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Südfrankreich August 2014 - Mittelmeer - Pyrenäen - Atlantik

Wohin mit dem neuen Hymermobil Exsis fahren? Kroatien (Istrien), Italien (Toscana) oder doch mal wieder nach Südfrankreich? Griechenland war stand wegen der zur Verfügung stehenden Zeit nicht auf dem Plan. Also, erst mal, nix wie weg... am Abend in Emmendingen übernachtet.

Emmendingen

Ein Ziel war klar, wir wollten zunächst der Einladung zum 60. Geburtstag eines Schweizer Reisemobilfreundes in Dübendorf (nähe Zürich) folgen. Nach der sehr schönen Feier rollten wir am Sonntag, den 17. August auf staufreien Autobahnen über Bern, Lausanne und Genf nach Frankreich an die Rhone. Hier ein schöner kostenfreier Stellplatz mit Ver- und Entsorgung direkt am Ufer m Ortsrand von Seyssel, angrenzend ein Freizeitgebiet mit Bade- und Surfsee. Selbst das kleine Restaurant am Ufer der Seen war akzeptabel.

Welche Orte sehen wir uns in Frankreich noch einmal an? Gesehen hatten wir vor vielen Jahren etliche, zum Beispiel auch in der Provence und der Camargue. Auch die Schluchten der Ardéche und des Verdon waren noch gut im Gedächtnis. Die Beifahrerin wollte einige Tage an den Strand... 

Moustiers-Sainte-Marie

Es war klar, wir verzichten auf Autobahnen. Eine schöne bergige Landschaft begleitete uns den ganzen Tag. Über Annec, vorbei an Grenoble, über Gap erreichten wir am Nachmittag Moustiers-Sainte-Marie. Einige enge Serpentinen auf der Strecke überraschten uns, aber mit dem wendigen Ducato kein Problem. Tanken konnten wir günstig am Automaten eines Supermarktes. Der Stellplatz in Moustiers-Sainte-Marie war von 20 bis 8 Uhr mit 8,50 Euro kostenpflichtig. Das war scheinbar bekannt, denn nach 20 Uhr und vor 8 Uhr brummten einige Motoren... Na ja, der an sich nette Ort, leider Tourismus pur, aber die Pizza war lecker.

Moustiers-Sainte-Marie

Aigues-Mortes

Sehr schöne Landschaft auch heute, der Exsis war weit weniger durstig als gedacht, mit 9,2 Litern (laut Ducato Verbrauchsanzeige) war ein günstiger Wert zu verzeichnen. Das gemächliche Fahren durch die auch hier sehenswerte Landschaft machte Spaß. Aigues-Mortes erreichten wir am Nachmittag, wir quälten uns durch den Stau. Der Stellplatz am Stadtrand war geschlossen, so wichen wir auf den etwa 3 km außerhalb liegenden großen parzellierten Stellplatz „Les Poissons d' Argent“ aus, 9 Euro ohne Strom mit Angellizenz (!) in den umliegenden Seen. An den Stromplätzen hausten die Kuschelcamper... unser Platz ohne Stromanschluss war akzeptabel.

Kuschelcamper

Mit den Fahrrädern fuhren wir in die mit Touristen überfüllte Altstadt, die von gewaltigen mittelalterlichen Wehrmauern umgeben ist, unterbrochen von starken Rundtürmen. Doch einige Ecken weiter in der im Schachbrettmuster angelegten Straßen war es etwas ruhiger. Jetzt ein Eis… für 2 Euro die Kugel, 3 Kugeln 5 Euro, wir gönnten uns das „Sonderangebot“.

Aigues-Mortes 1

Danach flohen wir auf den Stellplatz, wo am Abend unweit eine lärmende Discothek die Ohren erfreute, aber zu noch zivilen Zeiten endete.  

Saintes-Maries-de-la-Mer

Das war heute nicht weit, nur rund 35 km nach Saintes-Maries-de-la-Mer, die „Hauptstadt“ der Camargue. Bekannt geworden ist der Ort durch die wallfahrenden Zigeuner. Das Wahrzeichen der Stadt ist die alte Kirche mit Zinnenkranz und Glockenarkade.

Saintes-Maries-de-la-Mer Kirche

Schon die Einfahrt in die Stadt ließ das Schlimmste ahnen, im Schritttempo vorbei am überfüllten und engen in der Stadt gelegenen Stellplatz an den Strandstellplatz, der 10 Euro für enge Parkbuchten als Stellplatz kostete. Dennoch auch hier, bei einigen Mobilsten volles Campingleben. Entsetzen pur zeichnete sich auf dem Gesicht des Piloten ab, na gut, für eine Nacht.

Stellplatz1

Dessen ungeachtet blieben wir eine zweite Nacht, denn der am zweiten Tag ergatterte Stellplatz direkt am Meer war trotz Hunderte von Reisemobilen fast perfekt.

Abendstimmung

Tourismus gut und schön, aber dermaßen überfüllt, puh! Klar, die Franzosen hatten noch Ferien, das war uns zwar vorher bekannt, aber hier wurden alle negativen Erwartungen der Hauptreisezeit getoppt.

Saintes-Maries-de-la-Mer Restaurant

Viele Restaurants lockten die Touristen, ein ordentliches 3-Gänge-Menü war ab 12 bis 15 Euro zu haben. Endlich mal wieder als Vorspeise eine passierte Fischsuppe mit Knoblauch... ein leichter Wellenschlag wisperte uns in den Schlaf.

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