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Rumänien und Bulgarien vom 19. August bis 30. September 2007, ein Reisebericht von Ilse Warm Mit zwei Reisemobilen, zu viert, nehmen wir die ersten 760 km unter die Räder. In Regensburg überqueren wir die Donau und übernachten auf dem Stellplatz in Vilshofen vor Passau. Es ist 24 Grad warm und wir können draußen direkt am Donauufer frühstücken. |
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Budapest ist unser nächstes Ziel. Wir fahren auf Bundesstraßen, zum Teil entlang der Donau bis zum Campingplatz Római, Szentendrei út 189, 1031 Budapest. Kurz vor Budapest ist auf der B 11 ab 12 t Vignettenpflicht. Die Stadt besteht aus drei ehemals selbständigen Städten, zwei Drittel auf der flachen Seite der Donau ist Pest, auf der westlichen, bergigen Seite Buda und Óbuda, die erst 1873 zur Gemeinde Budapest vereint wurden. |
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Geotektonisch gesehen liegt die Stadt, vor allem Buda, auf einer Bruchstelle, daher besonders reich an Thermalquellen. Die Geschichte der Budapester Bäder kann auf eine Vergangenheit von 2000 Jahren zurückblicken. Bereits die Römer nutzten die Quellen. Wir nehmen den Zug bis Buda und dann die Standseilbahn, die Sikló, die hoch zum Burgberg fährt. |
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An der ältesten, der 9 Budapester Brücken, die die Donau überspannen, treffe ich meine drei Fußmüden in einem gemütlichen Restaurant wieder. |
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Die Kettenbrücke, eigentlich Széchenyi-Brücke, benannt nach dem Erbauer, dem ungarischen Reformer Graf István Széchenyi, ist eine Hängebrücke und war bei der Einweihung 1849 die erste Donaubrücke unterhalb von Regensburg. Zwei triumphbogenartige Stützpfeiler, durch die die eisernen Ketten verlaufen, tragen den 375 m langen Brückenkörper. Vier Löwen sitzen jeweils zu zweit an den beiden Brückenköpfen. Am 18. Januar 1945, fiel sie, wie alle anderen Donaubrücken, den Sprengkommandos der deutschen Armee zum Opfer. Nach langen Rekonstruktionsarbeiten wurde sie zum dritten Mal, zum 100. Jahrestag der ersten Brückeneinweihung wiedereröffnet. |
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Am nächsten Tag fahren wir mit dem Zug und der Budapester U-Bahn, sie führt unter die Donau durch und ist die zweitälteste in Europa, in die eigentliche Innenstadt Budapests, die zwischen dem inneren Ring und der Donau liegt. Bei der großen Hitze, immerhin ist es 36,4 Grad heiß, entschließen wir uns zu einer Straßenbahnfahrt mit der Linie 2, die entlang der Donau und an den Stätten des Weltkulturerbes vorbei fährt, wie das Parlamentsgebäude, die Akademie der Wissenschaften und eine Reihe großer Hotels, wie das Luxushotel im Gresham Palast. |
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Danach folgt eine Sightseeingtour durch Buda und Pest. Die Fahrt führt über den so genannten Donaukorso vorbei an der St. Stephan Basilika bis zum Heldenplatz mit Millenniumsdenkmal. Es wurde, wie zahlreiche Großprojekte, 1896 zur Jahrtausendfeier der Landnahme der Ungarn fertig gestellt. Weiter über die Kettenbrücke nach Buda hinauf zum Gellértberg zur Zitadelle und zurück über die Freiheitsbrücke nach Pest. |
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Zum Ausklang flanieren wir über die parallel zur Donau verlaufenden Váci utca, die älteste Handelsstraße und heute bekannteste Flaniermeile der Stadt, in der fast alle großen Modelabels der Welt vertreten sind. Um die Jahrhundertwende blühte hier eine rege Kaffeehauskultur. Als vornehmstes und schönstes Kaffeehaus gilt das Café Gerbeaud am Vörösmarty tér. |
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Nach zwei Tagen verlassen wir Budapest, mitten in der Stadt versetzt eine ordentliche Bodensenkung dem Fahrradträger von Heinz einen starken Ruck, das Seil der Hebevorrichtung reißt, die Räder knallen eine Etage tiefer und schleifen über die Fahrbahn. Wir können es nicht fassen, ein 6 Monate alter Träger. Trotzdem haben wir enorm viel Glück auf der achtspurigen, stark befahrenen Straße. |
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Eine Woche nach unserem Reiseantritt erreichen wir Debrecen, passieren die rumänische Grenze nach Nyirábrányund fahren Richtung Valea lui Mihai, Piscolt und Carei. Hier versuchen wir an einem Geldautomaten uns mit Devisen zu versorgen, was aber nicht klappt. |
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Sapinta (auch Sapanta) liegt im Norden an der ukrainischen Grenze und ist durch seinen heiteren Friedhof, und den skurrilen Grabkreuzen bekannt geworden. Mitten im Ort zeigt ein Hinweisschild „Camping“ nach rechts, und am Ende einer Seitenstraße liegt der idyllische Campingplatz Poieni. An der Kirche versammelt sich gerade eine Hochzeitsgesellschaft, an der wir uns vorbeidrängen müssen. |
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