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Benvenuti Italia (Willkommen Italien)

In den letzten Jahren haben wir immer wieder Reisemobilsten getroffen, die von Süditalien und Sizilien schwärmten. Aber auch Warnungen vor Diebstahl und Mafia hörten wir, witzigerweise nicht von denjenigen, die tatsächlich diese Region bereist haben. Sicherlich nicht immer nur reine Vorurteile. Abschreckender aus unserer Sicht ist eigentlich die lange Anreise vom Ruhrgebiet, gut 2.350 Kilometer, die Autobahngebühren und die noch höheren Dieselpreise als in Deutschland ... und das will schon was heißen.

Apropos Diebstahl, wenn man einige Regeln beachtet, dann kann die Gefahr eines Einbruchs minimiert werden, aber natürlich nicht völlig ausgeschlossen werden. Sichtbare Einbruchshemmende Diebstahlsperren sind eine Maßnahme, aber auch die Mitnahme der wichtigsten Wertgegenstände beim Verlassen des Reisemobils sollte selbstverständlich sein. Denn nicht selten wird man von den potentiellen Tätern beim weggehen beobachtet. Einkäufe in großen Supermärkten sollten nur selten zu zweit absolviert werden, in der Regel bleibt einer im Mobil. Diese Parkplätze sind ein Eldorado für Diebe, man geht quasi ohne Gepäck in den Supermarkt, der Dieb freut sich über reichlich Auswahl. Also nichts für Ängstliche? Die ganz andere Alternative wäre Zuhause zu bleiben, aber das kommt uns natürlich nicht in den Sinn.

Karte: Wikipedia
Lage der Regionen

Reiseführer, Planung und „freies Übernachten“

Für die Vorbereitung haben wir die WoMo-Führer „Mit dem Wohnmobil nach Süd-Italien“ Teil 1 und 2, sowie „Mit dem Wohnmobil nach Sizilien“ genutzt. Diese Führer beschreiben neben Rundtouren viele Stellplätze mit GPS-Daten, unser Navigationsgerät TomTom GO 910 soll uns dahin führen. Dennoch, auch eine aktuelle Landkarte von Italien von Michelin (Nr. 735, 1 cm : 10 km) gehört dazu. Der entsprechende Beadeker „Sizilien“ sollte helfen die Sehenswürdigkeiten auf Sizilien zu erkunden. Außerdem haben wir für die Planung Reisemobilführer mit GPS-Daten der Stellplätze als sehr hilfreich empfunden.

Neben dem kleinen Langscheidt Wörterbuch „Deutsch-Italienisch“, kam auch ein Sprachführer „Italienisch Wort für Wort“ aus der Reihe „Kauderwelsch“ (Band 22 Reise Know How) mit an Bord, damit wir die ItalienerInnen mit unseren Sprachkenntnissen verwirren können. Auf der Fahrt kauften wir noch den grünen Michelin-Reiseführer von ganz Italien, damit wir uns auch unterwegs informieren konnten.

Zu guter Letzt erstanden wir noch einen POLYGLOTT Spezial (Beschreibung Rückseite) von ganz Italien für 10 Euro erstanden, der immerhin mit über 1.024 Seiten Informationen aus verschiedenen Regionen Italiens bot.

Stellplätze in Italien

 

Wir kennen diese “70 Euro-Schilder” schon aus den Vorjahren, hier ein Beispiel von Sardinien:

Verbotsschilder Campen

Außerdem besuchten wir die Internetseite www.camperonline.it „AREE DI SOSTA PER VEICOLI RICREAZIONALI“, dort sind viele Stellplätze in Italien, mit der Möglichkeit als Liste auszudrucken, nach Regionen veröffentlicht. Allerdings in italienisch und nur wenige GPS-Daten. Natürlich fehlte der neue Bordatlas Europa 2008 der Reisemobil International nicht in unserer Sammlung, der allerdings in diesen Regionen nur wenige Stellplätze ausweist.

Wie ist das eigentlich mit dem „freien Übernachten“ in Italien?

Wie ist das eigentlich mit dem „freien Übernachten“ in Italien? Das Stehen und Übernachten im freien Gelände ist prinzipiell nicht gestattet. Reisemobile sind in Italien verkehrsrechtlich mit den Pkws gleichgestellt. Grundsätzlich ist daher Parken mit dem Reisemobil dort überall gestattet, wo nicht ausdrücklich Verbotsschilder „Campen verboten“ stehen. Diese nicht zu beachten, kann übrigens teuer werden, mindestens 70 Euro werden fällig, wenn die Polizei kommt. Und die Betonung liegt auf Parken, bereits ein Keil unter den Rädern wird als Camping ausgelegt. Es soll nach den Berichten sogar „übereifrige“ Polizisten gegeben haben, die bereits ein ausgestelltes Fenster als Camping auslegen! 

Die Ziele der Tour

Hauptziele unserer Reise sollen neben Sizilien, die Regionen Kalabrien, Basilikata und Apulien werden. Wir wollen die Adria sehen, sowie das ionische und tyrrhenische Meer. Ein Abstecher in die Toskana ist auch nicht ausgeschlossen. Die Autoren der Reiseführer schwärmen von herrlichen Steilküsten, tollen Sandstränden und den schönen Nationalparks im Landesinneren. Hier sollen die Tempel der „alten Griechen“ besser erhalten sein, als in Griechenland. Höhlen mit prähistorischen Funden, Felsengräber, römische Villen wechseln sich ab mit mittelalterlichen Städtchen. Von den historischen Stätten und der landschaftlichen Schönheit Siziliens ganz zu schweigen. Natürlich darf ein Besuch des gewaltigen „Ätna“ nicht fehlen, der stets tätige Volkan ist mit etwa 3.320 Metern (hier schwanken die Angaben, bis zu 3.370 Meter werden genannt, aber wir wollen nicht kleinlich sein) der höchste Europas. So haben uns die Reiseführer „Geschmack“ gemacht, die Reiselust war geweckt:

Hier einige Kurzinformationen aus Wikipedia, die Links führen zu ausführlichen Informationen auf der Internetseite von Wikipedia.

Sizilien (italienisch Sicilia, früher Trinakria) ist die größte Insel im Mittelmeer und der Name einer autonomen Region der Republik Italien, die aus dieser Insel und einigen ihr vorgelagerten kleineren Inseln gebildet wird. Die Insel Sizilien liegt südwestlich vor der „Stiefelspitze“ Italiens und ist der Überrest einer Landbrücke, die einst Europa und Afrika verband.

Die Region Sizilien hat eine Fläche von 25.703 km² und rund 5 Millionen Einwohner, womit sie etwa so dicht besiedelt ist wie Italien. Sie ist in neun Provinzen aufgeteilt. Die Hauptstadt der Region Sizilien und gleichzeitig deren größte Stadt ist Palmermo.

Der Ätna (italienisch: Etna oder auch Mongibello) ist mit etwa 3.323 über dem Meeresspiegel der höchste und aktivste Vulkan Europas und liegt in der Nähe von Catina und Messina.

Wappen Sizilien

Kalabrien grenzt im Norden an die Basilicata, im Westen an das Tyrrhenische Meer und im Osten an das Ionische Meer. Die Straße von Messina trennt Kalabrien von der Insel Sizilien. Kalabrien hat eine Fläche von 15.080 km² und 2.007.000 Einwohner. Die Hauptstadt der Region ist Catanzaro. Unterteilt ist Kalabrien in die fünf Provinzen Catanzaro, Cosenza, Crotone, Reggio Calabria und Vibo Valentia.

Kalabrien ist fast vollständig von Gebirgen bedeckt: Im Süden vom Aspromonte, in der Mitte von der Sila, im nördlichen Grenzgebiet mit der Basilikata vom Pollino.

Wappen Kalabrien

Basilikata (italienisch Basilicata) ist eine Region in Süditalien, die zwischen Kampanien, Apulien und Kalabrien (im Uhrzeigersinn) liegt. Sie hat 9.992 km² mit rund 595.000 Einwohnern und besteht aus den Provinzen Potenza und Matera. Die Hauptstadt ist Potenza. Die um die Hauptstadt liegende Provinz Poténza hieß vor 1871 Provinz Basilikata, war aber nur ein Teil der heutigen Region Basilikata.

Basilikata ist die drittsüdlichste Region des italienischen Festlandes. Im äußersten Nordwesten liegt das Weinbaugebiet Vulture, hier wird der Wein Aglianico del Vulture produziert.

Wappen Basilikata

Apulien (ital. Puglia) ist eine in Südost-Italien gelegene Region mit einer Fläche von ca. 19.000 km² und rund 4,1 Mio. Einwohnern.

Die Halbinsel Salento im Süden Apuliens bildet den sogenannten „Absatz“ des italienischen „Stiefels“. Apulien ist die zweitsüdlichste Region des italienischen Festlandes, ihre Hauptstadt ist Bari. In den fruchtbaren Küstenebenen gedeihen Mandeln, Oliven, Getreide, Tomaten und Wein. Apulien ist ein wichtiges Weinbaugebiet. Aus ihm kommen vorwiegend gehaltvolle Rotweine. Wichtige Rebsorten sind Primitivo, Negroamaro und Sangiovese.

Wappen Apulien

Vor der Reise - was für ein vielfältiges Programm!

Gut das wir mindestens 8 Wochen im April und Mai eingeplant haben. Wenn jetzt bei den noch schaffenden Teil der Reisemobilsten ein gewisser Neid aufkommt, dem sei gesagt, nur Geduld, auch ihr werdet älter!

Wir wollen die schönste Zeit in dieser Region Italiens erleben, im Frühling. Die Natur erblüht, die laue Luft schmeichelt die Sinne, so unsere optimistische Vorstellung. Badewetter ist in dieser Zeit eher nicht zu erwarten, aber dafür ist der Massentourismus noch nicht ausgebrochen, viele Freiheiten und ruhige Stellplätze erwarten wir. Überall in den Reiseführern ist die Warnung vor der Hauptreisezeit im Juli und August zu lesen. In dieser Zeit ist der „Bär los“, alles überfüllt, neben den Einheimischen tummeln sich die Pauschaltouristen aus aller Welt in den Urlaubsregionen. Auf diesen Rummel können wir gut verzichten. Wir sind gespannt.

Bernd Loewe März/April 2008

Wir sind zurück! Hier der Reisebericht “Bella Italia”

70 Tage, davon 68 Tage auf Stellplätzen und 7261 Kilometer auf dem Tacho mehr 

Der Bericht wurde während der Tour zeitnah erstellt, die Bilder müssen noch für das Internet bearbeitet werden. Das dauert ein wenig. Daher sind hier vorab einige Bilder ohne Kommentare zusammengestellt, vielleicht machen die Bilder ein wenig neugierig?

Bernd Loewe im Juni 2008

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