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Lourdes

Nach einer ruhigen Nacht sollte Frau Garmin noch immer die Mautstraßen meiden, oh je, war das eine Gurkerei! Für rund 300 Kilometer über acht Stunden auf überwiegend kleinen Landstraßen gebraucht, mit Pausen, einkaufen und tanken. Einmal hat sich Frau Garmin eine „besondere“ Abkürzung einfallen lassen, das waren rund 20 Kilometer bessere Feldwege, bis hin zu Schotterspuren, alles im Schritttempo. Der Bauer eines einsamen Gehöftes schaute uns länger nach... Danach wieder 1 ½ engspurige Straßen, die volle Konzentration erforderten, hinter jeder Kurve lauerte der Gegenverkehr. Aber die Landschaft war wunderbar, oft in Sichtweite der Pyrenäen.

Landschaft

Am späten Nachmittag sind wir zwei Stellplätze angefahren, einer befand sich unter Bäumen, die selbst unseren 2,77 Meter hohen Exsis gestreichelt hätten und lag direkt an der Durchgangsstraße. Der nächste Platz in Tarbes, auf dem Hinterhof einer Spedition (?), für 10 Euro standen dort etliche Mobile. Der Pilot fuhr rückwärts in eine Lücke. Da kam lamentierend ein Männeken angelaufen, ich sollte drehen und vorwärts an die Hecke fahren. Wieso?? Ich will raus sehen! Er gestikulierte, umdrehen!! In Ordnung, Männeken, au revoir!! Der Bursche hat vielleicht blöd geguckt.

Von hier war es nicht mehr weit nach Lourdes, aber der bisher ausgewiesene Stellplatz auf einem Busparkplatz war nicht mehr für Reisemobile zugelassen. Der danebenliegende Pkw-Großparkplatz hatte eine Barriere geöffnet, bestimmt 20 Reisemobile standen auf dem Platz. Bald wir auch, kassieren kam niemand.

In der Nacht fing es an zu regnen, am Morgen erneut Nieselregen vom Feinsten. In die Touristenzone geschaut, die „Grotte der Wunder“ wird entsprechend vermarktet. Was auf irgendeine Weise bedrückend war, die vielen Rollstuhlfahrer, von den Angehörigen voller Hoffnung nach Lourdes gebracht... mein Gott!

Vieux-Boucau-Les-Bains

Das rund 160 Kilometer entfernte Vieux-Boucau erreichten wir gegen Mittag, das Wetter besserte sich. Der große Stellplatz überwiegend unter Bäumen bot Platz für 12 Euro einschließlich Strom auch uns zur beginnenden Nachsaison einen schattigen Platz. Der touristische Ort kam uns kaum noch bekannt vor, schließlich waren wir vor 25 Jahren das letzte Mal hier. Im Laufe des Tages trafen immer mehr Reisemobile ein, der Platz war fast voll.

4 Stellplatz

Der Abend im Zentrum bei Livemusik und einer Kleinigkeit zu essen, ließ gewisse Urlaubsstimmung aufkommen, aber so richtig war das nicht die Welt des Autors.

2 Vieux.Boucau-Les-Bains

3 Lagune

Dennoch, der nächste Tag bot sich für eine kleine Fahrradtour entlang der Lagune zum weitläufigen Atlantikstrand an. Sonnige Lücken unter den Bäumen unseres doch ruhigen Stellplatzes ließen uns einen weiteren Tag blieben. Nach 4 Nächten zog der Automat über die Bankkarte 48 Euro ein, das erlaubte der Schranke sich zu öffnen.

Lac de Leon

Hier galt es auch alte Erinnerungen aufzufrischen. Der großzügig angelegte und kaum frequentierte Stellplatz kostete 10 Euro. Rechts und links von uns ein deutsches und ein österreichische Paar, so war mal wieder ein Wortwechsel möglich.

Leon Stellplatz

Lac de Leon Strand

Auch hier optimales Wetter, viel Sonne, aber nicht zu heiß. Mit dem Fahrrad fuhren wir auf überwiegend schönen Radwegen bis zu den etwa 14 Kilometer entfernten Dünen des Atlantik.

Kamel

In einem Waldstück versteckte sich ein Tier, das ist doch nicht ein Kamel? Ach dort standen auch einige Wagen eines fahrenden Volkes, ein Wanderzirkus.

Andernos-les-Bains

Schauen wir uns doch mal wieder den Stellplatz in Mimizan an, puh fast voll und noch immer sehr enge Stellflächen direkt am Hubschrauberlandeplatz hinter den Dünen des Strandes. Nein Danke, weiter fuhren wir durch die waldreiche Gegend und erreichten gegen Mittag den Stellplatz in Andernos-les-Bains, ein parzellierter Platz am Rande des Geländes nahm uns auf. Gut das die Sonne nicht mehr so brannte, denn dieser Teil des Platzes war schattenlos. Aber immerhin zeigte das Thermometer 25 Grad an.

Andernos Stellplatz

Kirche und Trümmer

Der angeblich längste (von was?) Hafendamm mit 238 Meter lag in unmittelbarer Nähe.

Seebrücke

Ebbe

Am Nachmittag füllte sich der Platz immer mehr. Im Ort selbst war noch einiges los, die lange Seebrücke lud zum bummeln ein. Der Automat für die Stellplatzgebühren von 8,10 Euro mit Kreditkarte ließ selbst die Franzosen verzweifeln. Aber irgendwann hatten wir auch so einen Zettel an der Seitenscheibe.

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