer!

San Giovanni Rotoundo

Was ist das? Es regnete fast die ganze Nacht, am nächsten Morgen alles grau in grau. Was machen wir? Fahren wir weiter südlich? Klar, warum nicht! Bald kurvten auf der SP53 und SS89 Richtung Manfredonia, ein mögliches Ziel war Alberobello. Der trübe regnerische Tag, die Besichtigung eines verwunschenen Stellplatzes mit zu niedrigen Bäumen, wo der Betreiber uns rückwärts wieder raus wies, um eine andere Zufahrt zu offerieren, lies die Laune sinken. Nein, das gefiel uns nicht. Die eintönige Landschaft, ein weiterer geschlossener Stellplatz, ließ den Entschluss reifen, wir fahren wieder zurück auf die Halbinsel Gargano.

In San Giovanni Rotoundo (Padre Pio hat hier der Legende nach Wunder vollbracht) fuhren wir auf einen verwaisten Sosta Camper an einem Restaurant, das noch geschlossen hatte. Aber das Tor ließ sich öffnen, es regnete noch immer. Später kam ein kleiner Fiat, eine junge Frau mit zwei Kindern sprach uns an, es wäre „chiuso“! Treuherzig schaute ich sie an „problema una notte“? Sie zog ihr Handy, fragte offensichtlich nach. Dann lachte sie freundlich, „si una notte!“ „Grazie!“ Wir sollten uns aber umstellen, außerhalb der Sichtweite der Straße. Von bezahlen war nicht die Rede. Eine weitere verregnete, aber ruhige Nacht, bis die Hähne der Umgebung den Morgen begrüßten. In Manfredonia lockte ein großes Einkaufzentrum, Käse, Obst, Gemüse, Mineralwasser und Wein ergänzten den Vorrat. Bald kurvten wir wieder Richtung Vieste, das Wetter besserte sich. Der Sprinter mit seinen 163 PS wuchtete die gut 5 Tonnen überraschend lässig über die Berge und durch die Serpentinen. 

Wieder in Peschici

Hinter Vieste wählten wir die Nebenstrecke über Villini Disanti und Villaggio San Michele, sie erwies sich als wunderschön, aber die Sosta Camper waren allesamt noch nicht geöffnet. Einen Campingplatz sind wir kurz angefahren, nix wie weg. Schade... In Peschici wurde es im Ort an einer Stelle sehr eng, ein Transporter, der gerade entladen wurde, stand im Weg, rechts eine Markise. Flugs wurde die Flügeltüre geschlossen, ein junger Mann flitzte um den Wagen, klappte den den Spiegel ein, passt. Der Stellplatz „Area Camper Dattoli“ nahm uns wieder für eine Nacht auf. Die Sonne schien, Stühle ausgeklappt, relaxen war angesagt, aber bald zogen wieder Wolken auf, es regnete erneut leicht. Der freundliche Senior spendete auch diesmal drei Limonen, mit den sechs des ersten Besuchs können wir fast „mit Zitronen handeln“. 

Sosta Camper Azzurro

Nur rund 6 Kilometer vom Peschici entfernt, der große Stellplatz „Sosta Camper Azzurro“, direkt am Strand, in einer von Felsen eingerahmten Bucht.

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Mit Ver- und Entsorgung, nur ein italienisches Reisemobil stand dort. Die nette Frau des Betreibers ließ sich von 15 Euro „completo“ auf 12 Euro ohne Strom herunterhandeln. Das Strandrestaurant war noch nicht geöffnet, das „Ristoronte Stazione“ am Endbahnhof von Peschici, in rund 1,5 Kilometer Entfernung, wäre aber geöffnet, so die Auskunft.

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Heute noch immer viele Wolken, aber immer wieder ließ sich die Sonne blicken, der rund 500 m lange Strand war schnell erkundet.

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Das Mobil steht direkt am Strand, ein herrlicher Blick von der Sitzgruppe auf das Meer, wieder das kontinuierliche Wellenrauschen, Balsam für die Seele. Das empfohlene Restaurant erwies sich als angenehm, wir, als die einzigen Touristen ließen uns verwöhnen, allein die Antipasta Italia, eine Wucht. 

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Was soll man schreiben, die Vorsaison auf dem Gargano ist einfach herrlich, wenn auch einige Stellplätze noch geschlossen waren. Das Wetter allerdings war durchwachsen, so etwa gut die Hälfte der 10 Tage Sonnenschein, die andere Hälfte Wolken und auch Regen. 

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Und das Wolkenbild am Abend, im Strandbereich des Campingplatzes, am anderen Ende der Bucht. 

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