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Italien Mai und Juni 2015         

Auf in den Frühsommer Italiens, am 9. Mai 2015 starteten wir unser Mobil. Eine Tour ohne konkreten Plan, auf den Gardano und eventuell in die Toscana? Nix wie weg... Bereits nach 55 Kilometern, vor dem Kreuz Leverkusen, ein Stau von rund 10 Kilometern Länge. Wegen der Sanierung der Rheinbrücke und einer einspurigen Verkehrsführung für maximal 3,5 Tonnen, mussten die Lkws auf die A3 ausweichen, wir auch. Fast drei Stunden hat uns der Stau gekostet, das Tagesziel Emmendingen war nicht mehr erreichbar

Waldlaubersheim

Später wurde erneut ein längerer Stau gemeldet, das Navigationsgerät Garmin bot eine „grüne“ Ausweichroute. So landeten wir in Waldlaubersheim, ein kleiner beschaulicher Ort. Der hier gezeigte Stellplatz soll in Kürze einen anderen Standort bekommen. Es blieb keine große Wahl an Restaurants, aber die Pizzeria „Zur Post“ war gemütlich, gutes Essen zu moderaten Preisen.

Waldlaubersheim 2

Müllheim

Am nächsten Nachmittag bei „Kaiserwetter“ wollten wir eigentlich auf einem Weingut mit Weinstube und Restaurant übernachten, ach ja, es war Muttertag, alles mit Pkws zugeparkt. Woanders noch ein Versuch, das gleiche Dilemma. Nach einer ungewollten Rundfahrt fuhren wir den kleinen Stellplatz „ohne alles“ am Freibad von Müllheim an. Die nette Innenstadt ist nur ca. 10 Fußminuten entfernt. Flammkuchen und ein Glas Weinschorle im Freien trugen zur Entspannung bei.

Müllheim kl

Torre Maina

An der Schweizer Grenze haben wir am nächsten Vormittag unsere 10-Tages Schwerlastabgabe für 32,36 Euro entrichtet, die ein Jahr gültig ist. In Italien vielen 24,90 Euro an Mautgebühren an, dann runter von der Bahn. Später erreichten wir bei 29 Grad den netten Stellplatz in dem kleinen Ort Torre Maina. Eine Schranke? Code eingeben? Ein Schild mit einer Telefonnummer? Aber da kam schon eine nette Mobilstin aus Wuppertal mit einem Zettel, sie gab uns den Code. Bezahlen sollte man die 5 Euro Stellplatzgebühr in einem Restaurant im Ort, nur am heutigen Montag war das Restaurant geschlossen. Also musste uns die Reisemobilküche versorgen, denn auch das Restaurant direkt am Platz war geschlossen. Zum Kassieren kam auch niemand, so ein Pech auch... 

I Torre Maina

Fano

Die rund 230 Kilometer bis Fano auf Landstraßen kosteten zwar keine Maut, aber viel Zeit, fast 5 Stunden, aber auch viel gesehen. Das Garmin lotste uns zuverlässig auf mautfreie Autobahnen rund um Bologna. Später ein Teilstück einer neuen Schnellstraße, die noch nicht in der Software verzeichnet war, prompt erwischen wir die falsche Richtung, also zurück. Die SS9 begleitete uns längere Zeit, SS bedeutet nicht „schnell schnell“ (heißt ja auch veloce veloce), sondern etliche Kreisverkehre und Ortsdurchfahrten mussten absolviert werden. Endlich die Adria in Sicht, erst wenige Badegäste waren an den Stränden zu sehen. Den kostenlosen Stellplatz in Fano mit Ver- und Entsorgung kannten wir von 2010, es hatte sich nichts verändert. Über zehn Mobile, viele aus Deutschland, standen hier bereits am Nachmittag, am Abend an die 20 Mobile. Die nette Altstadt lud zum bummeln ein, ein wenig italienisches Flair genießen. Ein Stück Pizza auf die Hand, leckeres Eis und 25 Grad Wärme machten happy.

I Fano 2

Porto Potenza

Es war auch heute um die 25 Grad warm, aber diesig. Zunächst schauten wir uns den Stellplatz in Senigallia an, aus unserer Sicht eine Zumutung, direkt neben der Durchgangsstraße gelegen, nix wie weg. Die Küstenstraße ließ sich ganz ordentlich fahren, Ancona wurde per Umgehungsstraße umfahren. In Porto Potenza fanden wir den Stellplatz nicht auf Anhieb, die Koordinaten waren ungenau. Eine freundliche Polizistin erklärte uns den Weg, aber zu wortreich, wir bedanken uns... Aber nach einer Runde erreichten wir dennoch den gebührenfreien Stellplatz am Ortsrand mit Toilette und Ver- und Entsorgung. Kaum standen wir, kam ein freundlicher Mann auf einem Motorroller angefahren, klärte uns auf Englisch über alles Mögliche auf. Er gab uns eine Art Visitenkarte, die wir sichtbar auslegen sollten. Die Kärtchen schienen kostbar zu sein, er bat bei der Abfahrt diese in den kleinen roten Briefkasten zu werfen. Klar Chef, machen wir!

I Poto Potenza 2

Der Ort war noch ein wenig verschlafen, am quasi durchgehend bewirtschafteten Strand wurden die Vorbereitungen für die Saison getroffen. Eine qualmende Raupe planierte den Strand, der teilweise neu aufgeschüttet wurde. Schon wieder leckeres Eis... Am Nachmittag ein Strandspaziergang, die Füße in das fast angenehme Wasser gehalten, dann war relaxen angesagt.

P1100628 kl

Fossacesia

Heute wieder einige Stunden das Mobil rollen lassen, zwischendurch getankt, erfreuliche 12,3 Liter mit der fahrenden Schrankwand auf 100 km verbraucht, gelassen fahren zahlt sich aus. Eine Sperrung einer Schnellstraße zwang uns auf die Autobahn, für rund 40 Kilometer waren nur 3,90 Euro fällig. Der direkte Abzweig zu dem Stellplatz der Kommune Fossacesia war eine Unterführung mit 2,5 m, lieber nicht, also eine Schleife gefahren und schon waren wir auf dem fast leeren Stellplatz mit Ver- und Entsorgung. Prima, rückwärts eingeparkt, direkter Blick auf das Meer, wunderbar. Zum ersten Mal wurden die Stühle ausgepackt, die Sonne schien immer wieder. Später kam eine Frau der Kommune, zückte ihre Schreibunterlage, ein Ausweis wurde verlangt und alles registriert. 10 Euro als Gebühr wurden fällig.

P1100634 kl

Nach langer Zeit mal wieder eine Übernachtung mit dem stetigen Rauschen der Brandung, besser kann man nicht schlafen. Die unweit vorbeiführende Bahnlinie war deswegen kaum zu hören. Am nächsten Tag kam die Sonne nur selten durch, aber es war angenehm warm. Noch eine Premiere, die Fahrräder kamen zum Einsatz. Die rechts und linkes etwa 2 km entfernten Orte waren noch quasi im Winterschlaf, es regte sich aber schon die eine oder andere Hand, um die Saison vorzubereiten. In einem Mini-Market trafen wir auf eine Frau, die verständliches Schweizerdeutsch sprach, so wurden wir mit einem Restauranttipp versorgt. Am Nachmittag verkroch sich die Sonne vollständig hinter den Wolken, es kam Wind auf, da war es im Mobil doch angenehmer. Etliche Mobile, bunt gemischt aus GB, F, D, A, NL, A und I waren inzwischen auf dem Stellplatz.

Ach ja, der Restauranttipp erwies sich als gut, ein drei Gänge Menü erfreute den Gaumen. Super freundliche Bedienung, Dank einer App von Google “Übersetzung” kam ein lustiges schriftliches Gespräch zustande. Prima, schließlich hatte der Autor Geburtstag...

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