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Reise nach Sizilien vom 17.04.2005 bis 21.07.2005 - ein Reisebericht von Karlheinz Alig

Wir w├Ąhlen eine Route durch die Schweiz, wollen  an einem Klassentreffen in Freiburg teilnehmen. K├╝hles und nasses Wetter begleiten uns, so dass ein paar Tage in Bad Wurzach in der Therme gerade recht sind. Der Stellplatz in unmittelbarer N├Ąhe ist mit allem ausgestattet.

In Bad D├╝rrheim, sehr bekannt, machen wir noch eine Zwischenstation, bevor es weiter geht nach Freiburg. Bis zum 25.04. verbringen wir sch├Âne Tage in der reizenden Stadt, sehen mal auch ├Ąlter geworden Gesichter mit viel Freude. Gefahrene Km 406.

Dann geht es los, vorbei am Vierwaldst├Ątter See, auf der A 2/E 35 fahren wir durch den Gotthart Tunnel und lassen nun den Regen hinter uns, das Wetter wird sonnig. F├╝r die Nacht bleiben wir auf dem Cp Marinello Iron Gate, zw├Ąngen uns zwischen viele Dauercamper. Wichtig ist, dass wir uns duschen und eine ruhige Nacht verbringen k├Ânnen. Bis hier sind es 359 Km.

Am n├Ąchsten Tag, dem 27.April, erreichen wir nach weiteren 369 Km, erst auf der A1, dann A15 und A12/E80den Ort Castiglioncello. Auf dem Stellplatz Il Fortullino, alle Einrichtungen und sch├Ânem Blick auf das Meer, verbringen wir nach der anstrengenden Fahrt bei sch├Ânstem Wetter 3 Tage. Als Stellplatz kostet der Tag 15 Euro, ganz sch├Ân happig!

Der 30.April bringt uns weiter nach Civitavecchia, auf dem Stellplatz an den hei├čen Quellen (46 Grad) verbringen wir mit zahlreichen Campern die Nacht. 220 Km.

Weiter geht es am n├Ąchsten Tag  auf der A 1 nach Monte Cassino, 205 Km. Auf dem kleinen, aber feinen, Cp Parking Europa machen wir Station. Dass wir dem Kloster einen Besuch abstatten, um den vielen Tausend dort gefallenen Soldaten aller Nationen zu gedenken, versteht sich von selbst.

Unsere Reise bringt uns am 2.Mai weiter auf der A 1, vorbei an Neapel, bis zur Ausfahrt Battipaglia, rechts ab auf die SS 18, passieren wir bald Paestum. Nach 294 Km erreichen wir Praia a Mare. Mit drei anderen Wohnmobile verbringen wir die Nacht auf einem Stellplatz direkt am Meer, doch leider bietet dieser Platz keine Ausstattung. Erschreckt werden wir als pl├Âtzlich nachts um 24 Uhr eine Sprenkleranlage beginnt den Rasen zu bespritzen.

Bei der Weiterfahrt m├╝ssen wir feststellen, dass noch viele Cp geschlossen sind. So geht es auf der SS 18 weiter bis Tropea, 198 Km. Nach langer Sucherei und einer t├╝ckischen Abfahrt durch das St├Ądtchen, finden wir einen Campingplatz unmittelbar unterhalb der Stadt. Diese liegt auf einem Tuffsteinfelsen. Auch zu der fr├╝hen Jahreszeit sind schon reichlich Touristen zu sehen. Wundersch├Ân der Blick ├╝ber das Meer bis zur Insel Stromboli und dem gegen├╝ber liegenden Kloster auf der Isola Bella. Hier gehen wir zum ersten mal baden.

Am 5. Mai f├╝hrt uns die Stra├če zum Capo Vaticano. Das Wetter ist nun schlechter geworden und so verbringen wir 4 Tage auf dem Campingplatz Villagio la Scogliera, direkt am Meer. Als das Wetter wieder besser wird, machen wir einen Ausflug zu Fu├č zum Capo Vaticano.

Ein Steig bringt uns bei herrlicher Aussicht auf das Meer bis zum Leuchtturm. Wild tobt es an den steilen Felsen. Pro Nacht zahlen wir 18 Euro in der Vorsaison!

Wir fahren weiter, bunkern unterwegs Verpflegung und lassen die eine Gasflasche an einer Tankstelle f├╝llen. Erst ├╝ber eine kurvenreiche K├╝stenstra├če, dann ├╝ber die mautfreie A 3, mit reichlich Baustellen, erreichen wir am 9. Mai die Hafenstadt Villa St. Giovanni. Bei der Verladung  auf die F├Ąhre herrscht gro├če Hektik, f├╝r 53 Euro werden wir hin├╝ber nach Messina transportiert. Hier beginnt dann das Chaos im Stra├čenverkehr auf Sizilien. Dank unseres Navi finden wir jedoch zur Autobahn A 18/E 45. Gefahrene Km 148.

Unser n├Ąchstes Ziel ist nun Taormina, wobei der nahegelegene Campingplatz Paradiso in Letojanni ein guter Ausgangspunkt per Bus in die Stadt zu kommen ist um die Sehensw├╝rdigkeiten anzusehen. Das griechische Theater, mit Ausblick auf den ├ätna und die Flaniermeile, sind einfach der H├Âhepunkt. .

Ein Abstecher in die Schlucht Alcantara,├╝ber die SS 185, sollte man sich vornehmen. Bedingt durch ein Hochwasser konnten wir leider nur ein St├╝ck in die Schlucht eindringen

Am 11. Mai geht es weiter nach Acireale. Auf Grund eines Stra├čenneubaues f├╝hrt uns das Navi in eine Seitenstra├če und hier ging es dann nicht mehr weiter. Eine enge Kurve, nat├╝rlich voll mit geparkten PKW, bedeutete erst mal einen Stop. Hinter uns begann es zu hupen, doch ein Wunder, mehrere Einheimische ├╝bernahmen das Kommando, r├Ąumten die Stra├če. Einer kletterte auf einen Mast und bog das Verkehrszeichen um.

Dann war es geschafft, ein Hoch den Sizilianer, der Wortf├╝hrer brachte uns dann bis zum Campingplatz Panorama.  Dieser liegt 200 m ├╝ber einem Felsstrand, den man ├╝ber eine steile Treppe erreichen kann Acireale ist eine barocke Stadt mit mehreren interessanten Kirchen und Dom, leider verhinderte ein gro├čes Kinderfest auf dem Piazza Duomo und dem entsprechendem L├Ąrm, einen gr├Â├čeren Aufenthalt. Eigentlich hat sich der Besuch nicht gelohnt. F├╝r 2 N├Ąchte hat man uns 50 ÔéČ abgekn├Âpft!  Von Messina bis hier 83 Km.

Am 13.5.geht es nach Syracus, wir finden einen Parkplatz, fast vor dem Eingang zur Aerchologischen Zone. Wir bestaunen die Ausgrabungen des Theater Greco, des r├Âmischen Amphitheaters, das Ohr des Dionysios und die Steinbr├╝che Latomia del Paradiso, alles sehr beeindruckend. F├╝r die ├ťbernachtung begaben wir uns auf den Stellplatz von Platen, ganz in der N├Ąhe der ÔÇ×Zone“, ausgestattet mit allem was man braucht und gut bewacht 

Zu Fu├č gehen wir in die Altstadt Ortygia, au├čer der Piazza Duomo eigentlich nichts bewegendes, es sei denn, man ist ein Fan von Barock. Es f├Ąllt auf, dass alles doch ziemlich heruntergekommen ist.

Am 15.5. brechen wir auf, dank unseres Navi und der Hilfe eines Einheimischen finden wir zum Stellplatz Club Piccadilly in Donnalucata. Na ja, etwas besonderes ist der gewiss nicht, doch zum sehr sch├Ânen Strand sind es nur 20 m, die Stellpl├Ątze ├╝berdacht, die Duschen und Toiletten kann man benutzen. Au├čerdem ist der Preis mit 9 ÔéČ plus 1,5 ÔéČ f├╝r Strom noch moderat. Hier wollen wir ein paar Tage ausspannen. Ein Deutscher ist schon seit 6 Wochen hier.

Wir bleiben 7 Tage, fahren mit den R├Ądern zum einkaufen in den n├Ąchsten Ort, doch dann wird es Zeit zum Aufbruch.

Wir machen einen Abstecher nach Caltagirone und Piazza Armerina. Nach 85 Km erreichen wir die Stadt und finden einen Parkplatz. Es geht viele Stufen hinauf bis zur Piazza, dort besichtigen wir eine sehr sch├Âne Kirche und dann sind es noch 142 Stufen ├╝ber die blumengeschm├╝ckte Treppe hinauf. Viele Gesch├Ąfte zeigen die dort typischen Keramikarbeiten. Selbst die Treppenstufen sind damit belegt.

Weiter geht die Reise nach Piazza Armerina. Nach mehrmaligem Fragen finden wir die Ausgrabungen der Villa Romana und hier war die ├ťberraschung gro├č. Der Herrensitz aus der R├Âmerzeit zeigt mit welchem Luxus die reichlichen R├Ąumlichkeiten ausgestattet waren. Die Fu├čb├Âden alle mit Mosaik belegt. Ein Besuch ist einfach ein Muss. Der Eintritt an diesem Tag frei, also ohne Kosten. Die Nacht verbrachten wir ohne Probleme auf dem Parkplatz vor der Villa.

Am n├Ąchsten Tag ging es zur├╝ck an die K├╝ste zu unserem n├Ąchsten Ziel San Leone, auf den Cp Internationale Nettuno, den wir nach 248 Km erreichen. Er liegt nahe Agrigento. Anfangs etwas ├ärger mit ein paar Holl├Ąnder wegen einem Stellplatz, doch dann konnten wir uns einrichten. Seit wir nun in Sizilien unterwegs sind, gab es noch nicht einen Tropfen Regen und so k├Ânnte es auch bleiben. Mit dem Bus fuhren wir in die Stadt zum Tal  der Tempel, reichliche Touristenbusse laden ihre Fracht ab. Etliche Tempel, Reste weiterer Bebauungen, auch Grabst├Ątten, geben Zeugnis der fr├╝hen griechischen Kultur. Reichlich Fotos werden uns zu Hause daran erinnern. Der Cp selbst ist etwas chaotisch, relativ klein und mit 22,5 ÔéČ pro Tag auch ganz sch├Ân teuer

Morgen geht es nach Torre de Salsa um ein wenig auszuruhen. Nach 40 Km erreichen wir die Hazienda Torre de Salsa, ein ehemaliges Gut, auf einem H├╝gel gelegen. Als Stellplatz f├╝r Womos ausgebaut, wird auch noch ein gro├čes Areal bewirtschaftet. Man hat von hier oben einen wunderbaren Blick ├╝ber die umliegenden T├Ąler und bis zum Meer. Die Stellpl├Ątze sind mit Gewebe gegen die Sonne abgedeckt, wobei Wohnmobile mit Sat-Sch├╝ssel auf dem Fahrzeug, ganz sch├Ân schwitzen. Wir dagegen brauchen unsere Klimaanlage nicht einschalten, obwohl jeden Tag deutlich ├╝ber 30 Grad herrschen. Der Strand kilometerweit, ist fast menschenleer, ein kleines Paradies, daran ├Ąndert auch nicht, dass man 20 Min. zu Fu├č zum Meer laufen muss. Wir gehen zum Baden, obwohl das Wasser doch noch frisch ist. 5 N├Ąchte verbringen wir hier.

Wir bezahlen je Tag 16 ÔéČ einschlie├člich Strom und Dusche, wollen nun aber am Montag, dem 30. Mai weiter nach Selinunte zu den Ausgrabungen. Davor besuchen wir noch das in der N├Ąhe liegende Eraclea Minoa, das griechische Theater ist aber zum Schutz fast ganz abgedeckt.  Ein sehr sch├Âner Blick zu der Steilk├╝ste aus wei├čem Kalkstein ist zu erw├Ąhnen.

Es sind nur ca. 40 Km bis Selinunte, wir finden den Cp Maggiole wo wir Quartier machen. Ein kleiner, sehr einfacher Platz, der nur, wie ├╝brigens auch der Platz Athener, nur von Touristen besucht wird. Sonst gibt es keine M├Âglichkeit zu ├╝bernachten, denn an den Parkpl├Ątzen werden am Abend die Tore geschlossen. Wir sehen imposante Tempel, oder was noch ├╝brig geblieben ist, nachdem die meisten in Folge von Kriegen oder durch Erdbeben zerst├Ârt wurden.

Wir sehen ehemalige Festungsanlagen der Stadt und Tempelreste die wundersch├Ân auf H├╝geln ganz in der N├Ąhe des Meeres liegen

├ťber die kostenlose AB fahren wir nach Segesta. Dort besichtigen wir den sehr gut erhaltenen dorischen Tempel, der ganz erhaben auf einem kleinen H├╝gel steht. Auf dem Nachbarh├╝gel ist ein sehr sch├Ânes griechisches Theater zu sehen, nebst diversen ehemaligen Wohnh├Ąusern. Der Blick auf die umliegenden T├Ąler ist herrlich.Da es noch fr├╝h am Tage ist, brechen wir auf und erreichen dank AB und unserem Navi ohne Probleme nach etwa 40 Km Erice. Ein kleines St├Ądtchen das in fast 800 m H├Âhe auf einem H├╝gel liegt. Die Stra├če ist sehr gut ausgebaut und f├╝hrt in zahlreichen Kurven hinauf. Mehrere Wohnmobile parken hier. Zu  Fu├č gelangt man in das St├Ądtchen, der Ausblick bis zum Meer ist grandios,  viele Touristen und Schulklassen sind unterwegs. Dass hier ein Cappucino 5 ÔéČ kostet, wundert niemand. Auch die Spezialit├Ąt des Ortes, ein Mandel/Marzipangeb├Ąck ist zwar sehr lecker, hat aber auch seinen Preis

Dann geht es wieder den Berg hinunter Richtung San Vito lo Capo auf den Cp La Pineta, den wir nach 38 Km erreichen. Die Durchfahrt von Ortschaften erweist sich immer wieder als ein Abenteuer, die Fahrweise der Sizilianer, die wahllos geparkten Fahrzeuge, lassen das Fahren zum Stress werden. Noch nie konnten wir so viele verbeulte Autos sehen, ist das wohl ein Markenzeichen? Der Cp. gef├Ąllt uns sehr gut, zwar ├╝berwiegend Einheimische, doch gepflegt und einem sehr sch├Ânen Pool. Wir zahlen hier mit Camping Cheques, wollen wenigstens eine Woche bleiben. Das Wetter noch immer trocken und sonnig, mit 37 Grad bis jetzt auch der w├Ąrmste Tag unserer Reise.

 Der Ort macht einen guten Eindruck, hat einen wundersch├Ânen, wei├čen Sandstrand, das Meer blau/gr├╝nlich und schon warm genug zum baden. Ein Novum ist, dass der Cp an einer 2-300 m hohen Felsnadel liegt, sie erinnert uns an die Dolomiten. Im St├Ądtchen hat es ein gutes Fischgesch├Ąft und so genie├čen wir zweimal Schwertfisch, mit Muscheln als Vorspeise, in eigener Regie zubereitet.

Am Freitag den 10.6. wollen wir nun nach Palermo aufbrechen. Eine Kaltfront aus dem Norden l├Ąsst die Temperatur auf angenehme 26 Grad sinken. Dann urpl├Âtzlich ein heftiges Gewitter und es regnet mal wieder seit Wochen, doch am Morgen ist schon wieder alles verflogen.

├ťber eine landschaftlich sehr sch├Âne Gegend gelangen wir ├╝ber die SS 187 auf die A 29 und  nach rund 90 Km nach Palermo. Nun muss unser Navi zeigen was es kann, denn der Verkehr in der Innenstadt ist schon chaotisch. Doch mit Vorsicht und Konzentration erreichen wir unser Ziel, den Stellplatz Freesbee Parking. Er ist mit allem ausgestattet und bewacht, das Navi hat prima gearbeitet.

Samstag den 11.6. nach einer ruhigen Nacht, geht es mit dem Bus in die Innenstadt um die jeweiligen Sehensw├╝rdigkeiten aufzusuchen. Den ber├╝hmten Brunnen Fontana Pretoria am Palazzo Senatorio, mehrere Kirchen. Auch die Kathedrale, von au├čen gesehen schon gewaltig, aber innen etwas entt├Ąuschend, besuchen wir. Der Palazzo dei Normanni mit der Cappella Palatina, beeindruckt daf├╝r um so mehr. San Giovanni degli Eremiti hat einen sch├Ânen exotischen Park. Nach acht Stunden zu Fu├č in der Stadt ging es mit dem Bus zur├╝ck.

Auf der Fahrt  nach Monreale wollte uns das Navi  stur durch die Innenstadt f├╝hren, doch mir reichte schon die Anfahrt nach Palermo. Ich frage mich, was eigentlich dahinter steckt bei der Fahrweise der Sizilianer, dieses permanente ├╝berholen mit allem Gehupe, um sich einfach Vorteile zu verschaffen? Sieht man sich die zahlreichen verbeulten und verschrammten PKW an, ist das Resultat nicht zu ├╝bersehen.

Trotz fehlender Hinweisschilde r konnten wir nach einem Umweg Monreale finden. Die Kathedrale ist mit unerh├Ârtem Prunk ausgestattet.

Der Kreuzgang war sehenswert. Anschlie├čend ging es flott ├╝ber die AB, doch schon wieder mit einem Umweg, nur mit M├╝he konnten wir den Cp Costa Ponente in Cefalu finden. Von hier aus fahren wir mit dem Bus in das St├Ądtchen mit seinen schmalen Gassen. Diese f├╝hren zum Duomo, der sehr der Kathedrale in Monreale nachgebaut wurde, leider wurde der Innenausbau nie fertig gestellt. Der steile Weg, hinauf zum Kastell,  war bei der hohen Temperatur doch zu anstrengend und so kehrten wir auf halbem Wege wieder um.

Nach Bezahlung von 52 ÔéČ f├╝r zwei N├Ąchte ging es wieder auf die A3 bis nach Olivieri, wo der eingeplante Stellplatz leider geschlossen war und wir uns auf dem Cp Marinello einquartierten. Der Platz ist nichts besonderes, auch der Strand nicht gerade einladend und 26,5 ÔéČ f├╝r die Nacht mehr als ├╝berzogen So ging es am n├Ąchsten Morgen den 16.6 wieder weiter.

Unterwegs  war der Besuch der Kirche in Tindari angesagt, sie ist ein Wallfahrtsort auf einem H├╝gel ├╝ber der K├╝ste mit herrlichem Ausblick auf das ÔÇ×trockene Meer“ und die Umgebung. Die Kirche ist f├╝r sizilianische Verh├Ąltnisse ungew├Âhnlich reich ausgestattet, allerdings auch im Baustil nicht allt├Ąglich.

Um 11 Uhr ging es weiter, einsetzender Gewitterregen verhinderte den Besuch des griechischen Theaters und so hie├č das Ziel jetzt Messina. Um 12 Uhr waren wir bereits auf der F├Ąhre und auf dem Weg zum Festland. Jetzt hie├č es Sizilien Ade sagen. Nach 5 Wochen im R├╝ckblick doch ein sehr gelungener Besuch dieser Insel. Die vielen Fotos werden bei der Auswertung zu Hause noch einmal die vielen Eindr├╝cke nacherleben lassen.Auf der A3 ging es nun flott bis nach Rosarno, hier bogen wir ab auf die SS 281. Diese ist hervorragend ausgebaut und erlaubt z├╝giges Fahren. 

Bereits um 16 Uhr nach 177 Km trafen wir auf dem Cp Calypso in Kalabrien ein. .(Bild  58). Wir finden einen sch├Ânen Stellplatz in der ersten Reihe am Strand, neben uns Wohnmobile die bereits 6 Wochen hier sind. Der Campingplatz ist einfach und ruhig, in einem Supermarkt in der N├Ąhe k├Ânnen wir uns versorgen.

Das  Meer ist schon angenehm warm, so dass wir uns vorstellen k├Ânnen, hier auch l├Ąnger zu bleiben. Doch nach zwei Wochen und der Bekanntschaft mit einer Feuerqualle war es uns genug. Bezahlt mit Camping Cheques, dann ging  es weiter nach Capo Rizutto. Man merkt, dass der Sommer naht, jetzt sind es schon Temperaturen an die 35 Grad und kein Regen. Unsere Klimaanlage darf sich nun bew├Ąhren.

Auf der SS 106 ging es eigentlich recht flott vorw├Ąrts, wenn nicht immer wieder die Ortsdurchfahrten Probleme bereiteten. Die Landschaft ist gepr├Ągt von einer enormen Trockenheit, alles verbrannt, nur ein etwas gr├╝ner G├╝rtel an der Uferregion des Meeres zeigt etwas Gr├╝n. Das Sila Gebirge im Hintergrund weist auf eine sch├Âne Landschaft hin.

Nach 113 Km trafen wir auf dem FKK Campingplatz Naturistika la Greco ein, hier suchen wir uns einen Stellplatz ├╝ber der Steilk├╝ste ca. 50 m ├╝ber dem Meer aus. Die erste Reihe ist wegen der sch├Ânen Aussucht etwas teurer als die hinteren Pl├Ątze. Der Sandstrand  wundersch├Ân, an die 500 m lang und 50 m breit, l├Ądt er zum Baden ein, das Wasser d├╝rfte an die 25 Grad haben. Obwohl schon der 1.Juli, ist der Platz nur zur H├Ąlfte belegt, mal sehen ob es mehr wird.  Schon am ersten Tag erreicht die Temperatur 36 Grad im Schatten und sinkt sogar in der Nacht nur auf 28 Grad, doch dank unserer Klimaanlage ist das Schlafen noch ertr├Ąglich.

Heute ist der 6. Juli, nach wie vor herrscht eitel Sonnenschein, doch dann kommt mehr Wind auf und entsprechend ist der Wellengang. Am 11.7 brechen wir auf,  blicken zur├╝ck und stellen fest, es waren sehr sch├Âne Tage hier am Capo Rizutto, eine Wiederkehr ist durchaus denkbar.

N├Ąchstes Ziel ist Corelignano und dort der Cp Thurium, den wir nach 141 Km erreichen. Unterwegs seit langem mal ein Gewitterregen. Wir finden einen sch├Ânen Stellplatz am Waldrand und beschlie├čen eine Woche zu bleiben, bevor es auf die Heimreise geht. Sonne pur, das Wasser wunderbar warm und so gehen wir ├Âfters am Tage zum schwimmen. Obwohl doch jetzt in Italien Ferien sind, ist der Platz nicht besonders belegt. F├╝r 6 N├Ąchte zahle ich 102 ÔéČ. Dann geht es los., heimw├Ąrts.

Nach 371 Km machen wir wieder Zwischenstop in Monte Cassino auf dem gleichen Cp wie auf der Hinfahrt. Am n├Ąchsten Tag, den 18.7 geht es weiter nach Orvieto. Obwohl nun deutlich mehr Verkehr, erreichen wir bald nach 226 Km den Stellplatz. Dieser ist sehr gut ausgestattet und gepflegt, zum Besuch des auf einem H├╝gel liegenden St├Ądtchens bestens geeignet. Mit der Bahn geht es hinauf, es ist sehr warm und ein Fu├čmarsch w├Ąre ganz sch├Ân anstrengend.

Wir sehen den Dom, der uns sehr an den von Siena erinnert, auch sonst ist allerhand sehenswert. Gegen 18 Uhr zur├╝ck, verbringen wir mit mehreren Womos die Nacht. Dank unserer Klimaanlage sind die auch am Abend noch hohen Temperaturen zu ertragen. Die Nacht kostet 15 ÔéČ..

Am 19.7 brechen wir auf nach Modena, wo wir den Cp International ansteuern wollen. Als wir uns Florenz n├Ąhern, wird der Verkehr immer dichter und so sind wir froh nach 316 Km den Campingplatz zu erreichen. Es ist sehr hei├č, 37,5 Grad! F├╝r die Nacht verlangt der Betreiber  26 ÔéČ. Obwohl von der anstrengenden Fahrt sehr m├╝de, beschlie├čen wir, am n├Ąchsten Tag weiter zu fahren, denn der L├Ąrm um den unmittelbar am AB Kreuz liegenden Platz ist einfach zu laut.

Also los ├╝ber Verona und vorbei am Gardasee. Dann ab auf die Schnellstra├če Richtung Meran und hinauf zum Reschenpass. Hier machen wir Halt auf dem Campingplatz Th├Âni im Ort St. Valentin auf der Haide, der immerhin auf 1500m liegt. .(Bild 61). Gegen├╝ber sieht man das Ortler Massiv. Auch hier ist es am Nachmittag noch 30 Grad warm. Bis hier her sind es 323 Km.Am n├Ąchsten Tag ├╝ber den Fernpass und Garmisch Patenkirchen nach M├╝nchen. Am Nachmittag ohne Probleme und noch mal 309 Km wieder daheim. Insgesamt gefahrene Km ca. 5430. 

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