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Nordgriechenland

Ein Reisebericht von Klaus D├╝rr

Route:    L├╝beck - Venedig - Igoumenitsa -  Sagiada - Ioannina - Kastoria

Chalkidiki (Athos u. Sithonia) - Korinos - Stomio - Lamia - Galaxidi

Zeitraum:   03.09. - 03.10. 2003 L├Ąnge: 5865 km

1. - 6. Tag    L├╝beck - Venedig

Endlich! Das Jahr war lang genug und das Griechenland-Fieber heftig. Am Mittwochabend fahren wir von L├╝beck los. Nach einigen Tagen Zwischenstadionen in Deutschland brechen wir fr├╝h auf und schl├Ąngeln uns ├╝ber die S 508 nach Bozen, wo wir auf die Autobahn in Richtung S├╝den einschwenken. In Trento, wo man direkt an der Ausfahrt "Centro" ver- und entsorgen kann, geht's schon wieder runter und wir benutzten die Nebenstrecke ├╝ber Paduanach Venedig.

Unsere F├Ąhre geht erst morgen, so dass wir in Ruhe noch in "Punta Sabbioni" stehen wollen. N├Ârdlich um Venedig herum gelangt man auf eine lange Landzunge, wo sich viele Womos versammelt haben, direkt an der Mole. Es ist Wochenende, viele italienische Tagesausfl├╝gler und etliche Wartende auf die F├Ąhre haben sich versammelt.

Schon kurz nach 09.00 Uhr fahren wir nach Venedig rein. Auf dem Weg dort hin stehen wir allerdings auf der Stadtautobahn eine knappe Stunde im Stau. Wir kommen rechtzeitig zum "Porto turistico", wo bereits unsere F├Ąhre, die "Parsiphae Palace" liegt. Die ersten Womos sind auch schon dort. Jetzt beginnt der Urlaub! Die reine Anfahrt zur F├Ąhre ist trotz ruhigen Fahrens immer ein wenig "Kilometerfresserei". Hier nun beginnt es ruhiger zu werden.

Wir schiffen recht z├╝gig ein und die traumhafte Vorbeifahrt an der Kulisse der Altstadt von Venedig beginnt. Bisher hatten wir nur immer andere davon schw├Ąrmen h├Âren, jetzt erleben wir es selbst. Es ist wirklich wundersch├Ân, von der erh├Âhten Position aus an Venedig vorbei zu gleiten.

7. u. 8. Tag    Sagiada

Nach der Ankunft in Igoumenitsa ist unsere ├╝bliche Fahrt zun├Ąchst zum "Drepanon-Beach". westlich der Stadt. Dort gibt es am Ende des Strandes, vor dem Umspannwerk, ein Toilettenh├Ąuschen, in dem man entsorgen kann. Dieses steht aber leider unter Wasser, offensichtlich hatte es auch hier die letzten Tage heftig geregnet. Gottlob steht noch ein mobiles Toilettenh├Ąuschen dort, so dass wir die Kassette entleeren k├Ânnen.

Wir fahren weiter nach Sagiada, wo wir schon einmal gestanden haben. Unterhalb der Stra├če, die 7 km weiter an die albanische Grenze f├╝hrt, gibt es eine ziemlich ebene Grasfl├Ąche, auf der man ruhig stehen kann, von der Stra├če oben kaum einzusehen. Eine (neue) Dusche mit Wasserhahn ist vorhanden. Au├čer uns steht noch ein ├Âsterreichischer Campingbus dort, sp├Ąter kommt noch ein Augsburger Paar mit Womo hinzu, das wir auf der F├Ąhre getroffen haben. Der Nachmittag vergeht mit rumgammeln und vor allem Salz absp├╝len. Wir hatten auf der F├Ąhre einen Fensterplatz. Wegen des Sturms ist das Womo sehr stark mit Salz ├╝berzogen, das ich schleunigst entferne.

Am n├Ąchsten Morgen erkunde ich mit dem Roller die K├╝stenstra├če in Richtung albanische Grenze. Ein wenig mulmig ist mir, aber ich wollte vor 2 Jahren schon wissen, wie es dort aussieht. Die Stra├če ist nagelneu geteert. Nach ca. 5 km geht ein kleiner Weg links ab, dort steht ein blau-wei├č gestreiftes H├Ąuschen, wohl ein ehemaliger Grenzposten. Nach ca. 2 km zieht sich quer ├╝ber die Fahrbahn ein Maschendrahtzaun, hier ist die (griechische) Welt offensichtlich zuende. Dort stehen auch recht neu aussehende gr├Â├čere Geb├Ąude, es k├Ânnten B├╝ros einer sp├Ąteren Grenzabfertigungsstelle werden. Niemand ist zu sehen. Auf der R├╝ckfahrt entdecke ich einen Brunnen, ca. 1 km vom Stellplatz Richtung Albanien. Mittags wandern wir mit den Hunden am Strand nach Sagiada. Wir sitzen in einer "Psarotaverna" (Fischtaverne), als ein m├Ąchtiges Unwetter niedergeht. Nur gut, dass wir auf der ├╝berdachten Terrasse sitzen.

9. Tag    Ioannina - Vikos - Pindos

Wir fahren ├╝ber eine Nebenstrecke recht kurvig und steil ├╝ber Filiates zur E 90. Eigentlich wollten wir noch einen Abstecher in das Dorf L i a machen, wo "Eleni" gelebt hat, von der das gleichnamige Buch handelt. Habe aber irgendwo gelesen, dass man daf├╝r einen Jeep braucht, so lassen wir es.

Unser n├Ąchster Halt ist am Ende der Vikosschlucht, die wir vor 2 Jahren besucht haben. Eine sch├Âne alte Bogenbr├╝cke spannt sich romantisch ├╝ber den Voidomatis. Davor eine gr├Â├čere Wiese, die gut als ├ťbernachtungsplatz zu nutzen w├Ąre. Hier beginnt auch der Nationalpark "Vikos", von hier aus kann man in die ber├╝hmte Schlucht hinein wandern.

Weiter geht es hinauf ins Gebirge, kurvige Stra├čen, eine wilde, sch├Âne Landschaft. Es wird Zeit, sich einen Platz f├╝r die Nacht zu suchen. Einige der von SCHULZ beschriebenen Pl├Ątze haben sich ver├Ąndert, d.h. sie sind zwar zu finden, aber teilweise mit einem normalen Womo nicht anzufahren.

Nach einer scharfen Linkskurve hinter dem Dorf Pendalofos liegt links unter B├Ąumen ein sehr sch├Âner Picknickplatz an einer Kirche. Brunnen und M├╝lltonnen sind vorhanden, B├Ąnke und Tische ebenfalls. Der Platz ist von der Stra├če aus kaum einzusehen, der Verkehr kaum zu h├Âren.

10. Tag   Pindos - Thessaloniki - Chalkidiki (Olimbiada)

Nach einer ruhigen ├ťbernachtung - nur kurz unterbrochen von Hundegebell aus der Umgebung - und "Willi's" Antworten - brechen wir gegen 09.00 Uhr auf. Heute wollen wir die Chalkidiki erreichen. Nach einigen Serpentinen geht es abw├Ąrts an Neapoli vorbei und dann links ab nach Norden auf Kastoria zu. Diese sehr sch├Ân am gleichnamigen See gelegene Stadt war fr├╝her Zentrum von kleinen Pelz-Manufakturen. Inzwischen ist dieses Gewerbe in der Stadt fast ausgestorben. Die Familienbetriebe k├Ânnen gegen die Fabriken nicht mehr bestehen. Aber allein wegen der sch├Ânen Lage lohnt sich der Abstecher nach Kastoria.

Z├╝gig geht es nun auf die neue Autobahn Richtung Thessaloniki, wo wir dann in den Nachmittagsverkehr geraten, der doch noch etwas chaotischer ist als in Deutschland. Auf der "Ring road" n├Ârdlich um die Stadt herum geht es Richtung Osten. Wir erreichen zun├Ąchst am Beginn des ├Âstlichen "Fingers" den Ort Stavros. Dort k├Ânnte man zwar - ziemlich dicht an der Strandstra├če - stehen, aber man w├Ąre ein wenig auf dem Pr├Ąsentierteller. SCHULZ beschreibt dort in der Gegend einige Stellpl├Ątze. Auch diese entsprechen in der Realit├Ąt nicht mehr den Gegebenheiten. Schon ein wenig entnervt nehme ich den Roller herunter und erkunde die K├╝ste s├╝dlich von Stavros.

In Olimbiada werde ich schlie├člich f├╝ndig:Gleich am n├Ârdlichen Ortsbeginn, hinter einer Fischtaverne, liegt eine sch├Âne Wiese direkt am Strand. Ein M├╝llcontainer ist vorhanden. Die Wiese ist zum Ort hin durch ein W├Ąldchen gesch├╝tzt. Hier beziehen wir Quartier.

11. Tag    Olimbiada

Der n├Ąchste Tag f├Ąngt viel versprechend an, was das Wetter angeht. Morgens mit dem Roller in den Ort, B├Ącker aufsuchen, Wasserh├Ąhne erkunden. Am Fischereihafen ist direkt neben der Stra├če ein Brunnen mit Hahn, an dem man bequem Wasser zapfen kann. Gegen Nachmittag zieht (wieder mal) ein Gewitter auf. In unserem Frust packen wir zusammen und wollen trotzdem Richtung S├╝den. Bis Ierissos finden wir aber keine vern├╝nftige Stellplatzm├Âglichkeit. Dort selbst gibt es einen nagelneuen Campingplatz. Wir sind aber ├╝berzeugte "Frei-Steher", so dass wir letztlich umkehren und unseren Platz der letzten Nacht wieder beziehen.

12. Tag   Athos - Sithonia

Heute morgen werden wir  von einem herrlichen Sonnenaufgang geweckt, endlich einmal Mit einem erfrischenden Morgenbad im Meer. "Willi" ist davon so angetan, dass er mir gleich hinterher schwimmt. "Ayka" ist dazu noch zu m├╝de, Frauchen mummelt im Hubbett noch vor sich hin. Nach dem Fr├╝hst├╝ck brechen wir auf.

Wir fahren auf den Athos-Finger. Diese ├Âstliche Halbinsel der Chalkidiki wird zum gr├Â├čten Teil durch die M├Ânchsrepublik "Athos" eingenommen. Bis zum ├ľrtchen Ouranopoli fahren wir und stellen dabei fest, dass diese Ecke sehr stark touristisch gepr├Ągt ist, mit nummerierten Liegen am Strand, Appartementanlagen usw. Nichts f├╝r uns. Im Internet hatten wir von einer "Womo-Gastst├Ątte Eleni" gelesen. Da wollen wir hin, die Kenner schw├Ąrmen von der Stellm├Âglichkeit und gutem Essen. Wir finden auch die richtige Abfahrt, ausgeschildert mit "Taverna Dyonisos" und "Eleni", aber: Der Weg von der Stra├če hinunter ist zun├Ąchst relativ fest, breit und einigerma├čen eben. Zwischendrin allerdings einige Schotterstellen in engen steilen Kurven. Dann eine Supersteigung mit gleichzeitig enger Kurve, wo ich gar nicht erst hinauf fahre.

Die K├╝ste entlang zuckeln wir auf den mittleren Finger - Sithonia - zu. Gerade kurz hinter Sarti sehen wir von der K├╝stenstra├če hinunter auf eine kleine Sandbucht, in der einige Womos stehen. Also umdrehen und ebenfalls diesen Hafen anlaufen. Von hier aus hat man einen wundersch├Ânen Blick hin├╝ber zum Berg Athos.

13. Tag   Sarti - Toroni

In Toroni sehen wir durch das Fernglas am Ende des Sandstrandes ein einsames Womo stehen. Den Weg m├╝ssen wir auch finden. Vorher ist allerdings Einkehr in die Taverne von Maria in dem kleinen Ort Tristinika, der unmittelbar auf Toroni folgt. Wir essen wunderbar zu Mittag, werden freundlich bedient, die Preise sind in Ordnung und Wasser zapfen d├╝rfen wir auch noch. Die Toiletten der Taverne sind nagelneu und blitzsauber. Danach biegen wir hinter dem Ort zum Strand ab. In der N├Ąhe des zuvor gesichteten Womos beziehen wir auf einem aufgegebenen Campingplatz Quartier. 

14. u. 15. Tag   Ag. Ioanis Beach

In Nea Marmaras kaufen wir ein, aus dem Supermarkt nehmen wir den gesamten Vorrat an Hundefutter mit. Wir wollen heute Rebecca Papadopoulou in Poligiros besuchen, die dort eine Tierauffangstation f├╝r herrenlose Hunde betreibt. Vorher fahren wir hinter Elia bei dem Schild "Ag. Ioanis Beach" zum Strand runter. Es handelt sich wieder um einen aufgegebenen Campingplatz. Eine wundersch├Âne Sandstrandbucht. Unter Schatten spendenden B├Ąumen richten wir uns ein.

16. Tag   Ag. Ioanis-Beach - Korinos

Weiter geht es in s├╝dliche Richtung. Urspr├╝nglich sah unsere Reiseroute ja vor, bis zur Insel Samothraki ganz im Nordosten zu fahren. Aufgrund des schlechten Wetters in der ersten Zeit unseres Griechenlandaufenthaltes entscheiden wir uns jetzt um. Samothraki lassen wir sausen, Richtung S├╝den ist offensichlich das Wetter deutlich besser.

Wir beenden die Rundfahrt der Halbinsel Sithonia und m├╝nden wieder in die normale K├╝stenstra├če Richtung Thessaloniki ein. Z├╝gig umfahren wir die Stadt.Lt. SCHULZ gibt es sch├Âne Stellpl├Ątze im Bereich Korinos an der K├╝ste. Am Ort vorbei kommen wir an den Strand. Davor liegt ein D├╝neng├╝rtel, wo wir uns h├Ąuslich einrichten wollen. Zun├Ąchst einmal fahre ich mich im weichen Sand fest. Mit viel M├╝he kommen wir wieder heraus und stellen uns auf eine feste Grasfl├Ąche. Es wird wieder ein sog. "Beach"-Tag. Der Tag verabschiedet sich mit einem wundersch├Ânen Sonnenuntergang ├╝ber dem Olymp.

17. Tag   Stomio - Velika

Nachdem wir uns am Wasserhahn der kleinen Kirche "Agia Paraskevi" mit Frischwasser versorgt haben, brechen wir auf. Zun├Ąchst auf der Stra├če parallel zur Autobahn Richtung Katerini. Was wir gestern in Korinos im Supermarkt nicht fanden, beim LIDL kurz vor Dann geht's auf die Autobahn, weiter Richtung S├╝den.

In Stomio liegt direkt hinter dem Strand ein bereits wegen Saisonende geschlossener Campingplatz. Genau gegen├╝ber ein weiteres ehemaliges Campingplatz-Gel├Ąnde. Sch├Âner ebener Grasboden. Duschen, Toiletten und Wasserh├Ąhne sind vorhanden - und sie funktionieren sogar! Wir stehen im Schatten der B├Ąume und k├Ânnen ├╝ber eine kleine Br├╝cke zum Strand. Der feine Sand ist auffallend sauber, kein M├╝ll liegt herum, der Meeresboden f├Ąllt allm├Ąhlich ab. Wir genie├čen einen weiteren faulen Badetag, unsere Begleiter suchen sich einen schattigen Platz.

Leider lungern am Abend zwei Albaner um das Gel├Ąnde herum und sehen auff├Ąllig oft zu uns her├╝ber. Als ich noch mal betont mit den Hunden an ihnen vorbei gehe, sind sie nicht sonderlich beeindruckt. Da wir beide ein mulmiges Gef├╝hl haben, brechen wir um 18.30 Uhr auf, obwohl wir an diesem Platz gern l├Ąnger geblieben w├Ąren.

Unsere unplanm├Ą├čige Stellplatzsuche gestaltet sich denn auch nicht sehr gl├╝cklich. Nach einer Stunde Kurbelei ├╝ber Serpentinen der kleinen K├╝stenstra├če, durch teilweise recht enge D├Ârfer, gelangen wir nach Velika. Direkt neben der Strandstra├če, auf dem D├╝neng├╝rtel, steht ein deutsches Womo. Da es schon fast dunkel ist, stellen wir uns daneben. So einfach ist es allerdings nicht: Beim Hinauffahren auf den D├╝neng├╝rtel zun├Ąchst keine Probleme, merke ich nach kurzer Zeit, dass die Vorderr├Ąder auf weichen Boden kommen. Auch das schnelle Hochschalten bringt nichts mehr. Wir sitzen - wieder mal - fest! Die Vorderr├Ąder graben sich fast bis zur Achse ein. Wegen der Dunkelheit und da ich jetzt auch ein wenig genervt bin, bleibt das Womo so stehen. Morgen wird man weiter sehen.

18. Tag    Velika - Lamia - Galaxidi

Wir sind gerade beim Fr├╝hst├╝ck, als es drau├čen laut wird. Unser Womo-Nachbar hat einen vorbeifahrenden Griechen auf einem Trecker angehalten. Der ist sofort bereit, uns heraus zu ziehen. Da w├Ąren wir nie allein heraus gekommen! Ich demontiere die Rollerb├╝hne samt Roller, damit ich beim Hinauffahren auf die Strandstra├če nicht aufsetze, baue alles wieder an.

In Lamia machen wir am Stadtrand Mittagspause. Die richtige Abfahrt in Richtung Amfissa - Itea finden wir zun├Ąchst nicht. Wir gelangen ins Zentrum von Lamia. Davor kann ich nur warnen. Die Stra├čen sind reichlich eng, bzw. zugeparkt, ich komme m├Ąchtig ins Schwitzen! Schlie├člich - so glauben wir - haben wir die richtige Stra├če erwischt, sie f├╝hrt schnurgerade von Lamia auf das Parna├č-Gebirge zu. Als es steil in die Berge geht, merken wir, dass wir eine Niete gezogen haben. Etwa 12 km lang, sehr steil, sehr schmal und mit Schlagl├Âchern ├╝bers├Ąt, schrauben wir uns hoch. Dann gelangen wir endlich auf die gut ausgebaute Stra├če Lamia - Amfissa.

Durch den riesigen Olivenhain n├Ârdlich Itea kommen wir an den Golf von Korinth. Einige von SCHULZ beschriebene Pl├Ątze sind inzwischen bebaut und eingez├Ąunt. Hinter Galaxidi k├Ânnen wir in eine kleine Bucht hinunter sehen. Dort steht ein einzelnes Womo, sieht sehr idyllisch aus. Auf einer guten Teerstra├če gelangen wir ohne Probleme nach unten und unsere neuen Nachbarn sind dankbar, dass sie nicht mehr allein stehen und von Hunden besch├╝tzt werden.

19.u. 20. Tag   Galaxidi - Kalogria (Peloponnes)

Der neue Tag f├Ąngt viel versprechend an. Dies ist eine kleine Entsch├Ądigung f├╝r die sehr unruhige Nacht. Hinter unserem Stellplatz f├╝hrt die Stra├če in eine weitere Bucht, in der das Hotel "Delphicamp" liegt. Dort gab es vom Abend bis weit in den fr├╝hen Morgen in gr├Â├čere Feier. Ganze Kolonnen von Pkw und sogar ein Reisebus rauschen bis ca. 03.00 Uhr an unserem Platz vorbei.

Der frische Kaffee st├Ąrkt uns und vertreibt die M├╝digkeit aus  Augen und Gliedern. Wir kurven die gut ausgebaute K├╝stenstra├če am n├Ârdlichen Golfufer entlang. Unterwegs erkunden wir weitere Stellplatzm├Âglichkeiten in Eratini und Xiladou. In Eratini kann man im Ort direkt am Strand stehen, in Xiladou f├Ąhrt man zun├Ąchst durch ein kleine Flussebene, dann im Ort links und gelangt an einen mittelpr├Ąchtigen Sandstrand. Wir halten uns dort nicht auf, weil ein starker Ostwind aus dem Golf heraus uns entgegenbl├Ąst.

Mittags setzen wir in Antirrion mit der F├Ąhre auf den Peloponnes ├╝ber. Zun├Ąchst finden wir einen Platz hinter dem "Hotel Kalogria". Einige Womos sehen dort, heute, am Sonntag, sind auch viele Griechen zum Baden hier her gekommen.

Nachmittags Erkundungsrunde in der Umgebung. Es muss noch einen anderen Platz geben. Den finde ich dann auch. Wenn man von Lapas durch das Pinienw├Ąldchen kommt, muss man  v o r  der kleinen Br├╝cke links abbiegen und gelangt dann auf einensehr sch├Ânen Platz, eben und mit festem Sanduntergrund. Hier stehen ausschlie├člich Wohnmobile.

Wir verbringen zwei Tage hier, g├Ânnen uns ein wenig Ruhe, in den letzten Tagen sind wir doch recht viel gefahren. Dass wir nun doch - entgegen unse Planung - wieder auf dem Peloponnes gelandet sind, ist ├╝berhaupt nicht schlimm. An diesem Platz waren wir n├Ąmlich noch nicht.

21. - 23. Tag   Loutra Killini

Bis dort hin ist es von Kalogria nicht weit. Nach Auff├╝llen des Frischwassertanks am Wasserhahn in Araxos starten wir. Wir wollen zun├Ąchst den Strand n├Ârdlich von Port Killini erkunden. Dort kommen wir aber nicht hin, sondern wuseln uns durch Kastro und dann die Serpentinen hinunter Richtung "Robinson-Club". Daran vorbei kommen wir zu dem sch├Ânen Stellplatz direkt oberhalb des Strandes. Wir richten uns neben einigen anderen Womos aus aller Herren L├Ąnder ein. 

Die n├Ąchsten Tage vergehen in s├╝├čer Faulheit. Einmal setzen wir um, weil uns ein Nachbar zu sehr auf die Pelle r├╝ckt und auch nach Ansprache nicht bereit ist, einen vern├╝nftigen Abstand einzunehmen. Dabei geht es nicht etwa um das Ausfahren der Markise usw., sondern wir sind der Meinung, dass man, wenn gen├╝gend Platz ist, einfach einen gewissen Abstand einh├Ąlt. 1 m ist uns zu eng. 

Am Rand des Platzes betreibt Nakos eine Taverne. Man sitzt sehr sch├Ân auf der ├╝berdachten Terrasse und kann sich von den K├Âstlichkeiten verw├Âhnen lassen. Nakos kocht g├Âttlich, dabei bietet er den Service, dass die Wohnmobilisten bei ihm Wasser zapfen, die Toilette entsorgen und duschen k├Ânnen.Unser Tavernenwirt Nakos ist ein sehr netter, liebenswerter Gastgeber. Auf unseren Wunsch bereitet er uns abends Lammkeulen zu. Das Abendessen wird zum Festschmaus.Er freut sich ehrlich, als wir seine Kochkunst in den h├Âchsten T├Ânen loben. Wie selbstverst├Ąndlich gibt er anschlie├čend Metaxa aus.

25. u. 26. Tag   Paleros - Kanali

Wir m├╝ssen nun langsam Richtung Norden einschwenken, denn es sind nur noch einige Tage bis zur R├╝ckfahrt. Unsere Stationen sind zun├Ąchst Paleros, wo wir am Strand Richtung Pogonia ganz allein ├╝bernachten. Am n├Ąchsten Tag geht es weiter zum Wiesenplateau von Kanali, auf dem wir schon jeden Grashalm kennen.

27. Tag   Gliki

W├Ąhrend wir in Paleros nur ├╝bernachtet haben, verbringen wir in Kanali einen Strandtag.Heute geht es weiter nach Gliki, das in den Souli-Bergen liegt. Wir finden "unseren" Stellplatz am Fluss Ach├ęron. Unter der alten Bogenbr├╝cke steht lediglich ein griechischer Jeep, davor ein Igluzelt. Unser Hund "Willi" kennt im Gegensatz zu Ayka den Ach├ęron und vor allem dessen kaltes Wasser noch nicht.Der restliche Nachmittag wird im Schatten unseres Stellplatzes verbracht.

28. Tag    Parga - Sagiada

Am n├Ąchsten Morgen starten wir fr├╝h, da wir noch einen kleinen Shopping-Abstecher nach Parga machen wollen. Das hat sich schon zur Gewohnheit entwickelt, Sanni m├Âchte immer gern einmal durch die Stadt schlendern. Der Ort selbst ist auch sehr sch├Ân, allerdings total in Touristenhand. Wir genie├čen trotzdem den Bummel und schlie├čen ihn mit einem Eisbecher am Hafen ab.

Danach ├╝ber Igoumenitsa, wo wir wegen einer Baustelle mitten durch die Stadt geleitet werden, zu "unserem" Platz nach Sagiada. Nur ein kleines Womo aus Schottland steht dort, wir palavern ein wenig mit dem netten ├Ąlteren Ehepaar, dann brechen sie auf zur Vikosschlucht. Die Hoffnung, dass sich noch jemand zu uns gesellt, erf├╝llt sich nicht.

29. Tag   Plataria - Igoumenitsa - R├╝ckfahrt

Wir sehen uns in Plataria, ca. 10 km ├Âstlich von Igoumenitsa, am Strand um. Dort ist es zwar sehr sch├Ân, allerdings gibt es kaum geeignete Stellm├Âglichkeiten. Wir bleiben am Rand der Strandstra├če stehen. Mittagessen, Faulenzen, kleiner Bummel zum Hafen.

Dann naht die Stunde des Abschieds. Wie immer wehm├╝tig lenke ich das Womo nach Igou hinein. Inzwischen ist der "New Port" fertig, eine sehr gro├čz├╝gige Hafenanlage mit riesigem Parkplatz. Entgegen der sonstigen Gewohnheit, dass sich jeder irgendwo hinstellt, gibt es hier markierte Spuren, in die die Fahrzeuge je nach Zielhafen gestellt werden.

Um 19.40 Uhr legt die "Superfast XII" an. (Wir hatten umgebucht, die ├ťberfahrt zur├╝ck nach Venedig war uns zu lang). Bereits um 20.10 Uhr ist das Schiff beladen und l├Ąuft aus.

Tsch├╝├č, Griechenland ! Bis zum n├Ąchsten Mal!

Den vollst├Ąndigen Reisebericht mit sehr vielen Bildern finden Sie auf den Seiten von: Klaus D├╝rr

 

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