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Narbonne-Plage

Drei (!) Ver- und Entsorgungsstationen hintereinander an der Ausfahrt lassen ahnen, welch ein Andrang in Saintes-Maries-de-la-Mer herrscht. Bald bummelten wir durch die Camargue, überall die gesattelten weißen Pferde, zum Ausritt bereit. Nur die Flamingos hatten sich rar gemacht... Frau Garmin wies uns den Weg nach der Durchquerung von Montpellier über eine kostenlose Autobahn bis kurz vor Narbonne. Unterwegs wurde ein wenig eingekauft, Diesel floss am „Super U“ für 1,279 Euro in den halbleeren Tank. Das Gas tanken klappte auch, wenn auch der Rüssel dreimal abgenommen werden musste, bis der Automat reagierte. Die Zufahrt von rund 15 km ab Narbonne an den Strand führte durch eine hüglige, wieder nett anzusehende Landschaft. Der riesige Stellplatz in Narbonne-Plage wies einige Lücken auf, für 10 Euro durften wir durch die Schranke. Kaum standen wir, da fielen die ersten Tropfen Regen. Schnell noch auf den weitläufigen Strand geschaut, der Nachmittag wurde bei fast stetigen Regen im Mobil verbracht. Wer hat das bestellt?

Stellplatz Narbonne

Der nächsten zwei Tage waren deutlich freundlicher, kaum Wolken. Aber das Wasser hatte keine 20 Grad! Wir schlenderten über den breiten Strand in den Ort Nabonne-Plage, die Sonne schien zwar, aber der Wind pfiff ordentlich.

Strand1

Auf der neu asphaltierten breiten Promenade waren unzählige Marktstände aufgebaut, von Modeschmuck, Klamotten, regionale Produkte, Krimskrams aller Art, bis Parfüm war fast alles im Angebot. Ein Stand bot eine große Auswahl von Uhren an, für sage und schreibe 3 Euro mit Batterie, das konnte man riskieren. Sie lief auch noch nach der Tour...

Markt

Palmen

Mit dem Fahrrad haben wir am Nachmittag den nur knapp 7 Kilometer entfernten Stellplatz in St.-Pierre (7 Euro) erkundet, aber der war sehr voll und lag außerhalb des Ortskern. Da bleiben wir doch in Narbonne-Plage, unser Platz in einer Ecke bot sehr viel Bewegungsfreiheit. Am Abend liefen wir in den quirligen Ort, ein akzeptables Restaurant bot zu zivilen Preisen ein feines Menü. Immerhin drei Nächte sind wir geblieben.

Gruissan

Den riesigen Stellplatz in Gruissan am Hafen kannten wir von 2005, nur knapp 10 Kilometer von Narbonne Plage entfernt. Für 8,50 Euro die Nacht haben wir einen Platz am Kanal gefunden, konnten die aus- und einfahrenden Freizeitboote beobachten, vom Schlauchboot bis zur Segelyacht. Den sehr touristischen Ort haben wir auch erkundet, nicht schlecht, aber warum macht man ausgerechnet hier Urlaub? Der Ort besteht quasi nur aus Ferienwohnungen, verschiedenen Hafenbecken mit Yachten in allen Preisklassen und vielen Restaurants. Am Abend war der Stellplatz „complett“, demnach so um die 150 Mobile, entsetzlich.

Gruissan

Ein deutscher Nachbar schwatzte den Autor mit etlichen Themen zu, ein ehemaliger Lkw-Fahrer und Besserwisser ersten Grades. Sein 14 Jahre alter Flair hätte mal 140.000 DM gekostet. Schau mal, mein Exsis hat jetzt ungefähr genau soviel gekostet. Hymer sagte er, alles nur billig Zeugs. Ja was denn, fragte ich. Darauf wusste er keine Antwort. Dann kamen politische Stammtischparolen auf, wie Frau Merkel hätte doch nie ohne Stasi Beziehungen ihren Doktor machen können und Türken gehören nicht in verantwortliche Regierungsämter. Ich erklärte ihm meine Meinung und ließ deutlich erkennen, das Gespräch ist beendet. Puh, so eine Dumpfbacke... 

Über Leucate nach Lagrasse

Oh je, schon wieder dicht gedrängt auf zwei großen Plätzen standen die weit über 100 Reisemobile in Leucate am Strand, geschaut und nix wie weg. Auf in das Landesinnere, nach nur wenigen Kilometern tauchten wir in eine weniger touristische Gegend ein, wunderschön anzusehen. Die Gelassenheit spürte auch der Pilot... 

Lagrasse soll eins der schönsten Dörfer Frankreichs sein. Der ruhige Stellplatz am Ortsrand ist zwischenzeitlich auch gebührenpflichtig, mit moderaten 5 Euro einschließlich Ver- und Entsorgung ein akzeptabler Preis, der morgens gegen 9 Ur kassiert wurde. Der nette uniformierte Mann bemühte sich in Deutsch zu grüßen und zu verabschieden, das war doch nett!

Lagrasse Stellplatz

Das mittelalterliche Dorf beeindruckt sehr, die schmalen Gassen, der überdachte Marktplatz, die schlichte Kirche, die steinerne Bogenbrücke über den Fluss, alles nett anzusehen.

Lagrasse Bogenbrücke

Einige wenige Restaurants und kleine Geschäfte mit regionalen Produkten runden das Bild ab.

Lagrasse Markthalle

Duilhac-Sous-Peyrepertuse

Auf geht es, zunächst eine Schlossbesichtigung (Chateau de VillerougeThermes), zumindest von außen, in einem beschaulichen Dorf, wo die Zeit stehen geblieben zu scheint. Aber ein „richtiges“ frisches Brot aus Sauerteich gekauft, lecker lecker...

Zeit ist stehen geblieben

Dann wurden die Straßen immer schmaler, die meist 1 bis 1 ½ spurige D 112 sollte uns zu unserem eigentlichen Ziel führen, nach St.-Paul-de -Fenouillet. Gut dass nur wenig Gegenverkehr herrschte und die sechs Autos an der richtigen Stelle entgegenkamen, aber da ging es auch schon mal um wenige Zentimeter. Nach eine Pause lavierten wir uns weiter über die schmalen Straßen nach Duilhac-Sous-Peyrepertuse, ca. 3,5 Kilometer unterhalb einer Festung (vom Autor mit dem E-Bike erobert, dennoch sehr anstrengend) liegt ein schöner gebührenfreier Stellplatz, gleich um die Ecke ein schlichtes Restaurant.

Burg

Ausblick

Ein herrlicher Blick in die Landschaft. Das ruhige Dorf bietet nicht viel, natürlich auch hier ein Kirchlein.

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