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Polen Juli 2006 - Ostpreußen und Masuren, eine geführte Tour mit HEKA-Mobilreisen Ein Reisebericht von Bernd Loewe Polen ist ein vielfältiges Land im Herzen Europas. Die Ostsee mit ihren feinen Stränden oder die wald- und seenreichen Masuren, aber auch die kulturreichen Städte sind eine Reise wert. Soweit die Vorkenntnisse aus Reiseberichten und Reiseführern. Am 1. Juli begann die Reise in Hattingen Ruhr. Am Nachmittag stand das Reisemobil am Elbeufer in Magdeburg. Am Anleger der „Weißen Flotte“ werden Reisemobile toleriert. Der Stellplatz ist kostenlos, liegt ruhig direkt am Elbeufer. Ver- und Entsorgung ist nicht möglich, seinen Abfall nimmt der Reisemobilist wieder mit. Ein ausgedehnter Bummel durch Magdeburg endete mit der Erkenntnis, dass es hier viele Menschen gibt, die Dienstleistung freundlich erbringen. Ein Vorurteil weniger. |
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Herunter gekommene Häuser wechselten sich mit unfertigen Neubauten oder teilrenovierten Häusern ab. Die zum Teil mit Kopfsteinpflaster versehenden Straßen in den Dörfern erfordern keine Schilder mit Geschwindigkeitsbegrenzungen, hier fährt man freiwillig max. 25 km/h. Aber auch ist überall die die „neue Zeit“ zu erkennen, die Beschilderungen sind neu, die schmalen Straßen sind teilweise bereits erneuert. |
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Malbork (Marienburg) Der erste Tag war gleichzeitig mit über 350 Kilometer die weiteste Tagestour der 14-tägigen Reise. Über selten gute Landstraßen führte uns Maciej Hejne und Anna-Maria Kawuza nach Malbork (Marienburg). Ein Reisemobil hatte ein technisches Motorproblem, der Reiseleiter kümmerte sich umgehend um eine Werkstatt. Seine Lebensgefährtin übernahm die Führung und nahm auf den verwaisten Beifahrersitz des Autors Platz. |
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Der Campingplatz in Marienburg liegt im Grünen, schlichte aber saubere Waschräume, eine Toilettenentsorgung, alles vorhanden. Einige Zelte, Wohnwagen und viele Reisemobile aus Deutschland nutzten den Platz bereits. |
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Um 20 Uhr wurden wir zum Grillen eingeladen, aber nicht mit Holzkohle, sondern die Krakauer wurde am Stock über dem offenen Feuer gegrillt. Dazu leckere polnische Salzgurken, Tomatensalat, Brot und Getränke, alles reichlich. Diese Art zu grillen hat seinen besonderen Reiz, denn nicht nur eine meiner Würste fiel ins Feuer. Jedenfalls war da Gelächter groß, wenn so ein „Unglück“ geschah. Übrigens, sogar dem geübten Reiseleiter flutschte die Wurst auf den Boden. |
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Gegen 22 Uhr wurde es dunkel, die Mücken suchten uns und die gut gelaunte Gesellschaft löste sich auf. |
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Am nächsten Morgen, bereits um 7:20 Uhr rief ein gut gelaunter Reiseleiter sein „Guten Morgen“ über den Campingplatz und verteilte die Brötchen. Um 9:25 Uhr starteten wir mit einem Boot zur Marienburg, der ehemaligen Machtzentrale des Deutschen Ordens. Unsere Reisemobile wurden trotz Campingplatz zusätzlich bewacht. |
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Mit einem Boot fuhren wir gemächlich zur Marienburg. |
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Nach den Zerstörungen des zweiten Weltkrieges ist die Marienburg heute wieder die schönste und größte Burganlage Polens. (UNESCO-Weltkulturerbe) Wuchtig und wehrhaft beherrscht die aus Backstein errichte Marienburg am Ufer des Nogat. Eine deutsch sprechende Reiseleiterin führte uns rund 3 Stunden durch die hochinteressante und riesige Burganlage. Ursprünglich mit den Außenwerken mal 21 ha, jetzt erstreckt sie sich immerhin noch auf 5 ha. |
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Wir schlenderten durch die Säle, in die Burgküche und besichtigten die Heizungsanlage, die viele Räume mit einer Fußbodenheizung nach dem Vorbild der Römer (!) versorgte. |
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Die gesamte Anlage erlitt im Krieg schwerste Schäden und wurde ab erst 1960 restauriert. Heute wieder eine sehenswerte Wehranlage, eine der interessantesten touristischen Attraktionen Polens. Die 1340 fertig gestellte Marienkirche wurde in Erinnerung an die Kriegszeiten nicht rekonstruiert. Nur das Dach wurde erneuert, hier sind Bilder ausgestellt, die kurz nach dem Krieg aufgenommen wurden. Nur ca. 20 Minuten dauerte der Spaziergang entlang der Nogat zurück zum Campingplatz. |
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