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Ein Reisebericht von Karheinz Alig nach Spanien, Portugal und Frankreich - März bis Juni 2004 |
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Wir hatten die Absicht über das Zentralmassiv in Frankreich die Mittelmeerküste zu erreichen, um über Spanien in die Algarve und somit auch zum Atlantik/Portugal zu gelangen. Für die Rückfahrt war die Biskaya unser Ziel, um dann quer durch Frankreich wieder die Heimreise anzutreten. Es ist Donnerstag der 18. März als wir zu dieser langen und hoffentlich auch erlebnisreichen Tour starten. Bei herrlichem Vorfrühlingswetter macht das Reisen Spaß, so erreichen wir nach 476 km Breisach und ohne Probleme den Womo Stellplatz. Nahezu 20 Fahrzeuge sind bereits hier um dann die Weiterreise anzutreten. Am nächsten Morgen geht es über Colmar Autobahn nach Mühlhausen. Die A 36 bringt uns bis Besancon, über die Ausfahrt West Nr. 3 gelangen wir auf der N 73 nach Dole. Die Umfahrung von Dole und Chalon s.S. ist nach Abschluss der Bauarbeiten nun kein Problem mehr. Über die N 80 erreichen wir nach 400 km Paray le Monial, doch der dortige Cp ist noch geschlossen, darum weiter bis Digoin. Wir machen Station auf dem Cp La Chevette. |
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Bei einem Spaziergang entdecken wir den Kanal Roanne a Digoin der hier über die Loire fließt (Foto). Leider war nun das warme Wetter vorbei, es fing an zu regnen und der Wind wurde heftiger. Wir verlassen Digoin in Richtung ST. Flour, wählen dabei die Straße 949 über Vichy, diese ist kürzer und sehr gut ausgebaut. In Gannat gelangen wir auf die mautfreie A 75 und erreichen dann nach 234 km St. Flour. Nachdem ein ausgewiesener Stellplatz demoliert war übernachteten wir auf dem Parkplatz vor dem Hotel Ander. Das oberhalb gelegene Städtchen ist etwas trostlos. |
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Nach einer sehr kalten Nacht (4 Grad C), führt uns die A 75 hinauf bis auf 1.160m Höhe, Regen und Schneefall verhindern leider die schönen Ausblicke. In Millau wurde an der Brücke noch gearbeitet und so mussten wir hier die AB unterbrechen. Nach 300 km erreichten wir Gruissan, leider enttäuscht über den Stellplatz, von Strom und Toiletten nichts zu sehen. Geschäfte und Lokale geschlossen und dazu bläst der Mistral gewaltig. Weiter mautfrei auf der N 9 Richtung Spanien, Ziel der Cp Aquarius bei St.Pere Pescador, schwierig zu finden. Er ist o.k. trotz großer Baustelle. Gefahrene 175 km. Es stürmt stark und obwohl Sonnenschein kaum 15 Grad. Über die B 31 und A 7 nach 233 km erreichen wir den Cp Tamarit, der Platz hat sich deutlich vergrößert. In der Nacht reichlich Regen. |
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Am nächsten Tag geht es auf der N 340 weiter nach Alcossebre, der Starkwind peitscht auf uns nieder, das fahren wird schwierig. Nach 168 km erreichen wir den Ort, viele Straßen stehen unter Wasser, auch dem Cp Tropicana hat der Sturm zugesetzt, das Meer fast den ganzen Strand verschlungen. Am nächsten Tag wird es wenigstens wärmer, so bleiben wir 6 Tage hier. Am 4. April geht es weiter auf der N 340 nach Valencia (147 km), wir finden den Cp Complejos los Pinos, nichts besonderes, dafür aber teuer. Nach Valencia mit dem Bus, die Stadt zeigt sich in ihrer ganzen Schönheit, Kathedrale, Seidenbörse, Markhalle und Freizeitcenter sollte man gesehen haben. |
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Auf der 332 geht es Richtung Alicante, vor der Stadt auf die A 7. Der eingeplante Cp La Marina war uns mit 50 Euro pro Tag doch zu teuer, so fahren wir weiter auf guter AB mautfrei nach Cartagena und erreichen nach 312 km den Cp La Manga. Unterwegs sehen wir riesige Orangenfelder, an der Straße werden die Früchte sackweise angeboten. Das Wetter verschlechtert sich nun wieder, 3 Tage regnet es fast ununterbrochen und am Tage nur 9 Grad C. Wir bleiben 7 Nächte, dann geht es auf der Schnellstraße 301 bis Murcia und dann weiter mautfrei der auf der AB Richtung Granada. Bis auf 1380 m führt diese durch großartige Landschaften, bald sieht man die mit Schnee bedeckte Sierra Nevada. |
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Auf der AB 92 nun in Richtung Marbella, nach 185 km Fahrstrecke machen wir 10 km vor der Stadt auf dem Cp Capobino Halt. Ein von zahlreichen Briten belegter, einfacher, aber ruhiger Platz, 200 m vom Meer entfernt. |
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Mit dem Bus nach Marbella, die Stadt besichtigt, schöne Strandpromenade, Altstadt mit Orangenplatz. Wir bleiben 7 Tage, genießen das sonnige, nun warme Wetter. |
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Am 27. April fahren wir über die aussichtsreiche, mautfreie N 340, 124 km an Gibraltar vorbei, Richtung Tarifa und machen 8 km vom Städtchen entfernt Station auf dem Cp Torre de la Pena 1. Dieser liegt in Terrassen direkt am Meer, wir wählen einen Platz unmittelbar über dem Strand. (Foto). Dank des steten Windes ist hier ein Eldorado für Surfer. Wir können hinüber nach Afrika schauen, sehen am Abend die Lichter an der Küste Marokkos. Es gefällt uns prima, meine Frau geht mit Anzug das erste Mal ins Wasser, macht ihr viel Spaß. |
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3 Nächte bleiben wir, dann wieder auf der N 340 Richtung Cadiz, bleiben auf dem Cp Las Dumas in Puerto de Santa Maria. Der Platz ist o.k, nun ist es sehr heiß und noch immer sehr viel Wind. Am Abend in die Stadt, sehen Festung an und die Altstadt. Am nächsten Tag mit dem Bus nach Cadiz, besuchen die Kathedrale und sehenswerte Altstadt. |
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Noch immer ohne Maut auf der N 340 nach Sevilla, suchen den Cp Sevilla, diesen zu finden jedoch ein Problem darstellt und uns zusätzlich ca 45 km mehr kostet, gesamte Strecke 175 km. Die Stadt besitzt eine gewaltige Kathedrale. Alcazar und der goldene Turm sind sehr beeindruckend, einfach ein Muss. Die Altstadt und das Haus des Pilatus sehenswert, Plaza Espania und Stierkampfarena ergänzen viele Grünanlagen. In dieser Woche wurde die Feria gefeiert, tausende Mädchen und Frauen in der andalusischen Tracht, die Männer mit schwarzen Hüten und auf Pferden, viele Gespanne, zogen durch die Stadt. |
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Am 1. Mai geht es auf der sehr guten Autobahn mautfrei nach Portugal, nach der Grenze biegen wir ab auf die 125 und erreichen die Stadt und Cp Olhao nach 206 km. Der Platz ist einfach, aber i.o. auch billig. Mit dem Fahrrad in das Städtchen zwecks Einkauf in Markthallen, die Preise etwas günstiger als zu Hause. Währendessen hat man uns beide Radcomputer abmontiert und gestohlen, das war die erste Begegnung mit der Kriminalität in Portugal. |
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Nach 9 Tagen geht es weiter Richtung Algarve. Die von „Schulz“ beschriebenen Stellplätze Praia de Gale erweisen sich als große Baustelle und auch die Zufahrt in Lagos bereitet Probleme durch falsche Ampelanlage. Fahrt 148 km. Wir finden endlich den Stellplatz Praia de Camilo, ca. 60 m über dem Meer, mit schönem Blick über die Küste, diese ist bizarr gegliedert, mit ausgewaschenen Felstürmen. Wir bleiben mehrere Nächte, besuchen das reizende Städtchen und machen reichlich Fotos. Leider werden diese und alle folgende uns in Lissabon gestohlen, also Fehlanzeige. Am 12. Mai geht die Reise weiter nach Sagres, 37 km, auf dem gleichnamigen Cp übernachtet, sehen uns den Leuchtturm St. Vincente an (reichlich Touristen) und kaufen in Bispo ein. Wir suchen den Stellplatz Praia do Castelejo auf, doch ist der ganze Strand seit 2 Jahren überhäuft mit Steinen, kein Sandstrand mehr, also weiter bis zur Praia de Cordama und hier die Überraschung! Super breiter Sandstrand, kaum Besucher, ein guter Parkplatz vor einer Gaststätte zum übernachten. Bis hier her z.T. steile, geschotterte Straße! Meine Frau versucht sich mit dem Surfbrett in den Wellen, mir selbst ist das Wasser verflixt kalt. Surfer aus BRD warnen uns vor Dieben, die an Badestränden zahlreiche Autos aufbrechen. Am 15. Mai fahren wir weiter nach Norden und machen nach 105 km Halt auf dem Cp Sitava bei Vila Nova de Milfontes. Überwiegend einheimische Dauercamper, es gibt noch nicht einmal Brot. 2 Tage früher wurden 2 holländische und 1 Womo aus der BRD am helllichten Tag aufgebrochen und vieles gestohlen. Wir bleiben nur eine Nacht, weiter über die 390, dann 262, geht es Richtung Lisboa. Unterwegs ist die Landschaft übersäht mit allen möglichen Blumen, jede Menge Eukalyptusbäume und Korkeichen. Weiter über die A 2 und A 5 (mautpflichtig) und nach 194 km in Lisboa auf den Cp. Municipale. Am 17. Mai mit dem Bus in die Stadt, sehen uns die Kathedrale an. Auf dem Praca Don Pedro sind viele Bettler, ich bemerke, dass ich beobachtet werde und als wir in die Straßenbahn einsteigen wollen um auf die Burg zu fahren, passiert es, ein Gedränge wird inszeniert, ich werde geschoben, muss mich wehren und dabei wird mir die Camera aus der Tasche gezogen. Alles geht blitzschnell, ich habe keine Chance den Dieb zu fassen, sicher waren mehrere Personen daran beteiligt. Da war für mich Lissabon gestorben. Am Cp. sagt man mir, dass jeden Tag, allein an der Haltestelle der Straßenbahn, 5-6 Diebstähle, allein von Besuchern des Cp. gemeldet werden. Da frage ich mich, könnte da die Polizei dies nicht verhindern? Auf dem Praca Don Pedro wurde während der EU Meisterschaft ein Engländer bei einem Raubüberfall erstochen. Wir packen zusammen, fahren über die A 5 Richtung Casais zum Capo Roco, der westlichste Punkt von Europa, dann weiter, erreichen nach 90 km Erceira und verbringen 2 Nächte auf einem Stellplatz am Meer. Weiter nach Lourinha, machen Halt auf dem Cp. Parque de Campismo da Praia da Aveira Branca, mit neuen Sanitärräumen einladend, aber wenig Platz für Mobile. Der Strand ist riesig und gepflegt, wir bleiben 5 Nächte. Nebel kommt auf, so geht es weiter nach Peniche. Sehenswert auf alle Fälle die ungewöhnlich gegliederte Küste mit bizarren Felsabstürzen. Dann rollen wir weiter nach Orbidos mit seiner großen Burganlage, im Dörfchen reichlich Touristen. Über ein Stück Autobahn landen wir auf dem Cp Vale Paraiso, rund 2 km nördlich von Nazare. Ein Womo Fahrer aus Berlin sagt uns, dass auch er in Lisssabon bestohlen wurde, Geld und Papiere aus dem Rucksack waren weg. Der Polizei würden jeden Tag über 30 Diebstähle „gemeldet“ (ohne die nicht gemeldeten, wie wir). Nazare ist ein wunderschönes Städtchen, vom Stadtteil Sitio hat man einen traumhaften Blick von den Felsen über der Stadt über Strand und Ort. Wir bummeln über die Strandpromenade, der Cappucino ist preisgünstig und wir bestaunen die Frauen in der heimischen Tracht. Am 26. Mai über die 242, dann 109, fahren wir in Richtung Aveiro, biegen in Figuera da Foch auf die A14 und erreichen nach 14 km Monte–o-Velno mit seiner schönen Festungsanlage. Zurück über die AB auf die 109, dann Tocha links ab nach Praya da Tocha, Küstenort mit sehr schönem Sandstrand. Das Wetter wird wieder schlechter, Hochnebel verdirbt die Stimmung, es wird nicht richtig warm. Also, am 27.Mai auf der A5 Richtung Spanien. Nach 25 km ist die AB zu Ende und es beginnt die E 80. Diese erlaubt flottes fahren und so erreichen wir nach 215 km Guarda. Auf der ganzen Strecke wird intensiv an der neuen Autobahn gebaut, durch die bergische Landschaft ein großes Unterfangen. Auf dem Cp. Municipal verbringen wir die Nacht. Freitag 28. Mai, wieder auf der E80 passieren wir nach etwa 30 km die Grenze nach Spanien, weiter auf der E80 gut zu fahren, auch hier wird am AB Neubau gearbeitet, so gelangen wir nach 168 km nach Salamanca und den Cp. Regio. Die Landschaft unterwegs war geprägt von Viehherden und jede Menge Schweinen. Der Cp. ist sehr gut ausgestattet. Mit dem Bus geht es in die Stadt, dort sehen wir uns den Plaza Major an, er ist der Mittelpunkt der Stadt, die neue und alte Kathedrale, die Römerbrücke und Universität. Am 30. Mai verlassen wir die Stadt in Richtung Burgos, mautfrei auf der E 80, leider finden wir keinen Cp. und so geht es weiter auf der A1 (kostet nun Maut) Richtung Bilbao. Nach 514 km erreichen wir Najo mit Cp de Joyel an der Biscaya. Auf dem prima Platz mit schönem Strand bleiben wir 9 Tage, das Wetter bestens. Am 8. Juni geht es los, über Bilbao/Bordeaux, rollt es auf der A 5, N 10 zügig vorwärts, nach 430 km an Bordeaux vorbei, dann auf die E 606 / N 10. Der Stellplatz von „Schulz“ an der Esso-Tankstelle könnte gehen für die Nacht, ist jedoch laut, also weiter bis nach Angoulem, da der dortige Cp jedoch geschlossen ist, weiter auf der N 141 / F 603 Richtung Limoges. In La Rochefoucaulel finden wir den Cp des Flots, klein aber ordentlich. Hier ist auch das von „Schulz“ erwähnte schöne Schloss, aber 7 Euro pro Person war uns dann doch zu teuer. Bis hierher 563 km. Es geht weiter über Bellac und Gueret auf gut ausgebauter Straße bis Montlucon. Auf dem Cp Municipal in St. Pourcain, sehr gut ausgestattet, verbringen wir die Nacht. Gefahrene km 281. Über die D 46 und N 7 geht es weiter Richtung Lapalisse und auf der 949 bis Digoin mit dem Cp, welchen wir bereits im März angefahren hatten. Diese Fahrtstrecke 90 km. Freitag den 11. Juni, Start nach Breisach, wobei die Strecke Shalon s.S. und Dole nun sehr gut zu fahren ist und bereitet keine Probleme mehr. Nach 377 km auf dem Stellplatz in Breisach entrichten wir wieder unsere 5 Euro Gebühr und verbringen eine ruhige Nacht. Samstag den 12. Juni geht es auf der bekannten Strecke nach Hause. Noch einmal sind 477 km zu fahren, dann ist diese lange Reise zu Ende. Gesamt-Km 7.238, Verbrauch 718 Lt. Diesel und 96,91 Euro Maut. |
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