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Golf von Porto

Eine schöne Strecke, von Galeria nach Porto. Landschaftlich einer der schönsten der Insel, so schreibt der Velbinger Reiseführer. Die Straße windet sich um jeden Felsvorsprung, ringsherum viel Macchia. Hier heißt es mal wieder gelassen bleiben und in aller Ruhe am Lenkrad kurbeln. Die eiligeren Pkw-Fahrer freuten sich, wenn sie vorbeigelassen wurden. Immer wieder sehr schöne Panoramaaussichten auf die abwechslungsreiche Küste.

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Schließlich erreichten wir den „Col de Palmarella“ auf 407 Metern, auch hier war der Parkplatz für uns Reisemobilisten mit 2-Meter Barrieren gesperrt. Weiter die total kurvige Strecke, an Steilhängen entlang.

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Kurz vor Porto bogen wir zum Plage de Bussaglia ab, eine sehr schöne große Kiesbucht. Ein weitläufiger Parkplatz erwartet uns, einige Reisemobile standen dort bereits, trotz des (nicht amtlichen) Hinweises in Form eines durchgestrichenen Reisemobilpiktogramms.

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Zwei kleine Restaurants laden zum Verweilen ein, in unserem Falle nur eins, da die Konkurrenz schon geschlossen hatte. Leider sprach uns die kleine Speisenkarte nicht an. Zunächst ein wenig relaxen, ein junger magerer Stier besuchte uns und beschnupperte die Gummilatschen der besseren Hälfte. Hätte er die hässlichen Dinger doch mal angeknabbert … Diese zierliche Rasse war auch unterwegs oft zu beobachten, sie suchten sich oft an den Straßenrändern ihr spärliches Futter. 

Nach einer ausgiebigen Mittagspause „rollerten“ wir in die von Touristen am meisten bestaunte Felsenlandschaft Korsikas, die Calanche. In der Sonne am späten Nachmittag wurde ein Bus nach dem anderen mit Touristen ausgekippt, um die aus dem Meer steigenden bizarren rötlichen Felsformationen mit Löchern und Rissen zu bewundern.

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Mit ein wenig Fantasie entdeckt mal viele Figuren in dem rötlichen Felsgewirr. Eine Exkursion in die Felsen ist wegen Unlust des Autors und eines kranken Fußes der Begleiterin ausgefallen. In Piana drehten wir den Motorroller und betrachteten die Felsen von der anderen Seite. Sicherlich attraktiv anzusehen, aber wir haben auf unseren Reisen noch imposantere Bergkulissen gesehen. Die Straße ist teilweise sehr schmal in engen einspurig Kurven um die Felsen gebaut. Bei Gegenverkehr heißt es aufpassen, aber wenn die Reisebusse durchkommen, werden wir unseren „Big Grasshopper“ dort in den nächsten Tagen auch durchzwängen.

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Schließlich fuhren wir nach Porto zurück, um den Hafen „Porto al Marine“ zu besichtigen. Schon zu Beginn der Zufahrtsstraße steht ein recht neu wirkendes amtliches WoMo-Verbotsschild, weitere folgten „Rappel“ (kontinuierlich). Na ja, der Ort hat uns nicht umgeworfen, sehr touristisch, viele Restaurants und Bars. Bootsverleih, Tauchbasen und der Kiesstrand zum Baden bieten Abwechselung. Nach einem Rundgang oben an der Durchgangsstraße (zwei Supermärkte nebeneinander) noch einkauft, dann zurück nach Bussaglia und Pläne für den nächsten Tag geschmiedet.   

Speluncaschlucht 

Die Nacht war absolut ruhig, bis ein französischer Reisemobilst in der Nähe seinen Motorroller anwarf. Aber da war es eh Zeit zum Aufstehen. Kurze Zeit später tauchte ein blaues Fahrzeug der Gendarmerie auf, sie schauten nur kurz auf die drei Reisemobile und zuckten noch nicht einmal.

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Nach einem gemütlichen Frühstück den Roller gestartet und wieder nach Porto runter gefahren. Die D 124 von Porto nach Ota ist eine überwiegend schmale Strecke, da haben die „Vier-Reifen-Fahrzeuge“ viel zu kurbeln. Auch hier die „Seuchenbekämpfung“ Reisemobile, zu Beginn der Straße stehen neue Verbotsschilder für Fahrzeuge über 5,5 Tonnen. Das würde ja noch für unserer 5,3 t „Big Grasshopper“ passen, aber gänzlich verboten sind Reisemobile aller Art. Die Ortsdurchfahrt in Ota ist sehr schmal, irgendwie ist das restriktive Verbot zwar schmerzhaft für die Reisemobilzunft, aber nachvollziehbar.

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Hinter dem Ort liegt eine der elegantesten Genuesenbrücken auf Korsika, genannt Ponte a Zaglia, mit einem schlanken, spitzen Bogen. 

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Wenig später der Einstieg in die Speluncaschlucht, hier beginnt der ehemalige Maultierpfad. Der gut ausgetretene Pfad ist oft steinig und schmal, manchmal auch ein wenig steil. Nach etwa 3 Stunden hätten wir laut Reiseführer Evisa erreicht, aber wir kehrten nach einer knappen Stunde um. Viele Wanderer begegneten uns, stets klang ein freundliches „Bonjour“ als Gruß. Eine beeindruckende Landschaft, mächtige Felsengebirge, eine lohnende Wanderung.

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Die Straße nach Evisa erreichten wir mit dem Motorroller über ein Serpentinensträßchen. Mehrere hundert Meter hoch führt die D 84 vorbei an der beeindruckenden Speluncaschlucht, in die sich ein Fluss gefressen hat. Eine große Ziegenherde kreuzte den Weg, völlig unbeeindruckt von den Autos. Auch der zaghaft hupende Motorroller wurde völlig ignoriert. Die größeren Böcke mit durchaus schon beeindruckenden Hörnern schauten nur kurz drohend. Ist ja gut, sagte sich der Rollerpilot, warten wir halt. Selbst freilaufende Hausschweine suchten sich am Straßenrand ihr Futter, aber auch einen Stall haben wir an der Straße entdeckt. Im Ort relaxten wir in einem Lokal und ließen uns mit korsischen Salatspezialitäten verwöhnen.

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Die Rückfahrt wurde von vielen Fotostopps unterbrochen und nach knapp 8 Stunden erreichten wir wieder „unsere“ Bucht. Das Meer bot eine willkommene Abkühlung.  

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