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Auf den Spuren vom Weihnachtsmann, ein Reisebericht von Moni und Peter Schütt

Wo der Weihnachtsmann zu Hause ist liegt Schnee, es ist sehr kalt, und es gibt Rentiere. Soweit sind sich alle Kinder und Erwachsenen dieser Welt einig.
Doch wo ist das?
Die Nordischen Länder streiten seit Jahrzehnten mehr oder weniger ernsthaft darüber.
Kommt der Weihnachtsmann nun aus Grönland, Finnland, Schweden, Norwegen, Dänemark, oder doch vom Nordpol?
Sogar der Nordische Rat hat sich mit diesem Thema beschäftigt.
Mehrere Länder erheben Anspruch darauf, einen Weihnachtsmann zu beherbergen.
Da mein Hobby das Sammeln von den "Alten Bärtigen" ist, machten meine Frau und ich uns mal auf die Suche nach den Rotmänteln.

Schild
Guinness 001 Stellplatz

Hier nun mein Bericht zum Nachfahren, für alle Eltern, aber auch Omas und Opas die mit ihren Enkelkindern mal eine Richtige Abenteuer- und Erlebnistour machen wollen.

Aber ohne Stellplatztipps.

Die sollte jeder für sich entdecken, denn aus Erfahrung weiss ich das viele schöne Stellplatztipps, kurze Zeit später mit einem Verbotsschild versehen wurden.

Wenn man sucht findet man aber noch immer Superstellplätze.

Stellplatz 001

So nun aber los.

Unsere Tour führte uns von unserem Wohnort Travemünde über die schöne sonnenreiche Insel Fehmarn zur Fähre, die uns über die Vogelfluglinie von Puttgarden nach Rödby brachte. Von da aus dann die E 47 in Richtung Kopenhagen.

Und etwa in der Mitte der Strecke Höhe Köge zweigt die E 20 ab, die Fahren wir bis zur Ausfahrt 36 und von dort folgen wir den Schildern zur FANTASY WORLD.
Und da sind dann die ersten Julnisse zu sehen und bestaunen.

Fantasy

Julemand und Julnisse in Dänemark

In Dänemark wird der "Julemand" besonders verwöhnt. Als Julnisse schleicht er ums Haus und freut sich, wenn man ihm Reisbrei mit einer Mandel mittendrin vor die Tür stellt. Dann kommt er später als Julemanden wieder, und bringt Geschenke.

Nur bliebt er meist nicht lange, es ist ihm zu warm in Dänemark.
Und darum hat er sich ein zweites Heim in Grönland geschaffen. Und von da hat er natürlich auch eine viel bessere Übersicht, über alle Kinder dieser Welt.

So habe ich es jedenfalls vom "Oberweihnachtsmann" und seiner Frau, die extra aus Grönland angereist waren gehört.

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DK 2006 093

Das war schon mal recht schön, wir aber müssen weiter denn es ist Juli, und da ist wie in jedem Jahr wieder der Weltkongress der Weihnachtsmänner in Kopenhagen, und so was darf ich mir natürlich nicht entgehen lassen. Dieses mal ging es darum ob denn wieder am 24. Heiligabend gefeiert werden soll?

Aber als Sammler von Weihnachtsmannfiguren zieht es mich schon recht bald weiter, es geht über Helsingör / Helsingborg, dann die viel befahrene E 6 Richtung Norden. Denn hier warten schon unsere guten Freunde Elin & Öyvind auf uns.

In Norwegen gibt es auch den Julmand und die Nissen. Seine Heimat befindet sich im Nissedal in Telemark, wo er wohnt und zuweilen durch Streiche und neckische Scherze aufzufallen pflegt.

Das Weihnachtshaus aber steht in dem idyllischen Küstenstädtchen Dröback am Oslofjord, und ist natürlich das ganze Jahr für etwaige Weihnachtseinkäufe geöffnet.

Selbstverständlich gibt es auch hier Weihnachtspost mit speziellem Stempel und Briefpapier. Zu einem der beliebtesten Fotomotive in Dröbak gehört das Verkehrsschild, welches auf einen hektischen Julmand hinweist, der eventuell unvorsichtiger weise die Straße kreuzt.

Dröbak

Dabei haben wir Öyvind und seine Frau Elin kennen gelernt, mit denen wir jetzt schon viele Jahre befreundet sind.
Und als er von meiner Leidenschaft, Santas zu sammeln hörte, hatte er für uns eine Besichtigung bei Haslenisser in ASKIM (südlich von Oslo) organisiert, wo man man noch in Handarbeit Julenissen herstellt. Und die Chefin persönlich führte uns durch ihren Betrieb. Und zum Schluss gab es noch einen Original Haslenisser für meine Sammlung als Geschenk.

Echte Norwegische Nissen sind nicht wie zum Beispiel die Coca Cola Santas, oder auch nicht die Deutschen Weihnachtsmänner. Im Norwegischen Volks glauben so erzählte uns Öyvind, waren die "Julenissen" klein wie Zwerge, trugen Alltagskleider, gern mit mehreren Flicken.

Und besonders Typisch waren die Norwegischen Strickpollover, Kniebundhosen und grosse Lederstiefel, sie lebten meist im Wald, und wenn es ihnen zu Kalt wurde gingen sie in die Dörfer zogen in finstere Scheunen und wohnten im Heu.

Die Nissen hatten aber die Eigenschaft das sie böse Geister weghalten konnten, aber nur wenn sie selbst gut behandelt wurden. Darum war es wichtig zu Weihnachten fetten "Julebrei" in die Scheune zu stellen. Auch Bier und weichen Fladen mögen sie gerne. Die Gabe der Nissen ist es also böse Geister fernzuhalten.  

Tomteland

In Schweden ist es der Tomte

Von Askim aus jetzt also quer über die E 18 Richtung Schweden bis nach Karlstad. Jetzt die Str. 63 weiter über Filipstad hier die Str. 64 hoch über Vansbro bis Mora am schönen Siljansee. Kurz vor Mora schon am See heißt es dann Tomte's Heim ”Santa World” zu suchen, ist aber leicht zu finden durch Hinweistafeln. Hier ist im übrigem auch die Heimat der Dalapferdchen.

Achtung in "Santa World" gibt es auch Fabelwesen der Skandinavischen Mythologie zu bestaunen, den der alte Mann mit dem Rauschebart ist in Schweden auch der oberste Wichtel und damit auch Mitglied einer Sagenwelt, der auch Trolle, Feen und die Schneekönigin angehören. Im Park wimmelt es von menschengrossen Trollen, Wichteln und Feen, die so unvermittelt mit einem Schabernack treiben, dass man vergisst wie alt man ist.

Besonders gut gefallen hat uns das Wohnhaus des Tomte, hier kann man sehen wo die Geschenke verpackt werden, wie die Küche ausschaut, in sein Schlafzimmer sehen, und ihn in der Stube besuchen. Rund 120 000 Menschen besuchen jedes Jahr "Tomte" zwei drittel davon im Sommer. Den Weihnachtsmann im rot-weiß-geringelten Badeanzug im See planschen zu sehen ist für viele ein besonderer Spaß. Das schönste für den Tomte dagegen, außer mit den Kindern zu sprechen, ist seine Post.
Säckeweise bekomme ich sie ! 
Ich freue mich das so viele Kinder an mich glauben, sagte mir der Tomte. Und sehr zu empfehlen ist der Orsa - Bärenpark, ganz in der nähe. Mein Tipp immer mal wieder in die Turistbüros gehen, und sich mit Informationsmaterial eindecken.

In Finnland heißt er Joulopukki 

Wie die Zugvögel ziehen wir weiter, die Str. 45 in Richtung Norden. Lappland wartet. Und in Noppikoski sind wir dann auch wirklich im Reich der Sami, wie sie sich selbst nennen. Uns zieht es immer weiter gen Norden, über den Polarkreis nach Jokkmokk. Wir suchen  die Str. 391 zum Grenzübergang nach Finnland. Jetzt ist es nicht mehr weit nach Rovanniemi, zum Joulopukki. Wir sind an Ziel und haben unsere letzte und Station erreicht.

Polarcirkel

In Rovanniemi direkt am Polarkreis ist der Finnische Vertreter der Zunft, der Joulopukki wohnt dort in einem urigen Blockhaus. Schummriges Kerzenlicht, einige Weihnachtsbildchen an den Wänden, der unvermeidliche Tannenbaum,  und bunt verpackte Geschenke darunter. Und ein gemütlich breiter Stuhl, in dem der Joulopukki sitzt, fertig ist des heiligen Mannes Bürostube.

1925 schrieb die erste Zeitung, der Weihnachtsmann komme aus Finnisch - Lappland. Ein beliebter Radioreporter lüftete später das Geheimnis, wo Joulopukki, wie er hier genannt wird, genau lebt im Osten, in Korvatunturi. Das heißt Ohrenberg, und von ihm aus kann er angeblich die Wünsche aller Kinder dieser Welt hören.

Da öffnet sich die Tür, Joulopukki tritt ein, begrüßt mit wohlwollender Geste seine Besucher, und winkt die ersten Kinder zu sich. Anfänglich ehrfurchtsvolle Scheu, weicht freudiger Erregung als der freundliche Joulopukki einige kleine Präsente aus den Tiefen seiner Manteltaschen zaubert. Es wird höchst professionell gearbeitet. Ständig läuft eine Digitalkamera so das man sich später gegen ein paar Euro ein "Beweisfoto" kaufen kann.
 

Natürlich habe auch ich ein Bild von dem "Alten Bärtigen" und machen lassen. Das hängt jetzt mitten drin in meiner Weihnachtsmannsammlung.

Zum Schluss noch, welcher Ort wirklich seine Heimat ist, dass wissen wohl nur die Kinder.

Und ganz zum Schluss, ein Wunsch vom Weihnachtsmann (! ! !) an alle Wohnmobilfahrer:

Bitte haltet die Natur rein!

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ich & Joulo

 

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