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 Deutschland

Görlitz

Wieder in Deutschland, respektive im Freistaat Sachsen. Erst nach 23 Uhr fuhren wir auf den Parkplatz in der Altstadt unterhalb der ehemaligen Jägerkaserne. Das war der einzige Tag unserer Reise, der nicht spätestens am Nachmittag geendet hat.

Gegen eine Parkgebühr von 5 Euro darf man hier übernachten, organisiert mit Parkautomat und Schranke. So kommen zumindest keine jugendlichen Pkw-Besucher auf den an sich ruhigen Platz. Ver- und Entsorgung ist nicht möglich, Strom steht am Gemäuer zur Verfügung.

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Wikipedia zu Görlitz: (polnisch Zgorzelec, obersorbisch Zhorjelc) ist die östlichste Stadt Deutschlands und Kreisstadt des Landkreises Görlitz. Die sechstgrößte Stadt des Freistaates Sachsen liegt in der Oberlausitz an der Lausitzer Neiße, die hier seit 1945 die Grenze zu Polen bildet. Der östlich der Neiße gelegene und wesentlich kleinere Teil der Stadt wurde durch die Grenzziehung in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg abgetrennt und bildet seitdem die eigenständige polnische Stadt Zgorzelec.

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Die durch reiche spätgotische, renaissancezeitliche und barocke Bürgerhäuser in der Innenstadt und ausgedehnte Gründerzeitviertel bestimmte Stadt Görlitz blieb im Zweiten Weltkrieg von Zerstörungen fast völlig verschont.

Mit 3500 größtenteils restaurierten Baudenkmälern kann sie eines der besterhaltenen historischen Stadtbilder in Deutschland aufweisen und bildet das größte Flächendenkmal Deutschlands.

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Eine sehr schöne Stadt, so haben wir uns Görlitz nicht vorgestellt. Umfangreiches kulturelles Angebot, schöne Plätze und viele Gaststätten. Gut restaurierte Häuser.

 

 

Empfehlen können wir die rustikale Gaststätte „Spundloch“, kein Gericht über 7 Euro, dennoch schön angerichtete Teller mit ordentlichen und qualitativ guten Portionen. Soll einer der besten Küchen in Görlitz sein!

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Diese Art von “Fensterbriefkästen” sieht man hier öfter. Praktisch, wenn der Schreibtisch (oder die “runde Ablage”) sofort dahinter steht.

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Bautzen (Oberlausitz)

Auf dem Weg nach Dresden eine Stippvisite in Bautzen, dass den meisten wegen des riesigen Knastes, auch heute noch „Gelbes Elend“ genannt, sicherlich bekannt sein wird. Diese Art von Berühmtheit hat die Stadt nicht verdient, denn die historische Stadt ist sehenswert. 

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Bautzen, obersorbisch Budyšin, ist eine Große Kreisstadt in Ostsachsen. Die Stadt liegt an der Spree und ist Kreissitz des nach ihr benannten Landkreises Bautzen. Mit rund 41.000 Einwohnern ist Bautzen zugleich die größte Stadt des Kreises. Obwohl in der Stadt selbst nur eine sorbische Minderheit von 5 bis 10 % der Bevölkerung wohnt, gilt die historische Hauptstadt der Oberlausitz neben Cottbus als politisches und kulturelles Zentrum der Sorben. (Wikipedia)

Dresden

Wir finden den Stellplatz am Käthe-Kollwitz-Ufer schnell. Der Parkplatz an der Straße bietet nur parken und Stromanschluss, kostet 10 Euro und ist ist nicht sonderlich ruhig. Bäume lockern das Gelände auf, am Elbufer ist sogar offiziell das Grillen erlaubt. In etwa 20 Minuten ist man am Elbufer entlang spaziert mitten in der Altstadt.

Dresden ist die Landeshauptstadt des Freistaates Sachsen. Sie liegt in der Dresdner Elbtalweitung an den Übergängen vom Ober- zum Mittellauf der Elbe und von der Mittelgebirgsschwelle zum Norddeutschen Tiefland. Archäologische Spuren auf dem späteren Stadtgebiet deuten auf eine Besiedlung schon in der Steinzeit hin. In erhaltenen Urkunden wurde Dresden 1206 erstmals erwähnt und entwickelte sich zur kurfürstlichen und königlichen Residenz. (Wikipedia)

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Dresden ist das politische Zentrum des Freistaates, der in Dresden seine staatlichen Kultureinrichtungen konzentriert. Es hat den Status einer kreisfreien Stadt, ist Sitz des Direktionsbezirks Dresden und zahlreicher Hochschulen. Dresden bildet den Kern des gleichnamigen Ballungsgebietes in Mitteleuropa und ist dadurch Verkehrsknotenpunkt und ein wirtschaftliches Zentrum. Die Region gilt als eine der wirtschaftlich dynamischsten in Deutschland.

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Die Frauenkirche in Dresden ist eine evangelisch-lutherische Kirche des Barocks und der prägende Monumentalbau des Dresdner Neumarkts. Sie gilt als eines der architektonisch reizvollsten Kirchengebäude Europas aus dieser Epoche und als prachtvolles Zeugnis des protestantischen Sakralbaus. Der neben dem Straßburger Münster größte Sandsteinbau der Welt verfügt zugleich über eine der größten steinernen Kirchenkuppeln nördlich der Alpen.

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Der Neumarkt in Dresden zwischen Altmarkt und Elbe ist ein bekannter Platz der Dresdner Innenstadt. Er wird begrenzt durch die Dresdner Frauenkirche, das Johanneum, den Kulturpalast und das Kurländer Palais.

Die Neubebauung zielt auf eine Rekonstruktion vieler historischer Gebäude und Gebäudegrundrisse, die den Neumarkt in der Vergangenheit kennzeichneten.

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Die Dresdner Frauenkirche wurde von 1726 bis 1743 nach einem Entwurf von George Bähr erbaut. Im Zweiten Weltkrieg wurde sie während der Luftangriffe auf Dresden in der Nacht vom 13. zum 14. Februar 1945 durch den in Dresden wütenden Feuersturm schwer beschädigt und stürzte am Morgen des 15. Februar ausgebrannt in sich zusammen. In der DDR blieb ihre Ruine erhalten und diente als Mahnmal. Nach der Wende begann 1994 der 2005 abgeschlossene Wiederaufbau, den Fördervereine und Spender aus aller Welt finanzieren halfen.

Am 30. Oktober 2005 fand in der Frauenkirche ein Weihegottesdienst und Festakt statt. Aus dem Mahnmal gegen den Krieg soll nun ein Symbol der Versöhnung werden.

Beeindruckend ist die Leistung der privaten Spender aus vielen Ländern, etwa 2/3 der Kosten wurden aufgebracht. Das ist in der Tat ein Symbol der Freiheit und Völkerverständigung. Als Atheist habe ich mit der Institution Kirche wenig im Sinn, aber diese Kirche habe ich als einen der schönsten Orte der Besinnung und des Friedens empfunden, die ich je betreten habe. 

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Tafeln wie August der Starke, so wirbt an der Frauenkirche das Restaurant „Kurfürstenhof“, das Ambiente mag stimmen, aber die Portionen waren doch sehr bescheiden, die Preise dafür etwas höher, bei nicht unbedingt überragender Qualität der Speisen. Noch mal würden wir dort nicht einkehren.

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Die Nacht war früh beendet, die Verkehrsgeräusche sorgten dafür. Wir machten uns auf zur Besichtigungstour Teil Zwei, zum Zwinger.

Eine wunderschöne Anlage, in der wir uns längere Zeit aufgehalten haben. Hunderte andere Touristen aus aller Welt gefiel die Anlage ebenfalls.

Vorbei an der Semperoper und dem Schloss beendeten wir den zweiten Teil unserer Besichtigung. Dresden bietet natürlich viel mehr, als nur an zwei Tage die Stadt in der Altstadt zu durchlaufen. Uns reichte dieser Eindruck, den nach vier Hauptstädten lässt die Energie für “alte Steine” doch etwas nach.

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Sangerhausen

Diesen in der Woche kostenlosen Stellplatz haben wir uns wegen der beschriebenen V+E ausgesucht, was sich allerdings derzeit nicht realisieren ließ. Ein ortsansässiges Paar mit einen großem Allrad-Wohnmobil besuchte den Stellplatz, ein langes interessantes Gespräch ergab sich. Eine nette Kleinstadt, warmes Wetter, fast original griechische Atmosphäre haben wir im Restaurant „Olympia“ draußen unter Bäumen genossen. Sehr netter Inhaber, mit dem wir ins Gespräch kamen, um die unterschiedlichen Zubereitungsarten eines Bauernsalates auszutauschen.

Nach einer ruhigen Nacht konnten wir dennoch zumindest entsorgen, ein Autohof ermöglichte das. Das polnische Frischwasser reicht noch ein paar Tage

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Stellplatz Sangershausen
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Elend

Durch wunderschöne Nebenstraßen (irgendwie eine schönere Landschaft, als im flachen Baltikum) durch den Harz erreichten wir am frühen Nachmittag den kleinen Ort Elend. Der dortige ruhige Stellplatz am Waldbad mit Gaststätte kostet 5 Euro, Strom ist möglich.

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Stellplatz Elend
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Der Bahnhof der „Harzer Schmalspurbahnen“ bietet eine kleine Bahnhofgaststätte „Wagon „B1“), auf dem Bahnsteig konnten wir uns niederlassen. Heute war Schnitzeltag, nicht unbedingt unser Lieblingsessen, aber für 6,66 Euro pro Portion konnten wir nicht nein sagen und wurden auch nicht enttäuscht.

Es gibt eine Interpretation wie der Name „Elend“ entstanden ist. Abgeleitet aus dem althoch-deutschen Wort „eliente“ gleich „anderes, fremdes Land“ soll sich das Wort über Vokalangleichungen über „Ellende“ zu „Elend“ entwickelt haben. Der Wirt Hunger (er heißt wirklich so) der Waldschenke kannte noch eine andere Auslegung: Irgendwann ist einem Fuhrwerk mit Fässern seine Ladung hier verloren gegangen, „so ein Elend“ soll der Kutscher gerufen haben ... wie auch immer, dieser an sich negative Name entwickelt sich mehr und mehr zum Markenzeichen in der Harzregion.

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Hier ist Deutschlands kleinste, übrigens noch namenslose Holzkirche (mehr war nicht drin, so ein Elend...), zu besichtigen. Natürlich kann man sich auf den Brocken mit der bekannten Schmalspurbahn befördern lassen, für schlichte 26 Euro pro Person, aber immerhin für Hin und Zurück, ist man dabei. Wir haben den Brocken schon vor Jahren erobert, daher verzichteten wir auf die Fahrt.

Der nächste Tag war warm, für den Nachmittag wurden Regenschauer vorausgesagt. Daher den Rucksack mit Regenjacke versehen und eine Rundwanderung vorbei an dem Flüsschen „Kalte Bode“, durch das Elendstal, bergauf bis auf etwa 700 Meter, vorbei am „Bahrenberg“ und den „Schnarcherklippen“ gemacht. Glück gehabt, die Sonne verschwand zwar zwischendurch, aber trockenen Hauptes erreichten wir wieder das Reisemobil. Die ruhige Lage des Stellplatzes bescherte uns eine angenehme Nacht, wenn nicht Handwerker in der Nähe bereits vor 8 Uhr vorübergehend die Kreissäge angeworfen hätten. Nach einer Rundfahrt über Braunlage zum einkaufen, Stippvisite des Stellplatzes Altenau (am Arm der Welt) mit Ver- und Entsorgungsmöglichkeit und Besichtigung des Stellplatzes Schulenberg (derzeit neben einer Großbaustelle) kehrten wir wieder nach Elend zurück.

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Eine weitere Nacht auf der Wiese am Waldbad schloss sich an. Am nächsten Tag wurde es schwülwarm, der Tag lies die Aktivitäten einfrieren, aber ein Faulenzertag ist auch nicht zu verachten.

Der letzte Abend in der Waldschenke war gelungen. Der Wirt, ein Musiker, der schon zu DDR-Zeiten „getingelt“ ist, ließ meinen Hinweis auf Udo Lindenberg, der letztendlich die „Wende“ eingeleitet hätte, schmunzeln. Gut das ich nicht Wolf Biermann gesagt habe, meinte er. Zu seinen aktiven Zeiten hatte seine Band die Melodie von Lindenbergs „Sonderzug nach Pankow“ oft gespielt, das Publikum sang den Text im Chor dazu, woher die wohl den Text kannten, meinte der Wirt verschmitzt? 

 Bad Gandersheim

Dem Navigationsgerät wurde verboten Autobahnen zu fahren, auf zum Teil sehr schmalen kleinen Landstraßen ohne Mittelstreifen bummelten wir durch den Harz, dann durch eine schön anzusehende Landschaft bis nach Bad Gandersheim, eingebettet zwischen Harz und Weserbergland. Kleine Dörfer, Felder und Wald zogen an uns vorbei, das Hügelland ließ immer wieder weite Blicke in die Natur zu. Auf dieser Fahrt erreichten wir 7.000 Kilometer seit unserem Start Mitte Mai. Mal wieder zogen wir den landschaftlichen Vergleich zu unserer Tour durch das Baltikum, abgesehen von der manchmal erstaunlichen Einsamkeit dort, hat diese Landschaft hier auch einiges zu bieten.

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Bad Gandersheim, eine Stadt mit mehr als 1.200 Jahre Kulturgeschichte erwarte uns. Die romantische Stiftskirche, die Abteigebäude oder der historische Marktplatz samt Fachwerk-Ensemble spiegelt eine traditionsreiche Kurstadt wieder. Der Reisemobilstellplatz „Rio Gande“ für 5 Euro einschließlich Kurtaxe und Ver- und Entsorgung liegt ruhig am Rande der Altstadt, ein attraktives Angebot für uns Reisemobilisten. Aus der Sicht des Autors ein nahezu perfektes Angebot.

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Ob wir uns von den Gandesheimer Domfestspielen verführen lassen? Am heutigen Sonntag wird auf der Freilichtbühne „Romeo und Julia“ gegeben. Zunächst aber erwanderten wir durch den schattigen Gandesheimer Wald den „Waldlehrpfad“ und den „Wilhelmsturm“ auf dem Clusberg. Nur wenige Menschen begegneten uns auf unserer Wanderung, angenehm für Leib und Seele in dieser herrlichen Landschaft.

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„Romeo und Julia“

Wir hatten telefonischen Kontakt mit einer „alten“ Freundin, die in der Nähe wohnte. Sie war begeistert von der Idee die Festspiele zu besuchen. Für den Sonntag drei Karten zu bekommen war kein Problem, sogar 3 Euro Ermäßigung pro Karte wegen der Kurtaxe, die in den 5 Euro Stellplatzgebühr enthalten ist, wurde angerechnet.

Romeo und Julia ist eine 1597 veröffentlichte Tragödie von William Shakespeare, welche die Geschichte zweier junger Liebender schildert, die verfeindeten Familien angehören. Das mit einem Doppelfreitod Romeos und Julias endende Drama ist eines der berühmtesten Shakespeares und eine der berühmtesten Liebesgeschichten der Weltliteratur überhaupt.

Wir sahen ein moderne, etwas eigenwillig inszenierte Fassung des Schauspiels. Ein wunderbarer warmer Sommerabend, die schöne Kulisse der Freilichtbühne am Dom und Schauspieler, die mit Herz und Seele auf der Bühne standen. Ein schöner Abend, der nach der Vorstellung erst gegen Mitternacht auf dem Marktplatz endete, ein langer Austausch über “alte“ und “neue” Zeiten ließen die Stunden schnell vergehen.

 6. Juli 2009, der letzte Tag

Am nächsten Morgen fing es wieder an zu regnen, leicht “verschnupft” fuhren wir nach Hause. Die sehr wechselhafte Wetterbilanz dieser Reise lässt sich in etwa so beschreiben: 1/3 Regen, 1/3 Wolken und 1/3 Sonne, oft ein Aprilwetter wie es im Buche steht. Glück gehabt mit dem Wetter hatten wir weitgehend während der Besichtigung der Hauptstädte, alle vier Städte konnten bei Sonnenschein, mal mit Wolken, aber immer trocken besichtigt werden. Pech hatten wir überwiegend an den herrlichen Ostseestränden, Strandleben fiel buchstäblich ins Wasser!

Kleines Fazit

Nach 53 Tagen sind wir wieder in Hattingen. Eine interessante Reise, viel gesehen, viel erlebt. Der Motorroller kam nur dreimal zum Einsatz, das Wetter machte uns da immer wieder einen Strich durch die Rechnung. Wenn es jemand überlesen hat, hier geht es zurück zu der Einschätzung aus der Sicht des Reisemobilsten.

Wer mal abseits der breitgetretenen Pfade des Massentourismus reisen möchte, wer Seen, Flüsse, Moore, unendliche Wälder und weite Küstengebiete erleben will, wer den einzigartigen Wandel der sich erneuernden Gesellschaften erleben möchte, der sollte sich bald auf den Weg machen. Denn der Wandel vom Sozialismus zur Demokratie bringt auch einen wachsenden Zustrom von Touristen mit sich.

Dieser Reisebericht ist eine ganz individuelle Wahrnehmung des Autors. Der Verlauf der Tour ergab sich grundsätzlich von einen auf den nächsten Tag, denn das ist die Art, die wir an Reisemobiltouren lieben. Losgelöst von den Zwängen der Campingplätze, die auch nicht immer entsprechend der Strecke vorhanden waren, haben wir dort übernachtet, wo uns der Tag am Nachmittag hin verschlug. Dabei war der Reiseführer “Mit dem Wohnmobil ins Baltium” des WOMO-Verlages eine gute Hilfe.

Die Reise hat auch prima mit unseren Schweizer Mobilfreunden Käthi und Rich geklappt, mit denen wir, wie geplant, etwa die Hälfte der Tour ab Litauen bis Tallinn verbracht haben.

Beate und Bernd Loewe

Der Rechner des Sprinters zeigte vom Start bis zur Rückkehr 7.264 Kilometer an, 133:01 Stunden war das Mobil auf der Straße. Eine Durchschnittsgeschwindigkeit von immerhin 54 km/h ermittelte der Computer und einen Dieselverbrauch von auf den Punkt von 14 Liter auf 100 Kilometer. Genau einen Liter weniger, wie wir auf unserer Italientour voriges Jahr, die bis auf 3 Kilometer genauso weit war, verbraucht haben. Der Sprinter ist prima gelaufen, nur der Hersteller Woelcke muss noch mal ran.

Der Alltag hat uns wieder! 

Bernd Loewe im Juli 2009

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